Nachhaltigkeitskommunikation aus der Krise holen: Wie du aus Skeptikern Green Champions machst. #105

Shownotes

Stell dir vor, du hast ein Produkt, das CO₂ nicht nur reduziert, sondern für negative Emissionen sorgt. Aber deine Zielgruppe ist die Baubranche, also ausgerechnet eine der konservativsten und risikoscheuesten Branchen in Deutschland. Hoang Anh Nguyen schafft es dennoch seine Kunden zu überzeugen. Und er macht es mit klarer Kante.

Im Gespräch mit Podcast-Host Zackes Brustik teilt der Chief Growth & Communications Officer von ecoLocked seine drei persönlichen Strategien, mit denen er aus skeptischen Gegenübern manchmal echte Green Champions formt. Und warum klare Positionierung dabei wichtiger ist als Diplomatie.

✅ Wie du dich klar positionierst, ohne deine konservative Zielgruppe zu verlieren.

✅ Warum Green Premium kein Totschlagargument ist und wie du es in ein Gespräch über Wettbewerbsfähigkeit verwandelst.

✅ Weshalb ETS, EU-Taxonomie und Kreditwesengesetz in der Realwirtschaft kaum ankommen, und was das für deine interne Kommunikation bedeutet.

✅ Warum Biochar, Kohlenstoffsenken und negative Emissionen die nächste große Chance in der Baubranche sind.

Eine Folge für alle, die das Gefühl haben, mit ihren Nachhaltigkeitsthemen gerade allein auf weiter Flur zu sein. Mache mit kleinen Details in der Kommunikation den Unterschied, der dir hilft deine Ziele und Themen im Unternehmen wieder voranzutreiben. Und positioniere dich wieder offensiv mit deiner Mission.

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SHOWNOTES Hoang Anh Nguyen ist Chief Growth & Communication Officer bei ecoLocked, einem Startup, das Biokohle in Beton beimischt und so die Emissionen massiv reduziert. Zuvor war er Head of Communication bei Alcemy, einem KI-Startup für emissionsarme Betonproduktion. Als einer der klarsten Kommunikatoren im deutschsprachigen Nachhaltigkeitsbereich zeigt er auf LinkedIn, wie man sich auch zu unbequemen Themen positioniert, und dabei sein Gegenüber trotzdem abholt. 🔗 https://www.linkedin.com/in/hoang-anh-nguyen-profile/ 🔗 https://www.ecolocked.com

Über Podcast-Host Zackes Brustik: Zackes Brustik ist Keynote Speaker, Moderator und Host des Podcasts „Gewinne Zukunft" – einer der meistgehörten Podcasts für ESG-Profis und Entscheider in Deutschland. Nach über 1.000 Interviews und über 100 persönlichen Gesprächen mit Pionieren des zukunftsfähigen Mittelstands bringt er die Erfolgsgeschichten derer auf die Bühne, die einfach machen. 🔗 https://www.linkedin.com/in/moderator-zackes-brustik/ 🔗 www.zackes.com/newsletter

Transkript anzeigen

00:00:04: Ich habe aber auch erlebt zu deiner Frage, wie es dann beim Gegenüber ankommen.

00:00:09: Und da ist tatsächlich gar nicht so negativ weil man immer in einem Diskussionsraum ist wo man sagt agree to disagree.

00:00:15: Deine Meinung nicht und ich muss ja nicht deine Meinung teilen.

00:00:18: Du lebst in einem ganz anderen Umfeld, du bist ganz anders sozialisiert.

00:00:21: Du hast deine Themen, ich hab meine Themen.

00:00:23: aber es ist doch cool zu wissen dass da irgendwie so eine Art demokratischer Diskurs stattfindet wo man wirklich miteinander spricht und sagt ey okay wow dann du glaubst dann dich an die Ziele im nachhaltigen bauen?

00:00:34: Feind für dich!

00:00:36: Du glaubst nicht an meine Themen?

00:00:37: Fein für mich.

00:00:38: Und ich glaube das ist etwas wo ich auch darauf hinwirken will dass einfach Leute immer sich ein bisschen gerne mehr positionieren und da auch eine gewisse erlebe ich zumindestens auch, die das gegenüber eine gewisse Sympathie dann auch am Ende hat.

00:00:50: Was Teil des Ganzen sein muss ist immer mit einer gewissen Ehrlichkeit hier zu argumentieren.

00:00:54: also die meisten Innovationen im nachhaltigen Bauen kosten mehr Geld.

00:00:59: Punkt!

00:00:59: Es gibt immer ein gewisses Green Premium und diese Zusatzkosten stehen ja erst mal als Nummer auf dem Papier.

00:01:04: Die kann man erstmal nicht wegdiskutieren.

00:01:06: Das heißt ich sage das aber ich lege daneben und dass es dann auch immer ne Aufgabe in der Vorbereitung zu gucken.

00:01:12: Was kann man noch dagegen setzen, dass die Leute sehen, dass das darüber hinaus verschiedene andere monetäre Vorteile gibt?

00:01:19: Stellt euch für ein Moment vor, ihr hättet ein ultra innovatives Produkt das nicht nur nachhaltig ist sondern langfristig sogar für negative Emissionen sorgen könnt.

00:01:27: Aber ihr seid ausgerechnet in einer der konservativsten Branchen in Deutschland die Ultrazahlen und Marschenfokussiertes nämlich die Baubranche!

00:01:36: Wenn ihr es dann trotzdem schafft euer Gegenüber abzuholen, dann wisst ihr wie man richtig kommuniziert.

00:01:41: Und genauso einen Menschen habe ich in dieser Folge zu Gast eine meiner absoluten Lieblingsmenschen wenn es um gute Nachhaltigkeitskommunikation geht.

00:01:49: Er wird uns seine drei wichtigsten Strategien verraten, mit denen er aus Skeptikern manchmal sogar geradezu Green Champions formt.

00:01:58: Aber auch ein seiner größten Fails – das ist so'n typischer Fail den man ganz oft als Quereinsteiger in im Bereich Nachhaltigkeit

00:02:05: oft macht!

00:02:06: Das Besondere am Hemdgast ist dass er sich dabei auf LinkedIn wirklich mit klarer Kante positioniert und das bei Themen die man angesichts von einer konservativen Kundengruppe eigentlich oft eher ausklammern würde Stichwort Migration oder Diversity.

00:02:19: Warum es also schafft,

00:02:20: sich

00:02:20: einerseits klar zu positionieren andererseits dann gegenüber aber dennoch abzuholen?

00:02:25: Das liegt an den kleinen feinen Details.

00:02:27: Wir werden hören welche das sind und wie wir sie für unsere Arbeit in unserer Branche selber nutzen können!

00:02:33: Mein Gast heißt Huang Anuyen.

00:02:34: er ist Chief Growth & Communication Officer bei ECOLOCT und war vorher lange Head of Communication bei ALCEMI.

00:02:41: ist ein Start-up, das es schafft Biokohle im Beton beizumischen und so die Emissionen wirklich drastisch senkt.

00:02:47: Als im Wiederum ist ein start up das KI einsetzt in der Betonproduktion und auch so die emissionen drastische senkt.

00:02:53: Ihr erfahrt also zwischendurch und nebenbei immer so ein bisschen wirklich spannendes Wissen zum Thema Biochar, negative Emission Kohlstoff senken oder wie man mit KI wirklich handfest Emission senken kann bei bestehender Infrastruktur.

00:03:06: Außerdem gibt mir HONK auch noch ein Reality-Check, was es von all den aktuellen Regulationen auf die wir gerade in unserer Bubble noch viele Hoffnung setzen – Stichwort Kreditwesensgesetz ETS I und II.

00:03:17: In der Praxis in der Realwirtschaft wirklich ankommt!

00:03:21: Freut euch also auf eine Folge nach der ihr eure Themen im Unternehmen erfolgreicher vorantreiben könnt Aber auch auf ein Beitrag dazu, wie wir es schaffen in Deutschland generell die wichtigen Zukunftsthemen überhaupt erst wieder gemeinsam und konstruktiv verhandeln zu können.

00:03:36: Und damit herzlich willkommen bei Gewinne Zukunft demnachhaltigkeits-Podcast der Pioniere on Professionals!

00:03:41: Mein Name ist Zuckers.

00:03:42: ich freue mich enorm dass ihr wieder mit am Board seid.

00:03:44: Wie ihr wisst Für bringe ich die zwei Wochen zwischen jeder Folge auf zahlreichen Konferenzen, was sich da an brandneuen Erkenntnissen frischen Trends einsomme.

00:03:52: Das erfahrt ihr in meinem Newsletter, zackes.com.

00:03:55: slash newsletter, z-a-c-k-i-s dot.

00:03:57: com slash newsletter.

00:03:59: Los geht's!

00:04:01: Moin Huang, schön dich mit am Bord zu haben.

00:04:03: Ja moin Zack es ist schön dass ich dabei sein darf.

00:04:05: Richtig

00:04:06: cool, also ich kenne die seit vier Jahren und ich muss ehrlich sagen wenn es um Kommunikation geht bist du einer meiner absoluten Lieblingsmenschen.

00:04:11: Ich kann mich noch daran erinnern... ...ich war beim KI Campus in Berlin!

00:04:15: Und ich glaube damals warst du noch relativ frisch bei Alcimie auch ein Baustarder, auch als Communication-Officer.. ..und hast das gepitched.

00:04:22: und das war einfach der coolste und beste.

00:04:24: und ich sage mal formvoll endet's den Pitch des Abends.

00:04:26: Seitdem folge ich dir auf LinkedIn und ich feier wirklich deine Inhalte.

00:04:29: Also richtig schön dich endlich nach vier jahren wird am Board zu haben.

00:04:32: Ja, freut mich auch.

00:04:33: Ich folgte ja seitdem auch und damals war das wirklich so der Einstieg für mich zu schauen wie man Kommunikation vermittelt, wie man Pitches gestaltet.

00:04:42: also ich weiß noch vor vier Jahren super nervös und mittlerweile hat sich aber seitdem sehr viel getan.

00:04:50: Du hast dich ja seitdem nur weiterentwickelt, während quasi das Thema Nachhaltigkeit die Baubranche und natürlich Deutschland generell alles sich rückwärts entwickelt hat.

00:04:58: Das heißt wie du schaffst quasi die Leute trotzdem abzuholen?

00:05:00: Das ist wirklich der Kern dieser Folge.

00:05:02: ich nehme mal an es egal ob in der Startup oder eben in einer normalen traditionellen Unternehmensperspektive bist ihr kennt alle so ein bisschen den ähnlichen Wenn man vom Thema Nachhaltigkeit überzeugt ist, gerade mit einem Rollback steckt.

00:05:15: Also wie äußert sich das bei dir im Alltag auf?

00:05:17: was für Reaktionen stößt du da sobald das Thema aufkommt?

00:05:20: Es hat sich gewandelt alles und so sagen.

00:05:22: Und das spülen wahrscheinlich auch die Zuhörerinnen und Zuhörer, die in anderen Branchen stecken.

00:05:27: Ich glaube vor vier fünf Jahren war das Thema Nachhaltigkeit und Innovation noch ganz anders wahrgenommen worden.

00:05:31: Also da haben wir das Thema an die Hersteller gepitscht, an die Betonindustrie und der gab es eine Offenheit.

00:05:37: Da gab's irgendwie auch einen Druckpunkt weil man festgestellt hat Wir müssen was tun!

00:05:40: Wir müssen auch die ziele regulatorisch erfüllen beispielsweise durch den Emissionszettifikatehandel.

00:05:46: Das heißt unsere Produkte müssen nachhaltiger werden und ihr bietet ne Lösung.

00:05:49: Das hören wir uns jetzt mal an.

00:05:51: In den letzten Jahren, und das wissen wir auch alle, hat sich die Welt deutlich verändert.

00:05:55: durch die ganzen Multikrisen, die wir haben ist das Thema Klimaschutz oder auch Nachhaltigkeit ein bisschen weiter in den Hintergrund gerückt.

00:06:02: Und da sind wir momentan eher so dabei dass wir wieder immer erklären müssen warum wir das Ganze tun.

00:06:07: Erklären müssen, dass wir eben eine Lösung sind, die auf die Langfristigkeit und auch auf die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens setzt.

00:06:13: Dass man heute vielleicht ein Investment tätigen muss um letztendlich einen zukunftsfähiges Produkt zu haben Und dieser Erklärbedarf, der ist wieder stärker geworden.

00:06:22: Das war früher tatsächlich anders in den Gesprächen.

00:06:25: aber und da muss ich das Ganze auch sagen wenn man jetzt die gesamte Bau- und Immobilienbranche sieht mit der wir ja auch viel sprechen wird allen Akteuren entlang dieser Wertschöpfungskette dann erleben wir trotzdem dass es Menschen gibt weiterhin Bock darauf haben.

00:06:37: Also wirklich so die Champions, die Leute, die sagen okay ich lass mir jetzt nur weil jetzt mir der Gegenwind grad ins Gesicht bläst lasse ich mich jetzt davon nicht unterkriegen sondern ich setze mich trotzdem dafür ein im Unternehmen selbst und macht auch die Ressourcen möglich.

00:06:50: das heißt wir erleben auch so nahe so ein kleines Jetzt erst recht Gefühl bei vielen Leuten.

00:06:55: Also es gibt noch so ein paar Unternehmen, die dieses jetzt erst recht Gefühl haben.

00:06:59: Ich nehme an das ist eine wichtige kleine Insel aber unsere große Mission ist ja natürlich uns nicht auf diese kleine Insell zurückzuziehen sondern zu schauen wer schwimmt im großen Meer und wen wollen wir wirklich abholen?

00:07:09: Und wie schaffen wir in diesem Bild gesprochen mehr Landmasse für das Thema Nachhaltigkeit?

00:07:14: Wie steht es denn da aktuell?

00:07:16: Also ich glaube, wir haben alle dafür ein Gefühl.

00:07:17: die Bauprosche ist wahrscheinlich eine der wichtigsten in Deutschland um unsere Klimaziele zu erreichen.

00:07:22: Wie ist da gerade der Stand?

00:07:24: Sind wir einigermaßen noch einen Track?

00:07:27: Es

00:07:29: geht voran aber zu langsam.

00:07:30: also Noten würde ich sagen vielleicht drei Minus.

00:07:34: Es tut sich was in den Unternehmen.

00:07:36: Wie gesagt, gibt es eine gewisse Dynamik?

00:07:38: Es gibt ja auch Regulatorik die klar in diese Richtung einzahlt.

00:07:41: Wir erleben gleichzeitig das beispielsweise auch Verkehr und im Bausektor die Ziele, die Klimaziele auch gerissen werden.

00:07:47: Das heißt im Bausektor der weltweit für achtunddreißig Prozent der globalen CO-Zweimission verantwortlich ist und dem Baumaterialbereich, der ja auch für signifikante Emissionen und Verwendung von Primärressourcen verantwortliche ist.

00:08:00: Da erleben wir momentan dass sich der Markt langsam so ein bisschen verändert und in die Richtung konsolidiert.

00:08:06: Aber wir sind noch lange nicht dabei, dass wir sagen können da gibt es jetzt wirklich in der Masse Unternehmen die sagen sie haben eine Langfriststrategie und wollen das Ganze auch implementieren.

00:08:16: Das hat verschiedenste Gründe.

00:08:17: Das liegt daran, dass eben die Dynamik im Markt momentan eher eine gegenteilige Richtung ist.

00:08:21: Es liegt aber auch daran dass beispielsweise die regulatorischen Anforderungen so unklar formuliert sind, dass beispielsweise für einen Immobilienentwickler der jetzt eine große Gewerbeimmobil baut Und dass der dann schaut, okay was ist das sind die betriebsbedingten Emissionen.

00:08:36: Das war sich während des Betriebs einer Immobilie einsparen kann.

00:08:39: Das wird adressiert.

00:08:41: aber das Thema Embodied-Carben nämlich die grauen Emission.

00:08:43: Das was verbaut wird im Gebäude wenn ich Neubau baue.

00:08:46: Das ist etwas was interessiert wahrgenommen wird aber noch nicht irgendwie voll in konkrete Maßnahmen überführt wird.

00:08:55: Du hast es gerade das Thema Regulation angesprochen.

00:08:58: Wie sieht's denn aus, wenn wir da den Rundumschlag machen von EU-Taxonomie zu was ich vor ein paar Folgen hatte?

00:09:04: Das Thema Kreditwesengesetz wo die Hoffnung war alles was an Transitionsplänen bei den Unternehmen raus gestrichen wurde kommt jetzt durch die Hintertür weil ab zwanzig sechs und zwanzigt die Banken ihren Transitionsplan vorweisen müssen und dann natürlich in ihrem Portfolio wieder bei den Unternehmens.

00:09:16: zu den Datenanfragen Es gibt die EU Gebäude Richtlinien auf die eigentlich noch viel Hoffnung gesetzt wurde mit einem Rollback.

00:09:22: Kommt da irgendwas von bei euch im Markt spürbar an?

00:09:26: Ich glaube, auf immobilierenden Ebene kommt das durchaus aus an.

00:09:29: Also auch die EU-Taxonomie, die Formulierung von ISG-Kriterien... für den immobilien Sektor.

00:09:35: Das heißt, dass man werthaltige Immobilien auch schaffen muss die dann beispielsweise in Immobilen-Portfolios dann auch überführt werden.

00:09:43: Da gibt es einen gewissen Nachhaltigkeitsdruck.

00:09:45: der ist aber ganz oben und wir bewegen uns ja in dieser Wertschöpfungskette ganz unten.

00:09:50: Wir befinden uns so ich sage immer gerne liebevoll im Maschinenraum die am Ende die Werte auch schaffen also all das was an Baumaterial umgesetzt wird.

00:09:58: Und da kommt der Druck tatsächlich bei den Herstellern nicht an Und das erleben wir ganz viel, dass die dann uns sagen ja wir hätten theoretisch auch Interesse unsere Produktportfolios umzustellen.

00:10:08: Aber wir machen es nur wenn der Markt auf bereit dafür ist.

00:10:11: natürlich versteht man auch wenn dann ein Hersteller sagt ja wir würden jetzt nicht proaktiv unser nachhaltigeren Beton anbieten Wenn das in der Ausschreibung gar nicht verlangt ist weil dann würden wir natürlich einen Wettbewerbsnachteil gegenüber unseren Mitbewerbern haben.

00:10:24: Das heißt da ist man in so einer gewissen Warteposition.

00:10:27: momentan tut das Nötigste, entwickelt gerade neue Produkte.

00:10:32: Aber so wirklich die Skalierung, die erfolgt erst wenn von oben ganz klar der Druck kommt und ganz klar die Anforderungen auch an die Hersteller geliefert werden was sie dann letztendlich bereitstellen müssen um diese Ziele zu erreichen.

00:10:43: Wer da wirklich tiefer eintauchen will, ich hatte ja genau vor einem Jahr auch den Holz im Deutschland CEO zu Gast eine der größten Beton- und Zementhersteller in Deutschland.

00:10:51: Wir wissen Will warum wir da ein riesen Batzen an Potenzial liegen lassen mit dem Thema öffentliche Ausschreibung also allein schon fünfhundert Milliarden Haushalt im öffentlichen Bereich Der kann da rein hören auch wie schwierig das ist sozusagen wenn es eben keine Ausschreibungsvorgabe ist und plus dann auch nicht definiert ist, mit welchen Kriterien oder Standards grüner Beton dann Grün tatsächlich ist.

00:11:11: Also ein Riesenthema wo wir wirklich noch hinterher sind hört gerne in die Folge mit Holz im Rhein.

00:11:16: Aber warum ihr hier noch ein bisschen ausführen ist, um wirklich zu sehen vor welcher Klippe du stehst und warum dann deine Strategien so effektiv sind?

00:11:23: Weil es ist halt kein Selbstläufer.

00:11:24: Ihr habt ein richtig cooles Produkt wo man sagen müsste das wir sollte weggehen wie warme Semmeln aber man muss wirklich verarbeiten Wir kommen gleich drauf.

00:11:30: ich habe noch einen quasi eine klippe Und dass ist der ets eins und zwei.

00:11:35: irgendwie scheint das ja gerade so ein bisschen zu wackeln.

00:11:37: Ich hab heute morgen glaube ich nochmal in die Nachrichten geguckt.

00:11:39: Es gibt ne neue Idee dass die u sagt wenn Unternehmen in europa investieren dann lockern wir für die quasi die ETS-Vorgaben.

00:11:47: Also ETS, eins, zwei – die ganze Unsicherheit auch in Deutschland der Widerstand, der sich formiert um da überhaupt an diesem Ast zu sägen.

00:11:55: Wie kommt das bei euch an diese Unsicherkeit?

00:11:57: Die kommt massiv an.

00:11:58: Der ETS, der, ich glaube er wurde ja im Jahr zwanzig fünf, zwanzzig sechs eingeführt auf europäischer Ebene für die Schwerindustrie, also Zementchemie-Stahl und im Zement muss man ehrlicherweise sagen dass das einen richtig großen Impact hatte.

00:12:10: Also wir können das ganze Messer machen anhand von wie hoch der Klinkeanteil nämlich des CO² verursachtende Material im Zment ist und der ist signifikant am Anfang und dann schrittweise immer weiter runtergegangen aufgrund der Aussicht Imissionszertifikatepreis natürlich steigt und man je mehr Klinkermann auch produziert und einbaut in dem Bezirment, dass man auf mehr CO²-Preise zahlen muss.

00:12:32: Das heißt da hatte eine gewisse Wirkung auch wenn das System immer mal wieder kritisiert wurde, dass die Preise zu niedrig sind oder das beispielsweise die Hersteller noch kostenfreie Zertifikaten allokiert bekommen damit sie eben ihre Produktion langsam umstellen können.

00:12:46: hat es nicht so... dass du trotz für eine gewisse Dynamik und so eine Nachschärfung im Mindset geführt, wir müssen was tun.

00:12:52: Wir müssen mal an verschiedenen Lösungen

00:12:53: arbeiten.".

00:12:54: Die Realität ist aber jetzt – das erlebe ich ganz viel, weil ich auch mit vielen großen Zementherstellern in Deutschland gesprochen habe – durch diese Unsicherheit und durch die konstanten Angriffe und Vorschläge den aufzuweichen und zu reformieren, dass dort das Gefühl auftritt Wie können wir uns sicher sein, dass unsere Langfriststrategie die auf Klimaneutralität und auf klimaneutrale Zimente fokussiert ist?

00:13:17: Nicht am Ende kontakariert wird dadurch das es ja keinen ETS in der Form mehr gibt.

00:13:21: Das heißt durch alle Gesprächen hinweg haben mir ganz viele gesagt Ja sie wünschen sich, dass dieser ETS In der form wie er besteht auch weiterhin da ist weil er so eine gart Leitplanken liefert um das Thema auch strategisch intern als Nachhaltigkeitsmanager beispielsweise auch gegenüber dem Management immer wieder zu forcieren und zu sagen hey Ihr wisst im alltäglichen Doing das und dass es wichtig, aber wir haben hier ein klares Ziel was von der EU vorgegeben ist.

00:13:45: Und das dann unter Angriff zu setzen oder Beschuss zu nehmen, das schafft eine gewisse Unsicherheit die sich wirklich auch auf das tagtägliche Business auswirkt.

00:13:53: Und genau da setzen wir jetzt an.

00:13:55: Wenn du sagst, es gibt viel die sich den ETS und Klarheit wünschen langfristig dann redest du wahrscheinlich eben eher vom CSO also Chief Sustainability Officer weniger vom CEO.

00:14:05: Die sägen gerade eher lobitechnisch dran zumindest wenn sie bei dem üblichen Verdächtigen also den großen energieintensiven Emittenten arbeiten und da auch in der Manager Position als Inhaber Position das sind die Menschen die ich auf dem Pendels immer noch sehr verächtlich über das Thema reden höre und wie sehr wir uns da ins Ausschießen.

00:14:23: Wir kommen zu deinen drei Strategien.

00:14:24: Ich habe ihr versprochen, du hast wirklich harte Nüsse vor dir sitzen und du hast im Vorfeld gesagt, du schaffst es ganz oft wirklich aus Kettigern dann Green Champions zu machen unter deinen Kunden in der gemeinsamen Kommunikation.

00:14:36: Was sind deine drei Strategie?

00:14:38: Wir fangen gleich mit der ersten an!

00:14:40: Und was ist so die Ausgangslage wenn's bei dir losgeht?

00:14:42: Also ich würde sagen die erste Strategie klingt banal, ist aber essenziell sprich die Sprache deines Gegenübers.

00:14:48: also ich hab ja im alltäglichen Doing von dem Geschäftsführer einer immobilien Gesellschaft, eines Wohnungsbauunternehmens bis hin zu dem mittelständischen Bauunternehmer oder auch dem Transportbeton oder Fertigteilhersteller wirklich unterschiedliche Zielgruppen sitzen.

00:15:03: Und innerhalb dieser Unternehmengruppen gibt es dann noch unterschiedliche Ansprechpartner.

00:15:07: zum Beispiel Malis ist der Nachhaltigkeitsmanager males ist der Innovationsbeauftragte Malis tatsächlich direkt der Geschäftsführer CEO und Vorab eines Gespräches, und da habe ich am Anfang auch viel Lehrgeld gezahlt.

00:15:18: Überlege ich mir immer und setze mich hin und sage was interessiert diese Person eigentlich?

00:15:22: Weil ich spreche am Ende über ein Thema das verhältnismäßig nischig ist.

00:15:26: also Beton ist zwar ein Material was jeder kennt und irgendwie jeder in seinem alltäglichen Umlauf in der Stadt auch sieht.

00:15:33: Das ist das Fundament unserer Zivilisation.

00:15:35: alles besteht aus Beton aber trotzdem ist einem jetzt nicht die Tragweite dieses Materials bewusst Und selbst die Leute die wirklich nahe am Gebäude arbeiten und Gebäuden entwickeln für die Beton halt nur ein einziges Baumaterial.

00:15:47: Das heißt, ich setze mich dann hin und überlege mir okay es bringt nichts technisch zu tief reinzugehen und darüber zu sprechen wie die beton Bauqualitäten sind?

00:15:55: Wie das CO² pro Kubikmeter ist.

00:15:57: was ist überhaupt ein Kubikmeterbeton weil etwas für eine Menge ist dass sie dann in mein Gebäude fließt sondern ich setz mich hin Das ging über, check ich zum Beispiel bei LinkedIn und dann basierend darauf überlege ich mir okay was für eine konsistente Sprache möchte ich sprechen.

00:16:10: Ein Immobilienentwickler interessiert sich mehr für CO-Zweib pro Quadratmeter.

00:16:14: der interessiert dich darüber wenn er zb eine DGB Zertifizierung anstrebt für das Gebäude dass wie das Thema Beton hier positiv auch Einfluss nehmen kann bei der Bewertung des Gebäudes.

00:16:24: Er interessiert mich darüber wie ich das ganze Marketing technisch verpacken kann um meine Brand, die ich als Immobilienentwickler habe auch nach außen hin zu vertreten.

00:16:32: Das heißt diese ganzen Themen, die versuche ich zu integrieren und damit dann eine gewisse Begeisterungsfähigkeit zu schaffen für ein verhältnismäßig nischiges

00:16:41: Produkt.".

00:16:43: in die bildhaften Beispiele rein gehen.

00:16:45: Kurze Ergänzung, du hast gesagt DGNB für mich.

00:16:47: ich glaube das ist die deutsche Gesellschaft für nachhaltiges Bauen ja sozusagen eine der Gold Standards was Zertifikate in der Branche angeht.

00:16:53: ne?

00:16:53: Je höher man da rankt umso wertvoller is wirklich auch dem Immobilie.

00:16:56: und ich sehe das ganz oft wenn ich durch Städte fahre Und man sieht so diese große Tafeln wo was entwickelt wird.

00:17:02: Die Leute werben tatsächlich immer noch damit.

00:17:04: also es überrascht mich immer positiv dass sich jetzt auch zwanzig sechsundzwanzig Immer noch auf den großen tafeln seh das ganz prominent damit geworben wird DGNB zertifiert so oder so.

00:17:13: Also das heißt, dass scheint wirklich sich direkt auf den Wert auszuzahlen.

00:17:17: Du hast jetzt gerade Kubikmeter versus Quadratmeter gesprochen.

00:17:20: wir schieben kurz ein.

00:17:21: was macht Ecolock?

00:17:22: mein Verständnis?

00:17:23: und dann korrigier mich also ihr nehmt Biochar also Biokohle Das heisst von anderen Produzenten die zum Beispiel aus Lebensmittel abfällen oder Resten oder Bioresten sozusagen die durch Pyrolyse vor Kohlen.

00:17:35: da nutze diese biochar.

00:17:36: Da ist CO-Zwei langfristig wirklich auf hunderte oder tausend Jahre gebunden potenziell.

00:17:40: Die kann man zum Beispiel im Boden vergraben, das machen andere Anpiter.

00:17:43: ihr nehmt es aber veredelt das und habt dadurch ein neues Produkt was ihr dann in Beckham beimischen könnt anstatt zb Kiesel oder so war das richtig formuliert?

00:17:52: Also da merkt man dass du auch einen Kommunikator bist weil es war perfekt erklärt.

00:17:57: Und das Schöne faszinierende fand ich dass er quasi es schafft Ich glaube pro Kilo Biochar drei Kilo co zwei zu binden Im Bettung, ne?

00:18:07: Das heißt wie ist da die Gesamtbilanz dann von herkömmlichen Bettungen zu eurem Bettung oder quasi Bettung das mit euren Beimischprodukt hergestellt wurde.

00:18:15: Da ist das große Potenzial.

00:18:16: Das bedeutet diese eins zu drei liegt an.

00:18:19: was daran dass Biocha als sogenannte Carbon Removal Technologie auch gilt eine anerkannte Technologie die auch zertifiziert ist.

00:18:28: CO² aus der Atmosphäre nimmt und sozusagen irgendwo speichert es momentan.

00:18:33: Wir sehen das Potenzial, wie du auch richtigerweise gesagt hattest, dass ganze im Speicher-Medium Beton zu gelassen weil Beton natürlich per se einfach ein langfristiges dauerhaftes Material ist Und hier auch die Speicherung hoffentlich für Gebäude hunderthundertfünfzig zweitjahr dann auch mindestens passiert.

00:18:49: aber selbst nach dem Rückbau beispielsweise wenn das Ganze recycelt wird bleibt das CO² auch im Beton gespeichert.

00:18:54: Da gibt es unzählige Studien, weil das Ganze in der Regel nur zerkleinert wird und zurückgeführt wird.

00:19:00: Und was wir bei ECOLOCT spannenderweise dann machen mit dem Thema CO² und der Bilanz im Betong ist – dass wir es schaffen den Fußabdruck des Betons signifikant zu reduzieren und in Zukunft damit sehen Neutralität, CO²-Neutralität oder sogar darüber hinaus.

00:19:18: Das heißt in Anführungssprichen Klimapositivität und momentan können wir... Und da gibt es Unterscheidungen zwischen den Betonanwendungen.

00:19:25: bei tragenden Bauteilen also all das was höhere Anforderungen hat können wir durchaus Heute schon dreißig, vierzig, fünfzig Prozent nur durch unseren Ansatz reduzieren.

00:19:35: Bei nicht tragenden Bauteilen wie jetzt zum Beispiel Pflasterstein oder Betonstein die so als Dachziegel sind oder beispielsweise Betonmöbel oder Nichtragenden fertig teilen da können wir heute schon auf CO-neutral gehen.

00:19:47: Krass!

00:19:47: Ich muss kurz rein weil CO-Neutral ist richtig, richtig wichtig.

00:19:51: das heißt ihr werdet damit ja sozusagen Pariskonform.

00:19:54: Also jemand, der sich das reinholt hat einen Stoff und wenn du neutral bist, bist du sogar zehn Prozent besser als Pariskonform.

00:20:01: Da wäre neunzig Prozent notwendig.

00:20:03: Das heißt, dass hilft wirklich dem Gesamtprojekt also über die direkte Verwendung des Bauteils hinaus.

00:20:08: Genau, es wäre in dem Sinne und das ist dann auch alles durch eine Umweltprodukteklaration.

00:20:14: Und in anderen Ländern beispielsweise wie der Niederlande da hat auch ein Kunde schon so einen Life-Cycle Assessment gestaltet wo das dann auch klar berücksichtigt wird als Kennziffern und als Nachhaltigkeitswert bedeutet wir haben da Produkte mit verschiedenen Herstellern schon die heute schon eben dieses CO² Neutralitätsthema erreichen.

00:20:34: Verspannende ist jetzt wer die letzten drei vier Minuten mit uns angehört hat.

00:20:38: Dem geht es wahrscheinlich wie uns, man ist begeistert rüber Man ist in den Details und man redet über Lifecycle Assessment, man redete über Biochar negativer Emissionen.

00:20:45: Paris Ziele Denkt sich auch das müsste weggehen wie warme Semmeln ist noch ein selbstläufer.

00:20:50: Das ist die technologie auf die wir alle warten.

00:20:52: etwas dass CO-Zeuten neutral vielleicht langfristig sogar positiv ist.

00:20:55: Wie geil ist das denn?

00:20:57: Und Wahrscheinlich, das war ja unsere Ausgangslage.

00:21:00: Dein eher technikversiertes Immobilienunternehmer gegenüber gähnt oder steigt aus, weil er nur die Hälfte der Begriffe

00:21:06: versteht.".

00:21:07: Wie erzählst du diese Geschichte dann so einem ... Ich sag mal eher skeptischen Gegenüber und wir legen noch eins drauf vielleicht sogar ein konservatives Gegenüber dem das Thema eh voll gegen den Senkel- oder gegen den Strich gilt?

00:21:17: Ja, dass es dann die Herausforderung oder die Lust ist zu knacken gilt.

00:21:21: ich versuch dann immer am Anfang eines Gesprächs demgegenüber So ein bisschen rauszulocken, warum man sich jetzt mit mir eine halbe Stunde hingesetzt hat.

00:21:30: Das heißt wahrscheinlich wurde man vom Teamland schon gebrieft wenn es der Geschäftsführer ist und der sagt mir ganz interessant habt die Präsentation gesehen will mich mal ein bisschen mehr informieren Und dann versuche ich aber auch das Bigger Picture aufzuzeigen.

00:21:42: Ich steig gar nicht mit dem Beton Qualitäten und der Herausforderung wie man das Ganze einbringt Weil das interessiert den am Ende nicht.

00:21:49: Manchmal ist es ein Bauingenieur, manchmal ist auch jemand der fachnahe ist aber in der Regel braucht er das nicht wissen sondern muss nur wissen dass das Material diese gewisse CO²-Negativität mit in den Beton reinbringt und den Fußabdruck signifikant senken kann.

00:22:03: Und dann frage ich ihn immer so in der Regel bei einem Gespräch, wie viele Gebäude baut ihr denn pro Jahr?

00:22:07: Und dann sind das so ja wir sind hier ein Anbieter von Fertighäusern.

00:22:12: Wir bauen hier dreieinhalb Häuser pro Jahr.

00:22:13: und dann frage ich ihnen immer Ja aber wie viel Beton nutzt ihr dann?

00:22:16: oder baut die schon mit Holz oder mit anderen Baumaterialien?

00:22:19: Dann kommt fast immer die Antwort ja wir bauen natürlich auch Mitbeton.

00:22:23: Das heißt die Bodenplatte die immer mit Beton sein muss Oder Holz-Sybrid hat ja auch Betonelemente d. h. überall hast du das Baumaterial beton weiterhin und dann versuche ich ihm klatschen machen.

00:22:33: hey Ihr wollt ja auch in vierzig, fünfzig, sechszig, siebzig vielleicht hundert Jahre weiter operieren und ihr werdet auch weiterhin mit Beton bauen.

00:22:40: Das heißt es wird die Herausforderung geben dass ihr in den nächsten Jahren keine Produkte mehr finden werdet so aussehen wie der heutige Normalbeton, weil die Anforderungen ganz klar in Richtung Nachhaltigkeit steigen werden.

00:22:54: Das heißt entweder ihr beschäftigt euch in den nächsten Jahren damit dann ist es fein, dann werdet ihr aber eventuell von der Welle erfasst, weil dann die Wettbewerber sich schon proaktiv mit dem Thema beschäftigt haben und das Ganze schon strategisch implementiert haben oder ihr fangt jetzt schon an macht die ersten Piloten Pilotprojekte, sichert euch schon mal die ersten Verträge zu und könnt da sozusagen vor der Welle schwimmen.

00:23:13: Das heißt ich versuch da immer so eine Art Langfriststrategie mit reinzubinden und abseits des Themas beton.

00:23:18: Und das ist etwas immer meistens was dann zieht weil die Leute auch wissen es einfach ein unersetzliches Material für mich in meiner Unternehmung, in meiner Branche.

00:23:28: Ich gehe rein um wirklich nochmal festzuhalten was du strategisch oder kommunikativ machst weil das sind ganz kleine aber wichtige Details.

00:23:34: erstmal fragst du dein Gegenüber, warum er überhaupt hier ist.

00:23:37: Also wirklich zu wissen so mit welchem emotionalen Zustand es ja da sozusagen wurde er verdonnert mit dir zu reden hat der Bock drauf.

00:23:44: das heißt du weißt ja wirklich wie geht's deinem gegenüber?

00:23:47: Wie kannst du ihn da abholen?

00:23:48: also einfach wirklich schon mal eine frage stellen anstatt gleich mit begeistert mit dem thema reinzugeben.

00:23:53: dann hast wir auch gesagt du lässt ihr von einem gegenüber bestätigen dass das Thema für die relevant ist.

00:23:58: Also wenn du danach fragst, ob die BitPitton bauen werden, dann weißt du eigentlich schon diese Werden-Ja sagen?

00:24:02: Das heißt, du hast den schon mal dazu gebracht selber Ja zu sagen anstatt dass du es eben versuchst aufzudrücken.

00:24:08: und dann holst du ihn ab und machst so okay ihr baut mit Pitton und das kommt langfristig auf euch zu.

00:24:12: also das Reinkommunikativ einfach schonmal ein sehr empathisches Vorgehen.

00:24:16: klar das ist strategisch aber es ist trotzdem noch authentisch.

00:24:19: und gut würde ich sagen wir hätten das subsumiert unter der ersten Strategie wirklich die gleiche Sprache deines Gegenübers zu sprechen Und wirklich all das, was uns begeistert vor der Türe zu lassen und in eine Sprache zu packen die für den Immobilienunternehmer relevant ist.

00:24:34: Langfristige Immobilie Werte umgerechnet in der Antrekennzahl auf Quadratmeter nicht Kopikmeter ja dea dea.

00:24:41: Jetzt kommen wir noch zum anderen Thema.

00:24:42: ich glaube das wird wahrscheinlich eine zweite Strategie.

00:24:45: Die Denken halt selbst wenn du sagst dass kann regulativ kommen oder nicht Denken die jetzt, ja okay.

00:24:50: Ich glaube das ihr gesagt ne?

00:24:51: Ihr könnt vor der Welle sein oder mit der Welli dann denken sie ja lieber lieber mit die Welli weil ich rechne auch vor allem in Euro pro Quadratmeter und das heißt alles was die nächsten Jahre noch sparen kann hilft mir gerade mit allen anderen Krisen zurechtzukommen.

00:25:03: also was wäre da deine zweite Strategie mit wirklich so Marschen bedachten und dann auf den letzten Cent rausgedrückt denkenden Menschen?

00:25:10: Ja dass ist auch dann die Herausforderung die sich hier stellt.

00:25:13: ich glaub was Teil des Ganzen auch sein muss es immer mit einer gewissen Ehrlichkeit hier zu argumentieren.

00:25:19: die meisten Innovationen im nachhaltigen Bauen mit Beton oder auch anderen Baumaterialien, die kosten mehr Geld.

00:25:25: Es gibt immer ein gewisses Green Premium das heißt es gibt bestimmte Materialien die eine positive Eigenschaft haben beispielsweise Bauzeit und aber es gibt einfach generell den Aspekt dass es heute so ist, dass man mehr dafür bezahlen muss.

00:25:37: Und diese Zusatzkosten stehen ja erst mal als Nummer auf dem Papier.

00:25:41: Die kann man erstmal nicht weg diskutieren.

00:25:42: Das heißt ich sage das Aber ich lege daneben und das ist dann auch immer ne Aufgabe in der Vorbereitung zu gucken Was kann man noch dagegen setzen, dass die Leute sehen, dass das darüber hinaus verschiedene andere monetäre Vorteile gibt?

00:25:56: Ein gutes Beispiel ist als sich mit einem Projektentwickler einen größeren beruhlmobilen Entwickler.

00:26:02: Als ich noch bei ALZEMI diskutiert hatte ja, dass sie Zusatzkosten bei mehreren zehntausend Euro sind für eine CO²-optimierte Betonvariante da war man erstmal so kritisch, weil man gesagt hatte es ist schon viel Geld und momentan der Baumarkt ist auch ein bisschen unter Druck.

00:26:17: Das heißt, ist man bereit das auszugeben?

00:26:19: Und dann habe ich mit denen gemeinsam – und das war dann auch mit den Kommunikationsleuten dieses Projektentwicklers – habe ich entworfen wir liefern euch nicht nur das Material und wir bauen es nicht nur gemeinsam ein und machen es erfolgreich sondern wir liefert euch eine Art Co-Marketing-Strategie mit.

00:26:35: Wir sprechen gegenseitig miteinander auf Panels in Zeitungen, Interviews und über dieses Thema und liefern den gewissen Mehrwert mit.

00:26:44: Und am Ende nach so einem halben Jahr als das Projekt stand, hatten wir eine kleine Auswertung gemacht und dann geguckt okay was hatte das gebracht?

00:26:50: Dann hat er es in ein Artikel im Handelsblatt gebracht, dann hat er noch weitere unzählige Artike überall Linkdenprosen und Ungebracht und das habe ich da einfach monetär versucht abzudecken die Sichtbarkeit, die ihr durch einen Handelsblattartikel jetzt bekommen habt oder durch andere anderes Medium.

00:27:06: Das ist so und so viel Wert in der Regel!

00:27:08: Und das habt ihr wenn ihr das gegenrechnet mit dem was ihr bezahlt habt nur für das Material selbst... Ist das eigentlich eine Win-Win Situation gewesen?

00:27:16: Und das war tatsächlich etwas was wir dann auch gegenüber den Geschäftsführer sogar noch mal gepitscht hatten.

00:27:20: Der fand es großartig und hat gesagt ok dann machen wir mal weitere Projekte weil diese Rechnung zählt für mich.

00:27:26: Das heißt als Tipp kann ich geben Etwas ist, wo ihr die nackten Zahlen gar nicht direkt jetzt wegdiskutieren könnt.

00:27:34: Dann sucht euch andere Mehrwerte, die irgendwie messbar sind, die man auch klar aufzeigen kann und als Gegengewicht dann auch darstellen kann.

00:27:41: Das heißt zweite Strategie, den Mehrwert abseits der Kosten formulieren.

00:27:44: Aber eben da halt sehr konkret auf das Projekt bezogen und wirklich mit der Hand zu greifen weil nicht irgendwie Wolkik ja keine Ahnung du hast einen HR Benefit oder du kriegst mehr junge Talente rein Da gibt es McKinsey Studien aus keine Ahnung, zwanzig, achtzehn noch oder sowas Und dann ist ja alles sehr wolkig und weit weg sondern du guckst wirklich ganz konkret.

00:28:04: Was könnte das für euch bedeuten?

00:28:07: Oder was hat das bei unserem Kunden bedeutet Mit ganz konkreten Beispielen, wie dem Handelsblattartikel das übersetzt.

00:28:13: Das heißt sehr nah den Mehrwert wirklich ausformulieren und nicht mit so ein paar Softfaktoren die zwar gut klingen... ...die aber vielleicht auch zustande kommen weil halt jemand die Statistik gemacht hat der das Thema feiert.

00:28:25: Welche Trittingsstrategie geht es noch?

00:28:27: Du hast ja gesagt also du fängst mir im skeptischen Gegenüber an und irgendwann ist das vielleicht sogar ein begeisterter Green Champion!

00:28:31: Also wie kriegt man diese Person dahin?

00:28:34: Genau ich glaube Die dritte Strategie ist immer so ein bisschen das, was dann an die nachfolgenden, wenn man den Kritiker schon so ein bissel zum Überzeugungstheater gemacht hat.

00:28:43: Dann geht es für mich immer darum bei ECOLOCT wie auch bei ALSME damals zu gucken, wie kann ich das in eine langfristige Partnerschaft überführen?

00:28:50: Weil natürlich einen Bauprojekt zu machen mit nachhaltigen Beton ist nett aber will das ja strategisch verankert und hier komme ich noch mal stärker... doch mit dem Fokus auf Nachhaltigkeit und dem Bigger Picture, wenn man das so sagen kann.

00:29:02: Das heißt ich kehre gerne sehr klar darüber auf dass diese Lösung innerhalb des Gebäudesektors einen immensen Mehrwert auch bietet bei der Reduktion der grauen Emissionen und dass das etwas ist womit man sich – und das ist auch ein Mehrwert muss man sagen im Wettbewerb einfach positionieren kann.

00:29:17: Und zur Realität gehört es dazu, dass Immobilienentwickler momentan auch keinen einfachen Stand haben beispielsweise wenn man in A-Stätten wie Berlin jetzt baut Dadurch aus einem gewissen Gegenwind erfährt.

00:29:29: auch durch die Bevölkerung bekommt man ja alles mit Hochhäuser, Hochhausprojekte in Berlin stagnieren weil sich die Bezirke dagegen stellen bei der Nachbarschaft auf die Barrikaden geht.

00:29:39: Und da versuche ich dann klar zu machen dass das Thema Nachhaltigkeit hier immer noch eine sehr gute Gutes Brückenthema ist zur Bevölkerung und aufzuzeigen, hey da tut sich was.

00:29:48: Wir sind nicht die bösen-bösen Immobilienentwickler, die irgendwie nur auf Rendite getrieben sind sondern wir wollen hier auch Stadtteile mit entwickeln.

00:29:54: Wir wollen ja auch Nachbarschaften gestalten und Orte des Zusammenkommens schaffen.

00:29:59: Und ein gutes Beispiel war zum Beispiel mit einem anderen Projektentwicklern wo wir ihn dann überlegt haben wie können wir dieses Ziel erreichen dass wir dieses ökologische Thema Dimension des sozialen verbinden und haben dann ein riesiges Bauzaun plakat gemacht damals bei als semi acht mal acht meter das dann wirklich für mehrere monate an diesem gebäude hing was durchaus auch sehr sehr sichtbar war weil wirklich da autos ständig dran vorbeigefahren sind.

00:30:23: Und ganz viele leute haben wir auch mein foto geschickt und meinte hey, dass ist das logo eurer firma drauf unterstatt einfach drauf mit KI-optimierter CO² reduzierter Beton als Mehrwert für die Nachbarschaft, Nachhaltigkeit im Beton verankert.

00:30:37: Irgendwie so ein gewisser Spruch der so ein bisschen keck war und ich glaube das ist auch etwas womit man das dann wieder Stichwort Comarkt den ganz gut verpacken kann und irgendwie zeigen kann.

00:30:46: hey wir tun hier was Cooles und wir tun ihr was wo wir auch auf die Langfristwirkung der Gestaltung der Nachbarsschaft auch hinwirken.

00:30:53: Ein kurzer Einschub da, weil du hast es jetzt auch schon dreimal gesagt.

00:30:56: Ich glaube ihr hattest noch gar nicht erklärt Alzimi auch mein Pitch für euch damals sozusagen.

00:31:00: Ihr habt ein richtig cooles KI Software sozusagen an den Start gebracht die bestehenden Zementhersteller und Zement- oder Betonwerken geholfen hat in ihrer bestehende Infrastruktur einfach den notwendigen Klingeanteil intelligenter zu steuern und zu mischen und dadurch wirklich signifikant Reduktionen zu schaffen.

00:31:16: Ich weiß das so genau weil das immer eins meiner Lieblingsbeispiele in meinen Keynoten ist.

00:31:20: ich glaub ihr schafft dann wirklich irgendeinem Werk Fünfzehntausend Tonnen CO-Zwei zu speichern, wenn das einmal installiert wurde.

00:31:26: Habe ich mir das richtig gemerkt?

00:31:27: oder waren sogar hundertfünfzigtausend?

00:31:28: Ne genau fünfzehnten Tonnen aber jetzt in dem Zement weg.

00:31:30: also der Hebel ist riesengroß und er wird noch größer werden weswegen ich auch diese Firma auch wenn ich sie verlassen habe wirklich großartig finde weil man daran sieht wie viel Innovationspotenzial wirklich in dieser nischigen Startupbranche im Beton auch ist und dass da sich wirklich Leute hingesetzt haben gesagt haben Ich optimiere das Ganze mit KI und Maschinenlearning oder andere gesagt haben Tour, Biokohle rein oder andere.

00:31:53: dann wiederum das Thema.

00:31:55: gesagt haben sie bescheiden den Beton mit Ultraschall und stimulieren damit die Eigenschaften des Betons.

00:32:00: Also es gibt super super viel was in dieser Branche gerade Romort und wo sich wirklich wirklich viel tut und das sind eigentlich Panopa.

00:32:08: ganz kleine Beispiele aber die zeigen dass da auf jeden Fall sehr sehr viel Musik nicht abspielt.

00:32:13: Und das coole finde ich auch da weil auch übertragbar auf ganz viele andere Industrien.

00:32:17: also wirklich eins der Mit der Hand zugreifenden Beispiele, wo KI jetzt schon dafür sorgt dass wir wirklich unsere Nachhaltigkeit hier näher kommen und das in einer bestehende Industrie mit der bestehenden Infrastruktur an den bestehendem Anlagen.

00:32:29: Das ist ja sonst immer eins der Gegenargumente.

00:32:31: Wir müssen unseren auf Kohle ausgelegten Hochofen rauswerfen.

00:32:34: Keine Ahnung bei Tüssen-Krupp und wir brauchen einen neuen DRI also Direct Reduced Iron Hochofener.

00:32:39: Der muss mit Strom betrieben werden oder mit Wasserstoff.

00:32:41: Das heißt riesige Milliarden hohe Investitionen.

00:32:44: Bei euch war es wirklich nur bestehende Infrastruktur, intelligenter gesteuert und bis zu neunzig Prozent CO-Zwei sparen.

00:32:51: Also richtig, richtig cool!

00:32:52: Nee da findet sich auch der Mittelstand glaube ich wieder bei viele Unternehmen die in dem Bereich sind und die Grad Transformationsprozesse durchlaufen.

00:33:00: Die haben natürlich die Befürchtung vor ganz, ganz hohen Investitionen in irgendwelche neuen Systeme usw.. Und die muss man teilweise auftätigen.

00:33:07: Aber es gibt auch viele jungen Unternehmen, smarte Ideen wo man wirklich mit dem bestehenden Setup arbeiten kann und damit schon mal signifikant CO² reduzieren kann und auch Effizienzen heben kann.

00:33:16: also ich glaube das eine schließt das andere nicht aus aber es gibt schon wirklich viel was da auch den Unternehmen heute schon in einer sehr sehr kurzen Zeit auch helfen kann.

00:33:25: Ich habe ja versprochen dass du auch ein paar fälschst Teilen wirst also Themen, wo du gesagt hast, mega gute Strategie damit lege ich mal los und dir dann vielleicht eine blutige Nase geholt hast.

00:33:34: Was gibt es in der Schublade zu finden?

00:33:36: Da gibt's viele... Also nein!

00:33:39: Ich glaube die Learnings, die ich vorpräsentiert habe basierten ja auch darauf dass ich Fails hatte, die mir immer wieder begegnet sind.

00:33:47: Und ich erinnere mich daran das ich einmal, das war noch zu den Anfangszeiten von Alzumi sehr nervös war und Vertrag halten sollte über Beton Und habe ich so damals noch kein klares Narrativ gehabt und hatte auch die Zielgruppe nicht ganz definiert.

00:34:00: Das waren wirklich Beton-Fachexperten, also richtige Betonköpfe jetzt positiv gesprochen.

00:34:06: Dann hab' ich dann mit denen über Blumig im Vortrag über Nachhaltigkeit und hier das können wir erreichen Klimakrise diese ganzen Begriffe, die vielleicht in einer gewissen Bubble interessant sind aber jetzt vielleicht nicht für den konservativen Betone Und hab da natürlich dann in Backlash bekommen, dass da super viele Leute mich während des Vortrags und danach des Vortsrags angesprochen haben.

00:34:25: Und meinten da so ja das was sie gesagt haben ist technisch nicht korrekt.

00:34:29: Das kann man so sagen.

00:34:32: aber wir haben das und das Problem.

00:34:33: also ich habe einfach komplett diese Zielgruppe verfehlt und auch Versprechungen oder auch Themen gesetzt die in dem Fall nicht falsch waren aber zumindest es nicht der Realität in der Praxis ... hundertprozentig entsprochen haben.

00:34:47: Und ich glaube, das war etwas was... ...wo ich dann immer lernen musste eben zu gucken... ...wie fahrte ich mich in dieser Art und Branche?

00:34:53: Welche Begriffe nutze ich?

00:34:54: Also das war eigentlich das Learning-Was auch am Ende... ...daraus führte dass ich glaube die Sprache dieser... ...verschiedenen Stakeholder entlang der Wertschungskette wirklich verinnerlicht habe... ...und gesagt hab' ich muss mich immer hinsetzen und mich gut vorbereiten... ...bevor ich dann irgendwie rausgehe und die Themen einfach nur

00:35:07: platziere.".

00:35:08: Jetzt kommen wir zu ein bisschen zu den Themen, die ich richtig cool finde und dich ja an dir so feiern.

00:35:12: Warum ich dir schon seit Jahren super gerne folge?

00:35:14: Und das ist du positionierst dich auf LinkedIn unglaublich klar zu Themen wie diversity.

00:35:19: auch Ich habe es gesehen zum Beispiel ganz konkret zur parteipolitik und ich muss sagen ich zum beispiel jetzt aktuell moderiere ich super oft Events für start-up germany also alles was in deutschland mit dem startup ökosystem zu tun hat und direkt vom bmwe gefördert wird.

00:35:33: Das heißt ich bin offiziell auf einer bmw e Bühne Der Viva Tech in Paris auf der Slash in Helsinki.

00:35:40: Und dann denke ich mir jetzt, okay.

00:35:41: Ich werde bezahlt vom BMWE sozusagen als Moderator.

00:35:44: Jetzt will ich auf linke Ding natürlich nicht direkt frau- reiche angehen oder den Kanzler weil ich eine andere Meinung habe zur Energiepolitik.

00:35:51: das geht natürlich irgendwie.

00:35:52: also es wird schwierig nicht merken dass sich mich da selber dann schon zurück halte das aber generell über die Jahre immer als Strategie hatte diese Themen auf der Werte Ebene zu kommunizieren nicht auf der parteipolitischen Ebene weil ich ja gerade auch Menschen die eine andere Perspektive andere Argumente Überzeugung haben abholen will und anschlussfähig sein will, und nicht nur in meiner Bubble kommunizieren will.

00:36:11: Du machst aber klare Kante!

00:36:14: Also du adressierst wirklich ganz konkret Parteipolitik.

00:36:17: Du äußerst dich zum Kanzler, du äußert sich zur Wahl im Baden-Württemberg.

00:36:22: Müßtest du damit nicht eigentlich auch gerade noch mehr Skepsis bei deinem Gegenüber erzeugen die aus einer ultrakonservativen Branche sind?

00:36:29: Wo zumindest die Hälfte wenn ich mehr eben parteipolitisch auch dann quasi eher im konservatiefen Spektrum ist auf jeden

00:36:35: Fall ja.

00:36:35: also ich glaube die Positionierung und auf parteipolitische Positionen und Haltung zeigen, das ist eine Entscheidung, die jeder sich selber ausmachen muss.

00:36:44: Und es gibt kein richtig und kein falsch!

00:36:45: Das heißt am Anfang für alle Zuhörerinnen und Zuhörer, die jetzt stärker auch in Liegtin kommunizieren wollen und irgendwie das Gefühl haben, in welche Richtung soll das gehen?

00:36:53: Einfach erstmal anfangen mit dem was wo man sich wohl fühlt und dann entwickelt sich das schon weiter.

00:36:58: Und hier ist es so gewesen dass ich Klar, bei mir sich in die Richtung entwickelt hatte das ich gesagt habe.

00:37:03: Ich bin ein politisch denkender Mensch, seit ich sechzehn bin parteipolitisch in verschiedenen Parteien unterwegs gewesen, hatte auch immer eine, würde ich sagen, in vielen Themenbereichen eine klare Meinung und diskutiere auch super gerne mit Freunden darüber.

00:37:15: Ich glaube es ist auch so ein bisschen eine Thematik, die daher kommt dass ich Politikwissenschaft studiert hab und man immer gerne einfach diskutiert und seine Themen austauscht.

00:37:23: Und da habe ich einfach gemerkt, dass ich heute bei LinkedIn einfach nicht anders kann als das Gefühl habe wenn mich etwas stört.

00:37:30: Da sind es meistens auch etwas emotionalere Posts.

00:37:32: Ich versuche aber dabei nicht in dem Sinne angreifen oder auf die Person angreifend zu sein, sondern auf die Sache bezogen zu sein und da ist es so dass ich dann die Thematik einfach vertrete.

00:37:42: ja ich muss das jetzt sagen weil ich will Teil von einem Diskurs sein und ich will nicht dass da eine schweigende Mehrheit ist die jetzt irgendwie das gleiche denkt aber sich nicht drauf was zu sagen.

00:37:52: wie gesagt hier muss jeder seinen eigenen Ansatz finden dann bei denen beim gegenüber ankommt.

00:38:00: Da werde ich auch immer wieder mal angesprochen von Leuten aus der Betonindustrie, die dann den Post gesehen haben und da ist tatsächlich es gar nicht so negativ weil man immer in so einem Diskussionsraum ist wo man sagt agree to disagree Ich teile Deine Meinung nicht und ich muss ja nicht deine Meinungen teilen.

00:38:16: Du lebst in einem ganz anderen Umfeld, du bist ganz anders sozialisiert.

00:38:20: Ich habe meine Themen aber es ist doch cool zu wissen dass da irgendwie so eine Art demokratischer Diskurs stattfindet wo man wirklich miteinander spricht und sagt okay wow dann du glaubst da nicht an die Ziele im nachhaltigen Bauen?

00:38:32: Feind für dich!

00:38:33: Du glaubst nicht an meine Themen?

00:38:35: Feind für mich.

00:38:36: Und ich glaube, das ist etwas wo ich auch darauf hinwirken will dass einfach Leute immer sich so ein bisschen gerne mehr positionieren und da auch eine gewisse erlebe ich zumindestens auch die das gegenüber ne gewisse Sympathie dann auch am Ende hat.

00:38:49: Ein Geschäftsführer einer Betonfirma meinte genau das.

00:38:51: der meinte ja ich fand es als ich den linken Post gesehen habe fand ich das ein bisschen kritisch.

00:38:55: aber nach dem Gespräch mit ihnen nach dreißig Minuten finde ich das irgendwie sympathisch dass man da einfach ganz klar ausgetauscht hat.

00:39:02: Ich finde das so wichtig, hier zu besprechen.

00:39:04: Das geht jetzt über die reine Rolle als Sustainability Managerien hinaus vielleicht auch gar nicht aus verschiedenen Punkten.

00:39:10: Das eine ist dass in Social Media der Diskurs ja unglaublich verzerrt ist weil ich sage mal immer nur die ganz linken und ganz rechten extrem sieben Prozent bestimmen den Diskursen.

00:39:19: dadurch hat man das Gefühl Die Welt will gerade entweder morgen Tempo limit hundert oder Morgen komplett wieder auf Fleisch und Kohle setzen Und in der Mitte gibt es nichts.

00:39:29: De facto ist er aber eine riesige, breite Mehrheit über alle Parteien hinweg für funktionierende Nachhaltigkeitsziele verbunden mit funktionierender Wirtschaft.

00:39:38: Und es braucht Kristallisationspunkte im Netz klar positioniert wo diese Menschen wieder andocken können und den Mut bekommen sich selber dazu äußern oder drüber zu reden.

00:39:47: gleichzeitig haben ja auch ganz viele Angst diese Themen ansprechen, weil es unglaublich polarisiert ist.

00:39:51: Diese tiefe Krabben und man das aus dem Netz immer nur mit ganz vielen hasstverbundenen Kommentaren verbindet.

00:39:57: Und ich glaube wenn man sich einerseits klar positioniert also dem gegenüber sagt schon die Unsicherheit nimmt dass er gar nicht weiß wie du vor Ort bist aber auch vormacht wie man sich klar positionieren kann und trotzdem die Hand austreckt.

00:40:07: Ich glaub da nimmt man aus diesem Thema unglaublich viel Luft raus und macht es möglich drüber zu reden.

00:40:12: Ich glaube in ganz vielen Räumen wo alle gerade wahrscheinlich unsicher sind Kann ich mich hier überhaupt begeistert von Nachhaltigkeit zeigen, weil ich hab jetzt irgendwie das Thema nicht mehr Unwog und ich habe eine Geschäfte, die gar keinen Bock drauf hat oder so.

00:40:23: Ich glaube dass entspannt viele Situationen und man trägt wirklich etwas dazu bei, dass wir auf einer Metaebene gesprochen, nicht nur in Unternehmen auch in der Gesellschaft wieder lernen miteinander unsere Themen zu verhandeln und zu diskutieren anstatt schmollend in unseren jeweiligen Ecken zu setzen?

00:40:38: Ja ja exakt!

00:40:39: Also das finde ich ein unglaublich werten Beitrag.

00:40:41: Und LinkedIn ist ja auch, und das sage ich viel, es ist ein Berufsnetzwerk.

00:40:44: Das stimmt natürlich auch oder Karriere-Netzwerk aber es ist trotzdem einen öffentlicher Raum in dem man in den Diskurs miteinander steigt.

00:40:51: und deswegen, ich persönlich sage für mich ist auch eine Meinung zur Energiewende oder Werbewende zum nachhaltigen Bauen, ist das eine Meinung die immer politisch ist aber auch fachlich.

00:41:03: Politik ist letztendlich ganz vieles also wenn ich darüber diskutiere wie ich am Ende die Städte umgestalten möchte ob sie grüner sind oder autofreie Stadt und so weiter sind das direkt auch immer politische Ansatzpunkt.

00:41:14: und dementsprechend wenn ich diese Themen reinbringe merke ich einerseits gibt es schon gegenwind manchmal wir schreiben die meisten In einem sehr sachlichen Ton, das sie in einer anderen Meinung sind und dann kommt man wirklich auch eine gute Diskussion.

00:41:26: wo ich dann manchmal auch sehr viel dazu lerne und sage Moment mal so habe ich das noch gar nicht betrachtet diese Dynamik warum etwas nicht klappt.

00:41:33: Das hatte ich so noch gar nicht verstanden und dann bin ich dann auch immer natürlich bereit, meine Meinung nochmal anzupassen oder zu ändern für mich.

00:41:39: D.h.,

00:41:40: ich profitiere viel davon von diesem Diskurs.

00:41:43: Gleichzeitig melden sich ganz viele, wenn ich mal einen Post zum Erhaltung zu einem bestimmten Thema mache, melde sich Leute die sagen, danke Hunk!

00:41:51: Dass du das mal angesprochen hast weil... Ich würde das gerne aufmachen aber trau mich halt nicht so.

00:41:55: Aber das hat mich ein bisschen motiviert vielleicht jetzt auch mehr reinzugeben.

00:41:58: also deswegen es geht in beide Richtungen und das freut mich dann auch.

00:42:02: Und ich merke eben auch wieder, selbst wenn Leute emotional loslegen und ich meine also ganz platt gesprochen.

00:42:07: Du postest wirklich was zum Thema Vegan auf LinkedIn dann hast du immer jetzt zugespitzt männlich weiß fünfzig mit einem Professor Doktor vorne dran weg und dann kommt irgendwie gleich so ein Hasskommentar der einen persönlich diskreditiert.

00:42:20: Wenn man das einfach ignoriert und auf einer fachlichen Ebene bleibt und eine Frage stellt oder sowas Dann kann man mit diesen Menschen tatsächlich plötzlich den Threat und den Austausch drehen.

00:42:31: Wir fühlen sie sich ernst genommen, dann rüsten Sie selber verbal ab.

00:42:34: Also es geht tatsächlich mal Ja aber man braucht halt auch die Selbstdisziplin sich nicht angegriffen zu fühlen sich das nicht persönlich zu nehmen sondern eher als ein Internet Phänomen Als einen auf die Person Auf die eigene Person bezogenes Vorgehen zu sehen.

00:42:48: Und ich glaube dass ist auch wichtig in dem Unternehmen.

00:42:50: also Ich meine die Diskussion führen wir genauso in Kantinen Die führen wir in Teams oder die führen die Kollegen In der Küche wenn wir nicht dastehen als nachhaltigkeitsverantwortlich.

00:42:58: Da kommt schon wieder der Alex Beschissenden Klimazielen.

00:43:01: Der kostet uns die ganzen Arbeitsplätze, ne?

00:43:04: Also bei uns in der Firma ist das glücklicherweise nicht so weil alle dann doch kleinere Firmen.

00:43:08: aber ja verstehe ich total und ich sage das auch immer gegenüber den Mitarbeitenden im Team oder auch den Kolleginnen und Kollegen.

00:43:15: wir diskutieren da ja auch politisch und sind uns auch nicht eilig bei ganz vielen Sachen Und ich finde dass davon profitiert man auf weil man lernt es gegenüber damit auch anders kennen.

00:43:22: Man weiß der Kollege is brennt für das und das Thema der Kollege demis Veganismus und Klimakrise ganz wichtig.

00:43:28: Das heißt auch direkt ein Gespür dafür, die Person mit der kann ich mich auch wenn ich mal eine gute Studie brauche oder so direkt an daran wenden.

00:43:36: Das heißt, wenn man Haltung zeigt und eine klare Positionierung der jeweiligen Personen im Team hat weiß man auch wer für was sich privat dooflich beschäftigt.

00:43:45: Spannend ist.

00:43:46: ein Thema, was dir unglaublich wichtig ist auch wegen deiner eigenen persönlichen Geschichte ist das Thema Diversity.

00:43:52: Und dass es ja von allen Themen gibt wahrscheinlich gerade das größte Reizthema wo einem Leute entweder dann eben freudig entgegenspringen oder wo Leute sofort eine Hasskappe aufhaben also ich glaube so Green Vogue diese ganzen quasi Themen links grün versifft sowas also quasi das was es da am verbalen Aufrüsten gibt an Gegenkampagne bezieht sich meistens auch auf Diversity-Themen.

00:44:13: warum ist persönlich das Thema so wichtig?

00:44:15: Ja, mir ist es wichtig.

00:44:16: Weil ich einfach als Person das Thema verinnerlicht habe aufgrund meiner Herkunft her und die muss ich ja nicht verleugnen.

00:44:23: also meine Eltern sind aus Vietnam gegangen weil dort wirtschaftlichen Bedingungen einfach extrem schlecht waren.

00:44:30: Sie sind in den Westen gegangen, um sich ein Leben aufzubauen und auch mal die Familie in Vietnam zu finanzieren.

00:44:35: Das heißt ganz viel was jetzt in Vietnam aufgebaut wurde mit dass meine Cousinen und Cousins zur Schule gegangen sind das meine Großeltern nicht mehr in einer kleinen Hütte wohnen sondern im großen Haus.

00:44:44: Das passierte durch meine Eltern aber auch generell durch ganz viele Viennamesinnen die Jaspora in die Welt rausgegangen sind dort Geld verdient haben das Geld zurückzubringen Und diesen Aspekt auf dem Bild auch stolz drauf.

00:44:55: und deswegen ist es meine Herkunft.

00:44:56: Deswegen sage ich auch vieles.

00:44:58: Das prägt mich als Person und ich hatte dadurch in Deutschland viele Nachteile, rassistische Erfahrungen, Themen bezüglich, dass man sich nicht zugehörig gefühlt hat Möchte ich als Person, wo ich jetzt sage.

00:45:14: Ich bin jetzt zweiunddreißig und ich bin irgendwie gefestigt mit einer Persönlichkeit.

00:45:17: die will ich auch nach außen tragen mit persönlichen Geschichten manchmal.

00:45:20: Ich habe einmal einen Post gemacht.

00:45:22: darum ging es darum dass ich mich manchmal ärge das man meinen Namen falsch ausspricht aber nur wenn es dann immer und immer wieder passiert ist geht gar nicht darum dass es nicht passieren darf weil natürlich wir leben in deutschland und hunk an new yen das ist kein einfacher bio-deutscher Name.

00:45:36: Es ist auch vollkommen okay, es falsch auszusprechen aber dann einfach dass man da eine Offenheit und die Sensibilisierung des Gegenübers schafft.

00:45:44: ja wenn das halt jedes mal passiert oder man irgendwie in der Schule immer darüber sich lustig gemacht wurde wie der Name buchstabiert war.

00:45:50: Wenn die Klassenlehrerin die Namensliste vorgelesen hat und jedes Mal stockte es, wenn es zum Namen Huang kam, dann ist das etwas was ein Ausmacht mich als Persona ausgemacht und das wollte ich dann einfach im persönlichen Prost auch vermitteln und hab dann gleichzeitig aber super viel Gegenwind bekommen, dass Leute sich angegriffen gefühlt haben.

00:46:07: Von denen meistens auch... mittealten, weißen Männern in der Regel.

00:46:12: Ganz viele aber auch Menschen mit Migrationsbiografie dann auf mich zurückgekommen sind und meinten, der Danke dass du es ausgesprochen hast ich fühle es genauso.

00:46:19: oder auch bei LinkedIn.

00:46:21: dann wetnamisische stämmige Personen die gerade mit dem Studium fertig sind auf mich zu gekommen sind und meinen hey das ist irgendwie so eine Art ein Rollmodel für mich.

00:46:28: und das freut mich auch weil genau die Geschichten sind die wir glaube ich in Deutschland viel zu wenig erzählen deutlich vielfältiger sind und jeder diese Erfahrung in gewisser Weise, ob es Migrationsbiografie ist oder andere Aspekte der Vielfalt auch durchgemacht haben.

00:46:43: Und das ist mir wichtig dann auf diese Geschichten zu erzählen.

00:46:46: Bei der Gelegenheit – ich glaube dein Nachnamen habe ich endlich richtig drauf!

00:46:48: Aber jetzt in dieser Folge ist mir manchmal aufgefallen bei dem Huan, du sprichst das G?

00:46:53: Hart mit aus, oder?

00:46:54: Ja doch wie so ein K eher.

00:46:57: Also eigentlich ein K quasi mit deutscher Sprache gedacht.

00:47:00: sozusagen ist ein K am Schluss.

00:47:02: Okay dann habe ich es jetzt nach all diesen Jahren endlich richtig drauf

00:47:06: und jetzt hast du es auch perfekt drauf.

00:47:07: aber ich meine das ist man darf glaube ich ich glaub da gibt's also für mich persönlich kein nicht mit Schaum vorm Mund oder so.

00:47:14: Ich will nicht irgendwie den anderen erziehen, dass er es richtig machen muss und ich will einfach ein Perspektivwechsel schaffen für ganz viele Themen um zu zeigen hey!

00:47:23: So ging es mir damals du kannst es annehmen oder nicht?

00:47:27: Wenn du es nicht annehmst ist das deine Entscheidung.

00:47:29: wenn du es annimmst freut es mich

00:47:30: auch.".

00:47:30: Auch da wieder das finde ich eben eine den Diskurs unglaublich entschärfende Art der Kommunikation die manchen abholt und die auch im Gegenüber wie Du gesagt hast dass anders positioniert ist, das vielleicht emotional ist eine Chance zu gehen gesichtswahnt einen Schritt auf diese Brücke zu wahren.

00:47:46: Ich glaube, da ist ja immer das Wichtige, dass man wirklich dem gegenüber die Chance gibt, gesichtswahnt ein Schritt aus der bisherigen Position rauszumachen und... Da kann man nicht darauf machen warten, was das gegen über das macht!

00:47:57: Das müssen wir selbst machen.

00:47:59: Sei es jemand, der jetzt irgendwie zum Beispiel mit Thema Diversity oder Migrationsgeschichte im Problem hat?

00:48:03: Oder sei es in einer Kantine jemand, den einfach dieselgedriebene V-II Motoren geil findet mit dem wir vielleicht ein Problem haben, mit dem aber auch ins Gespräch kommen müssen.

00:48:12: Weil das uns gegenüber im Vertrieb

00:48:14: ist.".

00:48:15: Genau

00:48:15: und ich sehe das genau wie du weil ich finde man kann nicht von einem anderen erwarten dass er oder sie den immer den gleichen Wissenstand wie man selbst hat.

00:48:24: deswegen wenn man etwas eine Veränderung bezüglich Nachhaltigkeit der Röse die auch schaffen will muss man auch dem Anderen gegenüber die Möglichkeit geben.

00:48:30: hey das ist hier mein Input ließ dir doch vielleicht zu dem Thema Diese und so weiter nochmal die Studie durch oder ich habe hier diese gute Reportage angeschaut.

00:48:38: Oder beim Thema Vielfalt hast du schon mal drüber nachgedacht, dass das vielleicht auch diskriminierend ist?

00:48:43: Dass man dem anderen die Möglichkeit gibt selber die Entscheidung zu treffen.

00:48:46: hey ja zu reflektieren Ich hab da was falsch gemacht oder ich sehe das jetzt doch anders Und nicht immer.

00:48:51: und das ist leider so ein Ding unserer Gesellschaft dieses Ich meine Position Die muss so sein.

00:48:56: Und die andere Position, die ist immer falsch und wenn der andersehlich an mir anpasst dann ist es automatisch falsch.

00:49:01: Und ich glaube diese Art und Weise, die schafft halt wirklich nur so ein Gegengegen gegeneinander was unsere Gesellschaft nicht gut tut.

00:49:07: Ja!

00:49:08: Und da kann man quasi immer sagen klar irgendwie die Fossilobby ist groß aufgestellt mit Marketing-Technik, kacke Herr, vielleicht springer drin, die fahren eine entsprechende Kampagne ja?

00:49:17: Aber man muss so ehrlich sein, wenn man sich sozusagen in Anführungszeichen der Grünen das man jetzt nicht parteipolitisch sind auf Nachhaltigkeit ausgelegte Bubble wiederfindet.

00:49:27: Da gibt es genauso viele Menschen in der CDU und auch selbst in den FDP Menschen die sich für Nachhaltigkeiten einsetzen.

00:49:32: eben Es liegt an einem selbst auch verbal abzurüsten.

00:49:34: Und wir haben es so ehrlich muss man sein in den letzten Jahren uns am gegenüber nicht immer einfach gemacht Sich nicht angegriffen zu fühlen oder nicht von oben herab oder nicht moralisierend angesprochen zu fühl.

00:49:44: Also ich glaube, ganz großen Hebel haben wir da selber noch in der Hand.

00:49:47: Wir kommen gleich nochmal ganz kurz zum Schluss und fünf Minuten gibt's doch mal so ein Update zum Thema Biocharnegative Emission.

00:49:53: Ich will trotzdem noch einen Ding reinbringen weil ich das unglaublich schön finde.

00:49:56: eben gerade auch einem Beispiel deiner Person.

00:49:59: etwas über dass wir viel zu wenig sprechen ist Representation.

00:50:02: also wir reden immer über Diversity aber in Deutschland heißt es meine Erfahrung als Moderator im Prinzip dass man darauf achtet dass in einem techniklastigen Männer besetzten Panel mindestens eine Frau sich wiederfindet und die wird dann da reingesetzt werden sie vielleicht thematisch eigentlich für ein anderes Thema steht erst gerade demnächst wieder auf einer Konferenz erleben.

00:50:18: Eine super intelligente fachlich mega versierte Frau, die aber in diesem Penne nicht ganz thematische passen war aber rein geholt wurde damit er auch eine frau sitzt.

00:50:26: so Und das ist ja nur eine ich sag mal die wirklich holschnittartigste Version von diversity.

00:50:32: Ich habe in all diesen fünfzehn Jahren meiner moderationsgeschichte Ich glaube ein einziges Mars saß ich auf der bühne mit einem menschen einer frau logischerweise mit Kopftuch.

00:50:40: Es gibt super viele intelligente muslimische Programmierer da draußen.

00:50:45: Sie werden nie auf die Bühne geschickt.

00:50:47: und was ich bei dir so schön fand, dass du für dich deine Motivation, deine Karriere anzugehen wirklich Gas zu geben auch damit zu tun hatte Dass du wirklich ein Menschen gesehen hast in der unglaublich wichtigen Person oder gedacht hast oh das könnte auch ich mal sein.

00:51:01: Ja genau exakt also diese Repräsentation ist Da sind wir wieder beim Perspektivwechsel, jemanden der in Deutschland aufgewachsen ist.

00:51:08: Der sich ständig repräsentiert gefühlt hat weil er wenn er den Fernseher angemacht hat immer Leute gesehen hat die wie er aussehen die weiß sind die blondes Haar haben und so weiter und sofort.

00:51:17: Der hat natürlich dieses Problem nicht und sieht das Problem nicht.

00:51:20: Bei mir war es als Kind und als Jugendlicher so, dass es keine vietnamesische oder überhaupt asiatisch stammige Repräsentationen gab.

00:51:26: Das heißt ich habe den Fernseher angemacht und da waren immer Leute die erfolgreich waren und ich wollte irgendwie auch erfolgreich sein, konntest du nicht definieren was das bedeutet?

00:51:35: Hab dann aber immer gedacht, das ist nichts für mich weil ich komme aus einer anderen Familie und ich komm aus einem anderen Ursprung und irgendwie hab ich auch im Umfeld niemanden der's wirklich geschafft hat.

00:51:44: Ja, so ein Gefühl von okay.

00:51:48: Woran soll ich mich orientieren?

00:51:49: Was ist mein Nordstern der mich auch beruflich dann irgendwie weiter treibt?

00:51:53: und Dann habe dich.

00:51:54: irgendwann gab es einen Moment wo ich den Fernseher oder die Tagesschau glaube ich angemacht hab Und dann war da irgendwie Philipp Röster Die Wahl zum parteivvorsitzenden in der FDP und dann wurde gesagt er erste asiatischstämmige Oder vietnamesisch stämmige Parteivorsitzende überall.

00:52:06: und dann habe Ich so in seinem Gesicht geguckt und habe dann gesehen eben Der sieht ja auch aus wie ich der hat zwar nicht nen vietnamesisch klingende Namen aber als vietname.

00:52:15: Und das war dann so ein wichtig motivierendes Thema, weil ich dann das geführte.

00:52:18: Okay wow da ist jemand der hat es wirklich geschafft und die Politik hat mich damals interessiert und gedacht okay zwar ist er Liberaler und ich teile bestimmte Positionen nicht aber Props an ihn dass er's irgendwie gepackt hat und sich wirklich durch dieses Highfischbecken der Politik manövriert hat.

00:52:34: Das war für mich wirklich lange Zeit so eine Motivation immer wieder auch seiner Karriere zu folgen und immer drüber nachzudenken.

00:52:40: ok obwohl ich ihn nie getroffen habe was würde Philipp Rüßler in der Situation schon, was hat er gemacht?

00:52:46: Damit er in diese Position kommt.

00:52:48: Das heißt falls er zuhört... Ich weiß es nicht!

00:52:51: Vielen Dank dass du das gemacht hast.

00:52:54: Mega-Mila-Kurilla Geschichte.

00:52:56: Bei der Gelegenheit muss ich noch ein Ding mit reinbringen weil ich kann mir vorstellen dass das sich auch viele wahrscheinlich wiederfinden.

00:53:02: Gerade frische Einsteiger im Thema Nachhaltigkeitsmanagement, Quereinsteiger zum Beispiel frisch im Job motiviert fröhlich drauf du bist ein Mensch.

00:53:10: deswegen feiere ich ja auch dein Content.

00:53:11: klar positioniert aber immer positiv immer mit einem Lächeln in Gesicht also immer quasi eine positive Dynamik Entschwung auf dem man Bock hat und hast in einer anderen Stelle geschrieben, dass dir das oft manchmal auf die Füße fällt weil Du quasi lächeln und freundlich bist und die Menschen dir da eben nicht die Technikkompetenz zu sprechen.

00:53:26: Das

00:53:27: ist etwas.

00:53:28: Nachdem ich das gepostet hatte, ich glaube da hatten sich, ich glaub, zehn, fünfzehn weibliche Personen mit Migrationshintergrund gemeldet.

00:53:36: Die meinten ey mir geht es genauso hunk!

00:53:38: Ich glaube bei einer jungen Frau mit Migrationshintergrund vielleicht mit Kopftuch ist das noch eklatante.

00:53:44: also da ist eine Dimension dabei dass man der Person direkt in eine gewisse Kompetenz abbricht aufgrund des Alters, aufgrund der Herkunft und auf Grund des Geschlechts oder so verschiedene Diskriminierungsmerkmale aneinandergeheftet.

00:53:56: Und bei mir war es aber so, dass ich und das ist glaube ich ein Thema was viele Menschen auch aus asiatischstämmigen Ländern betrifft, dass da ja immer gesagt wird ach die sind alle so freundlich und die lächeln viel.

00:54:07: Ich bin auch eine Person würde ich sagen, die gerne lacht weil ich eher ein optimistischer Mensch bin sonst wäre wahrscheinlich der Einsatz im Baubereich auch ein bisschen zäh manchmal.

00:54:17: Aber ich denke mal so ja ist irgendwie die kleinen Schritte und das positive muss man immer mit begleiten.

00:54:22: Das Gefühl hatte manchmal bei einer Ausschusssitzung von einem konservativen Verband und da sitzen dann ältere Herrschaften, dass man immer so ein bisschen wahrgenommen wurde als der Universitätsabsolvent.

00:54:36: Der ist erst paar Jahre in der Branche und das ich mich mal extra beweisen musste.

00:54:40: Dass ich extra das Gefühl hatte, okay ich muss jetzt in diesen Beiträgen besonders dezidiert fachlich tief in den Beton reingehen... die Themen behandeln.

00:54:49: Wo anderen, glaube ich wenn sie da so ein fünftigjähriger weißer Mann sitzt, glaube einfach gesetzt ist das ist eine Experte der muss man das nicht erklären und manchmal hatte ich auch und es waren auch bestimmte Situationen dass dann auch immer wieder aktiv hinterfragt wurde bei der Pendel zusammensetzung.

00:55:05: Ich zähl mal sagen konnte ey Ich habe hier eine Expertise, ich arbeite hier mit Bauprojekten zusammen.

00:55:10: Ich hab hier einen Betonprüfer gemacht weiß wie man Beton zertifiziert und trotzdem wurde immer wieder gefragt ja bist du die richtige Besetzung?

00:55:17: Und das sind so Sachen die dann manchmal frustrieren.

00:55:20: aber auch hier ich versuche den gegenüber klarzumachen ey!

00:55:24: Das ist meine Expertise.

00:55:25: Nimm sie jetzt oder nimm sie nicht Aber versucht dann auch immer gleich zu sagen wie es mir damit geht um einfach dem Gegenüber aufzuzeigen.

00:55:32: hey vielleicht was du gesagt hast dass, wie du es aufgebaut hast ist jetzt vielleicht so ein bisschen in Anverschritten verletzend gewesen.

00:55:40: Ich glaube auch wahrscheinlich würden sich viele angesprochen werden, wenn du das hier an dem Podcast erzählst und daher auch wieder einen super mutmachendes Beispiel weil das was ich schön fand in diesem Beitrag den du gebrauchst hast, du hast es direkt klar adressiert also in diesem Vorgestrich quasi zu der Panelbesetzung hast du direkt gesagt echt, glaub' ich mich recht ins Sinne wortgemäß sozusagen haben sie da ein Problem damit?

00:55:58: Das sind meine Qualifikationen!

00:56:00: Wenn das für Sie nicht passt können Sie's auch anders besetzen.

00:56:02: Ich glaube,

00:56:03: durch dir ist es klare Offensive aber nicht Aggressive sondern quasi einfach nur de facto formulieren.

00:56:08: Hast du da auch wieder aus dem Thema die Luft genommen?

00:56:11: Ja ich denke mir dann halt auch immer.

00:56:13: das kam auch vielleicht für alle jüngeren Zuhörerinnen und Zuhören dieses Podcasts die jetzt gerade vielleicht so ein bisschen die Transition im Nachhaltigkeitsbereich machen und ihre Karriere gern aufbauen.

00:56:23: Es hilft immer einfach zu sagen dass wenn es so ein Problem auftaucht oder eine persönliche Befindlichkeit ist darf man das nicht zu persönlich nehmen.

00:56:30: Ich denke dann immer, es ist beim Gegenüber irgendwas in seinem oder ihrem Kopf was dazu führt dass er oder sie sowas sagt und deswegen nehme ich das in der Regel vieles auch gar nicht persönlich.

00:56:39: aber ich denke dann auch ich muss es dann adressieren um dem gegenüber die Möglichkeit zu geben darüber normal klarzureffektieren.

00:56:46: Ich glaube das eine feine Unterscheidung werden wir gerade drüber reden.

00:56:48: Es betrifft dich persönlich und deswegen ist es wichtig das du adressierst.

00:56:52: Aber du nimmst es nicht persönlich.

00:56:54: Es würde auch nichts bringen, wenn man es immer persönlich nimmt.

00:56:56: Weil dann ist das zu viel Frust und so viel Pessimismus.

00:57:01: Das möchte ich zumindest für mich individuell jetzt nicht haben im Leben.

00:57:05: Zum Schluss noch kurz, also das ist jetzt implizit immer wieder mit eingeflossen.

00:57:09: Das Thema CO-Neutralität, negative Emissionen, neuartige Baustoffe und neuartig Prozesse werden wir sprechen bis zu einem Hotel in Wien.

00:57:17: ich glaube bei der Biochar Konferenz die größte in Europa hast du noch ein paar Insights.

00:57:21: was tut sich in dem Thema?

00:57:23: Und was sollten es aus den AbilitymanagerInnen auf dem Schirm haben?

00:57:25: Also es tut sich im Thema insbesondere etwas dass die Branche sich immer mehr professionalisiert.

00:57:30: das heißt man sprach man vor paar Jahren auch darüber ja es wäre mal netten Pilotprojekt zu machen oder ein bisschen was anzutesten, was auch viele von euch der Zuhörerinnen und Zuhöre auch kennen dieses Mal so einen Pilot und mal zu gucken vielleicht in einem Gebäude das einmal einzusetzen.

00:57:45: Das ist mittlerweile anders.

00:57:46: Das heißt man überliegt sich die Skalierung an.

00:57:48: Man schaut sich an wie man das Ganze im Biochart-Context industriell produziert und wirklich im großen Maßstab in Europa vertreiben kann.

00:57:56: Das heisst da eine gewisse Professionalisierung ist passiert.

00:57:59: Beachtenswert auch bei diesem Thema, dass man versucht hat auch die gesamte Value Chain mit reinzunehmen.

00:58:04: Das heißt wir hatten hier vor gestern einen Fokustag auf das Thema Bau und da waren wirklich Leute dabei von den genannten Holzstrabag also die großen Baufirmen und Zementhersteller, die sich positioniert haben positiv gegenüber dem Thema aber auch Architekturbüros, Realistet-Developer, Leute aus der Biokohleindustrie, Leute vom Betonindustrie sowieso.

00:58:24: Das heisst hier auch immer zu gucken okay wir müssen an diesen Problemen Beton arbeiten.

00:58:30: Wir haben hier eine Lösung, aber die funktioniert in verschiedenen Teilen noch nicht weil verschiedene Stakeholder noch nicht an Bord sind.

00:58:36: Deswegen müssen wir jetzt langsam mal im Diskurs kommen und in die Kommunikation kommen.

00:58:40: Und das haben die Organisatoren hier wirklich richtig gut gemacht dass man wirklich ins Gespräch gekommen ist und über jedes Problem entlang dieser Wertschutzkette dann gesprochen hat.

00:58:49: Super super spannend!

00:58:49: Ich glaube damit könnten mir eine eigene Folge füllen.

00:58:52: ich hatte vor einem Jahr auch mein Thema mit Sebastian Mahnhardt dem Mitgründer Präsident oder so Vorstandsmitglied vom Verband für negative Emissionen in Deutschland.

00:59:01: Vielleicht wäre es demnächst einmal wieder Zeit für ein Update zu allem, was mit negativen Emissionens Bayochak haben Capture Storage Utilisation zu tun hat.

00:59:10: Wer mal wieder glaube ich eine dezidierte Folge wert?

00:59:12: Erst mal an der Stelle.

00:59:13: vielen, vielen Dank für deine Zeit hier.

00:59:15: Für dich ein Vormittag werden wir hier gerade sprechen wo du eigentlich auch auf der Konferenz sein könntest.

00:59:19: also unglaublich wertvoll dass du dir die zeit genommen hast.

00:59:22: Für mich persönlich wirklich eines der wertvollsten takeaways weil das etwas ist wo ich auch als quasi content creator podcaster mit struggle.

00:59:30: Ich habe immer versucht sozusagen Auf einer werte tieferen werte Ebene diese nachhaltigkeitsthemen zu kommunizieren damit gegenüber was vielleicht auf einer oberflächlichen Ebene erstmal, auf einer ganz anderen Blickwinkel hat.

00:59:43: Was vielleicht auch parteipolitisch ganz anders verordnet ist immer anschlussfähig ist und quasi dann Schritt auf mich zugehen kann.

00:59:49: Und ich habe aber das Gefühl gehabt Ich hab es dadurch zu sehr verwässert.

00:59:53: Also für mich bist du wirklich die Inspiration sich wieder klarer zu positionieren weil das gegenüber dann noch ein christler letzter Sonspunkt hat und sich selbst dazu positionieren kann und dann im Gespräch viel eher schneller in eine gute und konstruktive Richtung geht.

01:00:06: Aber das Entscheidende ist dabei, deswegen war es so schön hier in der Folge zu haben eben wirklich an den kleinen Details den Unterschied zu machen wo man zwar klar ist aber eben immer die Brücke baut demgegenüber die Chance gibt sich wahrgenommen zu fühlen sich abgeholt zu fühle emotional abzuholen zu füllen die Themen zu verstehen sich nicht dumm vorzukommen und dadurch eben gesichtswahnt auf einen zukommen kann.

01:00:30: Das war für mich wirklich das wichtigste Fazit dieser Folge!

01:00:32: Vielen Dank dir, Huank!

01:00:33: Ja

01:00:33: vielen Dank und perfekt zusammengefasst.

01:00:37: Es waren wir eine Freude.

01:00:38: Folg-Huank auf... LinkedIn wirklich unglaublich wertvoller Content, der euch jedes mal motivieren wird.

01:00:43: Der euch auch quasi implizit dann sozusagen eine gute Handreichung gibt wie ihr selber die Themen intern kommunizieren könnt, die euch wichtig sind wo ich vielleicht gerade das Gefühl habe damit allein auf weiter Flur zu sein.

01:00:53: wenn man sich da mit rauswagt merkt man ganz schnell dass man damit de facto nicht alleine auf weiterflur ist.

01:00:58: in eurem Unternehmen in eurer Abteilung werdet ihr vielleicht Menschen dann dadurch treffen die auf euch zukommt, die ihr vorher gar nicht auf dem Schirm hattet wo ihr neue Allianzen schmieden könntet.

01:01:05: Es ist unglaublich wichtig dass wir unsere gerade gefühlt einsame Insel auf der wir uns mit unseren drei liebsten Themen sitzen wieder einen Kontinent machen.

01:01:13: abonniert gewinne Zukunft den Newsletter unter zackes.com slash newsletter und dann bekommt ihr alles mit was sonst noch sich die ganzen wochen über tun.

01:01:23: wie gesagt ich bin gerade auf einigen spannenden events unterwegs wo auch das thema nachhaltigkeit heftig diskutiert wird kontrovers diskutiert werden dass alles im newsletter zack es dort kommt slash newsletter bis zur nächsten folge.

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