Kreislaufwirtschaft am Limit: Ein Wissenschaftler über Mythen, Chancen und die ‘drei Hauptsätze’ des Recyclings.

Shownotes

100% Kreislauf? Vergiss es! Der Wissenschaftler Prof. Thomas Gries räumt im Gespräch mit Moderator Zackes Brustik mit einer der größten Mythen der Kreislaufwirtschaft auf: Den perfekten Closed Loop wird es nie geben – er hat das Maximum des Möglichen sogar genau berechnet. Doch er sagt auch: Auf dem Weg zu dieser Grenze gibt es noch riesiges, ungenutztes Potenzial.

Das sieht auch die EU so. Daher kommt auf Unternehmen in Deutschland einiges an zirkulären Anforderungen zu. Stichwort Circular Economy Act oder die erweiterte Herstellerverpflichtung (EPR). Was müssen zukunftsorientierte Mittelständler für die Umsetzung jetzt wissen?

Als Leiter des Instituts für Textiltechnik (ITA) bringt Prof. Gries besonders umsetzungsnahe Einblicke aus der Forschung mit - unter anderem aus der ersten Modellfabrik für mechanisches Textilrecycling weltweit. Am Beispiel der Textilindustrie spricht er mit Zackes grundlegende Themen zirkulärer Geschäftsmodelle durch. Und er erklärt, was hinter den 'drei Hauptsätzen' der unternehmerischen Kreislaufwirtschaft steckt.

Nach dieser Folge weißt du:

✅ Welche drei Faktoren die maximale Recycling-Quote bestimmen. ✅ Was es mit 'Mülltonnengängigkeit', 'Hosenpfand' oder Sektorenkopplung fürs Recycling auf sich hat. ✅ Warum neue Formen der Kollaboration entscheidend sind, damit die Extended Producer Responsibility Regulation (EPR) & der Circular Economy Act nicht zum Rohrkrepierer werden.

Freue Dich auf eine Folge in der ein Systemblick auf unternehmerische Praxisnähe trifft. Und aus der Du branchenübergreifendes Wissen für die Umsetzung von zirkulären Geschäftsmodellen bekommst.

* Dies ist eine Wiederholung während der Sommerpause. Ab dem 11. August startet die neue Staffel mit Folgen rund um ein Scope 3 Update, ETS & C-BAM, VSME, ESRS & Nachhaltigkeitsmanagement und vielem mehr! *

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SHOWNOTES:

Prof. Thomas Gries ist renommierter Wissenschaftler und Institutsleiter am ITA der RWTH Universität Aachen, einem der europaweit führenden Forschungsverbünden für Textilien. Zum ITA gehört unter anderem das Recycling Atelier der ITA Augsburg mit der ersten Modellfabrik für mechanisches Textilrecycling weltweit. Wende Dich an Prof. Grief für Fragen oder mögliche Kollaborationen: 📧 thomas.gries@ita.rwth-aachen.de 🔗 https://www.ita.rwth-aachen.de/cms/~jezh/ita/ 🔗 https://www.ita-augsburg.com/recycling-atelier/

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Transkript anzeigen

00:00:03: In einem Hotel im Allgäu mit Ayurvedischem Konzept staune ich gerade über die Frühstückskombi aus Dinkel, Waffel und Radieschen.

00:00:11: Aber mit all dieser frischen Energie freue ich mich schon enorm auf den Start der neuen Staffel nach der Sommerpause Mitte August!

00:00:18: Es wird ein richtig gutes Update zum Thema Scope III geben.

00:00:21: wir werden mit einer Folge reintauchen in alles was sich rund um den ETS und Siebam tut.

00:00:26: oder auch Ein richtig cooles Praxisbeispiel zu der Frage, VHS im E mit ESRS-Anteilen für alle eure Stakeholder.

00:00:34: und warum ist eigentlich das Thema Sustainability Management viel wichtiger als nach Omnipus zu schauen welchen Reportingweg man geht.

00:00:42: Also freut ihr euch auf richtig coole Folgen?

00:00:44: Bis dahin gibt's wie immer eine Wiederholungsfolge.

00:00:47: in dem Fall ein Thema was so relevant ist wie i und je die Kreisaufwirtschaft einer der beliebtesten Folgen aus den letzten zwölf Monaten.

00:00:55: Viel Spaß!

00:00:56: Dann sagt jemand, ja ich habe aber doch neulich eine Fahrradkleidung gekauft, die da hundert Prozent recycelt.

00:01:01: Dann stimmt das?

00:01:02: Die Faser in der Fahrradbekleidungen ist dies zu hundert prozent recyclet.

00:01:06: Aber um auf die Hundert Prozent zu kommen muss sich dann dreihundert Prozent sammeln.

00:01:10: Dieser Irrglaube man könnte hundert Prozent alle Werkstoffe im jeweiligen Sektor im Kreis fahren Das steht immer noch als großer weißer Elefant im Raum und ist naturwissenschaftlich absolut unsinnig.

00:01:22: Endlich ist es soweit.

00:01:23: Ich hatte schon oft angekündigt, in dieser Staffel wird das einen Schwerpunkt auf dem Thema Kreislaufwirtschaft geben und mit dieser Folge geht es los.

00:01:30: Warum?

00:01:31: Das Omnibus-Paket hebt natürlich super viel an Nachhaltigkeits- und Reportingverpflichtungen auf aber an der Kreislaufwirtschaft bleibt die EU dran unter anderem mit dem Circular Economy Act als auch der EPR also der Erweiterten Hersteller Verpflichtung.

00:01:45: Da sind erstmal gute Neuigkeiten!

00:01:47: Aber nicht alles was ich mir jetzt als Enthusiast zuvor stelle Politisch, vielleicht sogar geplant oder gewünscht ist und vor allem was wir das erreichen unserer Nachhaltigkeitsziele schlichtweg notwendig wäre lässt sich tatsächlich auch erreichen.

00:02:01: Auf die umsetzenden Unternehmen warten nämlich echt knackige technologische Hürden und prozessuale Herausforderungen vor allem dann wenn es gleichzeitig noch wirtschaftlich sein soll.

00:02:09: Und dann gibt es auch noch ein paar unverrückbare Grenzen über die nur ganz wenige sprechen.

00:02:15: In dieser Folge hört ihr daher zum allerersten mal von den drei Hauptsätzen der Kreislaufwirtschaft.

00:02:20: Formuliert hat sie Prof.

00:02:21: Thomas Kries, renommierte Wissenschaftler und Direktor des ITA das Instituts für Textiltechnik an der RWTH Aachen – eines der größte Institute für die Textilindustrie in Europa, an dem unglaublich praxisnah gepforscht wird.

00:02:34: Er ist zu den Mitglied der Deutschen Akademie der Technikwissenschaften und in zahlreichen Beiräten.

00:02:39: Er wird mir erklären warum aus seiner wissenschaftlichen Sicht der perfekte Kreislauf nicht möglich ist wie auf dem Weg zum Erreichbaren aber dringend über Themen wie Sektorkopplung in der Kreisdorfwirtschaft Mülltonngängigkeit und natürlich auch KI- und Digitalisierung sprechen müssen.

00:02:53: Anhand vieler Beispiel aus der Textilindustrie deklinieren wir einmal die grundlegenden Themen der Kreislaufwirtschaft durch, wie immer wirst du die Einblick fast eins zu eins auf jegliche andere Branche übertragen können!

00:03:05: Und damit herzlich willkommen bei Gewinne Zukunft demnachhaltigkeins Podcast der Pioniere & Professionals.

00:03:10: Mein Name ist Zuckers und ich freue mich wie immer enorm, dass du mit an Bord bist.

00:03:14: Los geht's!

00:03:22: Ja, schön.

00:03:22: Guten Morgen!

00:03:23: Es freut mich auch sehr.

00:03:24: Ich habe dich kennengelernt in einem Panel in Augsburg – das ist die Hochschule und die technische in Augesburg gehört zum ITA.

00:03:31: Ihr seid wirklich ein riesiger Komplex der da an Vordersterfront forscht.

00:03:35: Das Spannende ist, habt ihr die erste Modellfabrik für mechanisches Textil Recycling weltweit?

00:03:43: Und da hatte ich zwei Gefühle, ein sehr positives und einen Schreckmoment.

00:03:47: Einerseits sagte ich mega cool dass wir sowas in Deutschland haben, dass wir wirklich exzellent vorne mit dabei sind... ...und dann dachte ich so warte mal Moment mal!

00:03:55: Wenn das die erste Mobile-Fabrik weltweit ist was heißt das denn für den aktuellen Stand von Recycling?

00:04:01: Dann müssen ja richtig hinterher sein wenn er überhaupt noch nicht in der Industrie ist.

00:04:04: Wir sind also zwei Emotionen, die selbst dich tagtäglich in einer Arbeit begleiten?

00:04:08: Absolut.

00:04:09: Also es ist mit Recycling beschäftigt man sich ja schon sehr lange und ich habe auch mal im Berufsleben die eine oder andere Technologie untersucht oder entwickelt und immer sind diese Technologien nicht in den Einsatz gekommen.

00:04:24: Und vor ungefähr fünf Jahren gab es eines Circular Economy Initiative Deutschland Mit dem Schwerpunkt Batterie- und Verpackung von Akatech zusammen mit anderen.

00:04:36: und der Abschlussbericht, die Zusammenfassung endete mit einem Ratschlag das Recycling nicht eine Technologie ist sondern eine Konfiguration aus mehreren Technologien.

00:04:49: Und sie muss wirtschaftlich sein und sie muss letztendlich den Konsumenten abholen so dass dafür neue Formen der Zusammenarbeit Kollaboration notwendig mehr als denn die Entwicklung von einzelnen Technologien.

00:05:03: Und das hat mich stimuliert, wir hatten damals schon die erste Lernfabrik Industrie für Null und haben uns dann entschieden ein sogenanntes Kreativ-Labor, das Recycling-Atelier aufzubauen wo wir genau das gemacht umgesetzt haben was Architekt damals in dem blauen Himmel geschrieben hatte nämlich Kollaborationen und das Zusammenbringen unterschiedlicher Stakeholders.

00:05:27: Das heißt erstes Takeaway ist schon Egal, was technologisch machbar ist.

00:05:31: Es sei es in der Garnproduktion, es sei auch in anderen Industrien, in denen ihr jetzt nicht tätig seid, Batterie-Produktionen oder Verpackung.

00:05:40: Sofern es nicht kollaborativ in der gesamten Wertschöpfungskette angewandt wird, umsetzbar ist und alles stakeholder an Bord sind, ist das eigentlich ein Rohrkrepierer?

00:05:51: Ja weil um es letztendlich umzusetzen muss ich jemand haben... Ich muss den Nutzer motivieren, die Sachen zurückzugeben.

00:06:00: Ich muss sie!

00:06:01: sammeln und logistisch irgendwo zu einem Punkt zusammenbringen.

00:06:04: Ich muss sie dann auftrennen, viele Produkte die wir haben sind nicht ein Material sondern komplexe Produkte.

00:06:10: ich muss dann die einzelnen Komponenten trennen mir überlegen was sich für die unterschiedlichen Wertstoffströme machen?

00:06:15: Nicht alles ist in der Branche recycelbar, sondern ich habe Seitenströmen die anders recycelt werden müssen oder die gar nicht recyclable sind wie man energetisch nutzen muss.

00:06:25: Und dann geht letztendlich die Wertstoffkaskade wieder los.

00:06:29: Wie viel breche ich das runter bis auf das Rohmaterial oder kann ich auch Teile nutzen, also im Sinne von Upcycling.

00:06:35: Wie mache ich daraus wieder Produkte?

00:06:37: Wie bringe ich die Produkte wieder in den Markt?

00:06:39: Wie brenne ich das schafflich?

00:06:40: regulatorische Randbedingungen?

00:06:42: Dann merkt man schon an der Aufzählung dass das einer allein nicht kann.

00:06:46: Wir können es heute auch gerne am Beispiel der Textilindustrie mal durchdeklinieren aber grundsätzlich gilt diese Kollaborationsnotwendigkeit für alle Branchen Ja sogar, wir werden es gleich an den Beispielen sehen.

00:06:59: Ich muss über eine Sektorkopplung nachdenken.

00:07:01: also wenn ich Textil Recycling sage wird nicht alles in der Textilindustrie bleiben.

00:07:06: Wenn ich Batterie Recyling sage wird mich alles in einer Batterie Industrie bleiben und das ist eben auch ein weiterer Take Home Message.

00:07:19: Mega spannend, das Wort Sektorkopplung hatte ich im Kontext von Kreislaufwirtschaft noch nie gehört.

00:07:24: Das ist das allererste Mal!

00:07:25: Das heißt, wir sind richtig gespannt darauf dass wir das nachher durchdeklinieren.

00:07:29: Wir werden auch gleich noch drauf kommen.

00:07:30: Ich werde mir kurz erwähnen was die EPR hier gerade vor allem dann auch jetzt aktuell an den Staat bringt Was verpflichten wird in nationalem Recht?

00:07:37: Bevor wir da hinkommen, wir werden es durchdeklinieren anhand der Textilindustrie.

00:07:42: Ich glaube so, wir haben allen Wagesgefühl dafür dass hier die Herausforderung der Footprint echt enorm ist in der Industrie.

00:07:49: Aber noch mal wo wir gerade dich ja haben als Quelle sozusagen warum brennt das Thema in der Textilindustrie?

00:07:55: Also warum?

00:07:55: es ist hier so wichtig wie sieht's aus mit Recyclingquoten?

00:07:58: was sind so ein paar Zahlen die das wirklich gut verbildlichen auch wenn man jetzt amateur ist oder nicht in der industrie arbeitet?

00:08:04: Ich würde, bevor ich darauf eingehe vielleicht noch das Bild etwas größer zeichnen.

00:08:09: Grundsätzlich ist ja das Thema Nachhaltigkeit.

00:08:11: also wie kann ich ohne Nutzung und Ausbeutung fossiler Quellen in unserem Fall natürlich überwiegend Erdöl eine Wirtschaft aufbauen?

00:08:20: Das große Stichpunkt heißt Renewable Carbon Also nicht Decarbonisierung wie häufig gesagt wird weil ich brauche Kohlenstoff basierte Werkstoffe.

00:08:29: Die Frage ist Kann ich die nachhaltig also ohne die Nutzungen von Erd öl oder Erdgas generieren.

00:08:36: Das geht, ich kann natürlich Naturwerkstoffe nehmen, biopolymäre Naturfasern.

00:08:41: Ich kann wie die Natur das übrigens macht CO² nutzen also in der Natur.

00:08:46: recycelt über CO² Das heißt ein Stichwort Carbon Capture Usage und mache daraus neue Werkstoffe.

00:08:53: Oder ich kann eben Werkstoffen die in der Nutzung sind rezykliern.

00:08:56: Also die drei Möglichkeiten habe ich nachhaltig zu werden.

00:08:59: Man wird alle drei kombinieren müssen.

00:09:01: Also wir können zum Beispiel in der Textilindustrie nur ein Viertel der Werkstoffe wirklich aus Naturwerkstoffen bestreiten, weil wir natürlich da auch mit der Nahrungsmittelproduktion konkurrieren.

00:09:14: Das ist so das große Bild.

00:09:15: also das Recycling ist eine Einbeitrag Rohstoffe möglichst dann nutzen zu können.

00:09:21: Warum Textilindustrie?

00:09:23: Es ist die zweitgrößte Konsumgüterindustrie am Ende des Tages und damit natürlich von hoher Bedeutung.

00:09:30: So viel Menschen wie wir haben, soviel wir konsumieren, das bestimmt sozusagen die Bedeitung der Textilindustrie an dieser Stelle.

00:09:37: Viele andere Rohstoffströme sind kleiner oder wirtschaftlich unbedeutender und am Ende eines Tages ist es gerade aus rund der zweitgroßen Konsum-Güter Industrie wichtig und gut sich darauf konzentrieren.

00:09:53: Grundsätzlich bei allen Formen des Recycling ist es so, die Recyclingquote ist erschreckend gering.

00:10:00: wir haben über alle Branchen hinweg ungefähr fünf Prozent Recycingquote.

00:10:05: sie ist sogar gesunken.

00:10:06: vor Corona war sie bei sechs Prozent Und bei Textil auf verschiedenen Gründen ist es sogar noch geringer.

00:10:13: Sie liegt bei ungefähr ein Prozent, das heißt sie ist natürlich zur Lösung dieser eingangs gestellten Rohstofffrage.

00:10:20: Ist die Recyclingquote bei Weiten zu gering?

00:10:23: Wie hoch sie sein kann wenn man glaube ich im Folge des Gesprächs rausarbeiten.

00:10:27: Sie wird nicht hundert Prozent sein.

00:10:29: Viele sagen so in Größenordnung dreißig Prozent.

00:10:31: auch Das ist sehr interessant weil viele Menschen glauben man könnte Hundert prozent recyceln.

00:10:36: aber nichtsdestotrotz Zwischen ein Prozent heute und dreißig Prozent so als Zielgröße ist natürlich eine riesengroßer Gap.

00:11:17: Auch wieder da gleich zwei widerstreitende Emotionen, ne?

00:11:20: Wenn man merkt okay wow von ein Prozent auf dreißig Prozent das wäre echt eine enorme Vorsprung.

00:11:25: Andererseits... In der Regel glaube ich, hat man schon das Gefühl wenn man so Nachhaltigkeits überzeugt ist vielleicht auch ein kleines bisschen idealistisch dass man irgendwie schon die perfekte Kreislaufwirtschaft schaffen könnte.

00:11:36: Wenn wir nur wölten die hundert Prozent dann freue mich enorm drauf gleich da reinzuschauen was ihr aus der Wissenschaft dazu sagt.

00:11:43: Textilien gehen ja in ganz viele verschiedene Bereiche rein.

00:11:51: Wir haben die Consumer-Textilien, wir haben Bautextilien... ...wir haben in der Medizin Textilen für Herzklappen, Aerospace... Wo ist der größte Hebel?

00:12:02: Oder der größste Verursacher auch?

00:12:04: Da würde ich ganz strikt nach Mengen gehen und natürlich auch vielleicht noch gewichtet nach Energieeinsatz oder Footprint in der Rohwerkstoffe Und das analysieren, was ich häufig wahrnehme in Diskussion dass man so ganz spezielle Themen nimmt wie zum Beispiel meine Outdoor Jacke oder meine Herzklappe.

00:12:23: Das sind wie mal einer meiner Vorväter sagt Karrierte Meiglöckchen da muss man aufpassen, dass man nicht auch so singuläre Dinge stürzt die dann keine Mengen und keine umweltechnische Relevanz hat.

00:12:35: Die größten Bereiche sind natürlich nach wie vor die Bekleidung aus Verbrauchs- und Konsumentensicht.

00:12:41: Und der zweite, sicherlich große Sektor ist Hygiene.

00:12:46: Da gibt es auch noch kaum Lösungen weil Hygieneprodukte windeln oder Monatshygiene bei Frauen natürlich als biologisch kontaminiert gilt und damit nicht recycelt werden darf.

00:12:58: also da gibt's noch eine ganz grundsätzliche Fragestellung.

00:13:00: aber das ist ein sehr großer Bereich vor allem weil die Sachen ja nur einmal benutzt wären.

00:13:04: Und dann gibt es natürlich im Sinne bei den langlebigen Produkten sicherlich der Mobilitätsbereich, also Automobil-Innenverkleidung und dem Baubereich.

00:13:13: Die letzten beiden Bereiche haben ja auch eine eigene Regalatorik, eigene Labels, eine Kreislauflogiken und sind gar nicht so textil zu betrachten sondern wirklich aus Sicht der Bauindustrie, Aus Sicht der Automobilindustrie.

00:13:27: aber ich würde eben sagen Bekleidungen zusammengefasst nochmal Bekleiden.

00:13:31: Hygieneprodukte, Bau und Mobilität sind sicherlich so die vier Punkte auf die man aufgenmerkt richten sollte.

00:13:38: Ich glaube ich bringe selber auch noch mal ein paar Zahlen rein.

00:13:40: Paar davon habe ich sogar von dir andere habe ich gegoogelt.

00:13:42: Ich glaub was du den Müll angeht in Europa allein verschwenden wir oder haben ja insgesamt ich glaube fünf Millionen Tonnen Müll aus entweder Kleidung oder Footwear also Schuhen das sind so ungefähr zwölf Kilo pro Kopf pro Jahr.

00:13:59: Ich hab meine faszinierende Zahl von dir gehört, das war in dem Panel in Augsburg.

00:14:02: Dass ein Kleidungsstück im Schnitt gerade mal viermal getragen wird?

00:14:08: Das sind so eine absolut niedrige Zahl!

00:14:10: Kannst du die nochmal kurz aufbereiten?

00:14:12: Natürlich ist Bekleidung ein schönes Beispiel und sehr emotionales Beispiel... Wenn man jetzt überlegt, wie kann ich eine möglichst effiziente Kreislaufwirtschaft machen?

00:14:21: Dann fängt das letztendlich an beim Konsum.

00:14:24: Und genau es gab die Kleiderschankstudie vor fünf Jahren und die finde ich mehrfach interessant.

00:14:30: erst mal ist die durchschnittliche Nutzung vier bis fünf Mal je nach Produkt.

00:14:36: da wird jeder sagen ach nein!

00:14:38: Ich benutze noch einen Textil ewig ganz interessant.

00:14:42: Jeder Möge heute Abend mal an den Kleiderschanke gehen und durchzählen.

00:14:46: Es gibt den Hochzeitsanzug, den trägt man nur einmal.

00:14:48: Man kriegt Sachen geschenkt, die stapelt man.

00:14:51: im Schnitt ist diese Studie valide und gilt interessanterweise sogar für jeden.

00:14:57: Man sagt ja immer eine junge Generation mit Fast Fashion nein das ist Lebensalter und auch Einkommens unabhängig.

00:15:04: leider so und das ist natürlich ein Riesenhebel.

00:15:08: dazu kommt noch dass bevor einen Textil gekauft wird der Verlust in Einzelhandels-Pipeline.

00:15:17: Da gibt es unterschiedliche Zahlen, aber ich sage mal, Ausformen ungefähr bei fünfzig Prozent liegt.

00:15:22: das gilt sowohl im Geschäftsgestützten Einzelhandel als auch im Internet Einzel Handel.

00:15:27: Das heißt, dass wird doppelt so viel produziert wie nachher verkauft wird.

00:15:31: Und das sind natürlich zwei Dinge, die alarmieren müssen und die den allergrößten Hebel haben.

00:15:36: Denn je länger ich was benutze und indem ich nur das kaufe, was ich auch wirklich brauche, damit könnten wir sofort wieder zurückgehen und ausschließlich Naturfaser nutzen bei Weitem.

00:15:46: Wir müssten uns über Recycling dann in der zweiten Stufe Gedanken machen werden aber schon mal bei der Hochstadsherstellung.

00:15:54: und Grün im verkürzten Sinne also Konsum und dann auch der Weg zum Konsum ist der allergrößte Hebel, um nachhaltig zu werden.

00:16:05: Ich finde das schon krass!

00:16:06: Also weil das ist ja auch wieder... Das hatte ich in einer anderen Folge mit einer Psychologin.

00:16:10: Wie sehr uns da auch unsere eigene Psyche was vorspielt?

00:16:12: Also ich glaube einfach, weil ich halt jeden Tag natürlich schon eigentlich fast immer die gleichen Socken anziehe oder auch so Unterwäsche wird halt einfach... Das schreibst du auch selber einen anderen Beiträgen.

00:16:21: Die wird's ja oft getragen.

00:16:23: Aber insgesamt, wenn man dann alle Kleidungsstücke durchzählt gibt es im Schnitt nur vier Nutzungszyklen für die Kleidung.

00:16:29: Das ist schon krass!

00:16:30: Also ich glaube da haben wir alles so ein bisschen eine kognitive Verzerrung von unserem täglichen erfahren versus das was dann die harte Statistik sagt.

00:16:38: Das is schon ziemlich krass plus natürlich dass halt die Hälfte erst gar nicht bei uns ankommt.

00:16:42: Dass natürlich so oder so absurd?

00:16:43: Dann das nächste ist natürlich im Gebrauch insbesondere bei der Bekleidung die Reinigung.

00:16:49: Wir haben uns alle daran gewöhnt, dass wir die tollsten Waschmaschinen im Keller haben mit Trockner usw.

00:16:54: Kleines Fragezeichen ist wirklich das Betreiben einer feucht chemisch-physikalischen Prozesse in dezentralen Kellern die effizienteste Möglichkeit?

00:17:04: oder wäre zum Beispiel ein zentraler Reinigungs-Service, wie wir es zum Beispiel in der Berufsbekleidung haben.

00:17:10: In großen Trommelwaschmaschinen, die viel kürzer Waschzyklen haben und die viel Energie effizienter sind nicht unter Umständen auch wirtschaftlich.

00:17:17: Auch das muss man berücksichtigen weil der Energieverbrauch in der Nutzung deutlich höher ist als die Energie, die im Werkstoff gespeichert ist.

00:17:24: Gut, das ist natürlich auch schon wieder so ein Punkt wo wahrscheinlich zwei Wege auseinandergehen.

00:17:28: Das was du sagst, was wissenschaftlich sinnvoll wäre und wie du sagste in Berufsbekleidung gibt's da schon?

00:17:34: CWS macht das glaube ich auch extrem gut als Unternehmen.

00:17:36: die ließen sogar Berufsbekleidungen.

00:17:38: Aber ich glaube auch, da machen wir uns beide nichts vor.

00:17:41: Wenn man in Deutschland vorschlagen würde dass wir Wäsche gesammelt waschen einsammeln lassen... Da ging ein Aufschrei durchs Land.

00:17:48: das hätte sofort wieder würde das unter Verbotsideologie laufen.

00:17:51: also ich glaube da brauchen wir wahrscheinlich.. In der Richtung brauchen gar nicht lange diskutieren.

00:17:55: Das ist noch sehr weit entfernt von der Umsetzungsrealität.

00:17:58: Da bin ich völlig dabei.

00:18:00: Größter Hindernis ist die emotionale Wahrnehmung, wir sehen das am Wärmepumpen wie eine Bildserie letztendlich und eine Politisierung, eine technisch sinnvolle Lösung komplett diskreditiert.

00:18:12: Ich hätte aber nichts dagegen wenn es ein Service gäbe wo ich einfach den Wäschekorb rausstelle und kriege einen Tag später wieder würde ich liebend gerne machen ja meine Frau vielleicht schon nicht und so weiter ist ganz klar was weiß ich da auf.

00:18:23: Also, willkommen gleich zu deinen drei Grundsätzen der Kreislaufwirtschaft vorab.

00:18:28: Was hatte EU vor?

00:18:29: Warum müssen wir auch aus EU-Sicht drüber sprechen?

00:18:31: Es gibt zwei Dinge die aktuell laufen.

00:18:33: seit August läuft die Konsultationspflicht zum Circular Economy Act das heißt Unternehmen haben jetzt noch so grob ein Jahr Zeit sich einzubringen und dann macht die EU ernst je nachdem wie die Konsolation laufen weil die all die Themen die du aufgezählt hast natürlich über verschiedene Branchen hinweg angehen will also in der Chemiebranche Verpackungsbranche Textilbranche aber auch in der Baupranche.

00:18:54: Und da geht es wirklich darum, ganz viele Regulatoriken zu versammeln und zu vereinfachen.

00:18:59: Weil das sehr fragmentiert ist aktuell im nationalen Recht.

00:19:02: Es geht um Materialien auf dem Kontinent zu halten die Digitalisierungskomponente zu erhöhen dass wir wirklich standardisierte Daten haben gerade für die Kooperation wie du eingangs erwähnt hast und es geht auch darum, dass Rohstoffe den Kontinent nicht mehr verlassen.

00:19:16: Und dann kommt noch eine zweite Regulation über die wir uns unterhalten müssen weil die ist in Kraft seit Februar.

00:19:21: Das ist die EPR Regulation, also die Extended Product Responsibility oder die Erweite der Hersteller Verantwortung eigentlich revolutionär.

00:19:29: Weil das zum allerersten Mal quasi die Pflicht zum Recycling und zum Einsammeln vom Konsumenten oder von den Ländern zurück zu dem Hersteler bringt.

00:19:38: Dies seit Februar in Kraft Und bis August, zwanzig, sechsundzwanzig ist die Übergangszeit.

00:19:42: Da muss sie gegossen werden in nationales Recht jeweils und das ist ja immer der Unterschied.

00:19:47: Act versus Verordnung.

00:19:48: In diesem Fall ist es eben eine Regulation, eine Verordnung,

00:19:51: d.h.,

00:19:51: nationales recht.

00:19:52: Da gibt's Länder, die sind schon weit voraus.

00:19:53: Frankreich hat das zum Beispiel sehr gut schon umgesetzt, schon viele Jahre Niederlande Deutschland, ich befürchte es dann weit hinterher.

00:20:01: D.h.. Das hängt dann immer davon ab.

00:20:03: Das wissen wir auch wie das damals in der CSID gelaufen ist.

00:20:06: Die Übersetzung Nationales Recht kann an ihre Zeit in Anspruch nehmen.

00:20:09: Das sind aber die Sachen, die man aus jeden Fall als Profi auf Sicht haben muss.

00:20:13: Weil sie betreffen alle möglichen Branchen des Circular Economy Act als auch DEPR ist nicht nur für die Lebensmittelbranche, die Textilbranche sondern auch gerade Batterieproduktion ganz viele anderen Branchen relevant.

00:20:26: so das heißt die Politik will glücklicherweise noch viel an dieser Stelle.

00:20:31: was davon ist sinnvoll?

00:20:34: Was is eine Illusion?

00:20:38: anstehende Regulatorik angeht, da bin ich nicht im Detail drin.

00:20:43: Ich lebe lediglich als einen Kommentar das wir hier eine sehr starke Polarisierung im politischen System hat.

00:20:52: die Politik gegen den Bürger, gegen die Industrie und nicht miteinander Und da kommen befürchtigt dass unter Umständen Dinge rauskommen, die schon im Ansatz nur bedingt sinnvoll sind, ähnlich wie bei der Abgasverordnung und später dann in der Umsetzung entweder verwässert oder verschleppt werden.

00:21:12: Ein Blick nach China auch wenn ich das politische System nicht für gut heiße ist es doch technokratisch und eben koerenter.

00:21:20: China will bis zum Ende der Dekade dreißig Prozent Rücklaufquote haben.

00:21:25: Das ist sehr ambitioniert Und andererseits glaube ich auch, wie ich gleich ausführen werde das viel mehr kaum möglich ist.

00:21:33: Ich fürchte eben dass in diesem typischen Wechselspiel wie das in Europa ist und das erlebe ich auch im Dialog mit einzigen Stekohler.

00:21:40: Dass genau dieser Irrglaube man könnte hundert Prozent alle Werkstoffe im jeweiligen Sektor im Kreis fahren.

00:21:49: Das steht immer noch als großer weißer Elefant im Raum naturwissenschaftlich absolut unsinnig.

00:21:58: Und das ist bei den Dingen war für mich ein Hauptanliegen, diese drei Hauptsätze zu formulieren und grundsätzlich ja über das Recyclingedanken zu machen nicht nur über Einzeltechnik.

00:22:10: Also ich bin jetzt super gespannt!

00:22:11: Ich habe schon so oft angesprochen deine drei Grundsätze der Kreislaufwirtschaft und dem Anschluss dann welche Herausforderungen auf dem Weg dort hin noch warten?

00:22:17: Also meine Motivation war gegen die Irrglauben des hundertprozentigen Recyklings, wo sich einfach gefühlsmäßig aber auch bei plausiblen Überlegungen zeigt das geht doch gar nicht.

00:22:31: Eben anzukämpfen und ich habe das formuliert.

00:22:34: zweite Hauptsatz jetzt manche kennen das.

00:22:36: der zweite Haupt Satz der Thermodynamik.

00:22:38: damit wären wir als Ingenieure und Naturwissenschaftler gequält im Studium.

00:22:42: Aber die der Ursprung war.

00:22:45: vor Hundert Jahren ungefähr hundzwanzig Jahre war eben eine ähnliche Schimäre im Raum, nämlich das Pepetomobile.

00:22:54: Man hatte die Verbindungsmote erfunden, die Dampfmaschine und glaubte, die Energiefragen der Zukunft gelöst zu haben und alles geht im Kreis und ist unendlich möglich.

00:23:05: Auch das geht nicht!

00:23:06: Heute weiß das jeder.

00:23:07: Ich treff zwar hier und da immer auch noch mal Menschen, die glauben es ginge aber dass es ein Pepetromobile gibt, glaubt.

00:23:12: heute glaube ich kein vernünftiger Mensch mehr.

00:23:15: Und damals haben führende Naturwissenschaftler Herr Maxwell zum Beispiel Herr Boltzmann und andere haben angefangen, haben gesagt wir haben Verluste.

00:23:24: Und haben das auch erst mal so flapsig formuliert gar nicht mit Mathematik.

00:23:28: Und später haben sie dann gesagt ja es gibt das Konzept der Entropie.

00:23:31: Das heißt ich habe immer Wärme die ich auf einem Niveau hab wo ich sie nicht mehr ernsthaft gewinnen kann.

00:23:38: und heute weiß man eben dass Auch wir auf der Erde nur energetisch überleben, weil wir eine große Quelle am Firmament haben.

00:23:46: Nämlich die Sonne.

00:23:48: Das ist heute gesetzt und damals hat das eben auch sprachlich angefangen bevor dann die Mathematika.

00:23:53: Und dann habe ich überlegt was heißt das fürs Recycling?

00:23:55: Ist ja auch ein Kreislaufprozess!

00:23:57: Der erste zweite Hauptsatz ist letztendlich auch bei einem Kreislaufer von Werkstoffen habe ich Verlustenergien d.h.

00:24:07: Ich muss immer wieder neue Energie einspeisen.

00:24:09: Ich gehe auch immer sofort auf eine Lösung, das heißt wenn ich in Kreislaufwirtschaft denke muss sich auch in erneuerbaren Energien denken.

00:24:16: Sonst mache ich zwar bin ich auf der Werkstoffseite grün aber nicht auf der energetischen Seite.

00:24:22: Das ist also der erste zweite Hauptsatz.

00:24:24: Auch das Recycling von Werkstoffen braucht Energie.

00:24:29: Der zweite zweite Haupt Satz ist die Qualität wird schlechter.

00:24:34: Das fing an letztendlich bei aus eigener Überlegung bei Faserwerkstoffen.

00:24:38: Wenn ich einen Textil aufreise, was by the way übrigens seit Jahrtausenden gemacht wird dann wird immer die Faser kürzer.

00:24:46: Das heißt nach dem Aufreißen verliert eine der wesentlichen Eigenschaften nämlich die Fasalänge Schritt für Schritt das gleiche.

00:24:54: Ich komme aus der Polymertechnik also der Kunststofftechnik.

00:24:58: wenn nicht ein Kunststoff aufschmelzt ist was man machen kann Flasche kann man genauso gut bei Fasern machen Dann wird die Monikülkette immer kürzere Das Polymer wird thermisch geschädigt und ich verliere jedes Mal ein bisschen Qualität.

00:25:11: Übrigens gilt das auch für andere Werkstoffe, wenn ich zum Beispiel eine Karosserie recycelte dann ist mehr Kohlenstoff im Lack als im Eisen,

00:25:21: d.h.,

00:25:21: ich schleppe immer Verunreinigung rein und muss aufreinigen usw.

00:25:27: Dafür gibt es natürlich Abhilfe aber auf hoher Qualitätsniveau kann Die von mir zitierten, dreißig Prozent fahren.

00:25:34: Ein Teil geht dann in geringere Qualitäten wo nicht so hohe Anforderungen sind und dann irgendwann kommt zu dem Punkt bestimmte Sachen zum Beispiel Metallindustrie schlacken bei uns Bestandteile die wir dich nicht recyceln können.

00:25:47: ich werde auch immer eine Fraktion haben die irgendwo auf der Deponie endet.

00:25:51: Und das ist jetzt weiter Hauptsatz des Recycling.

00:25:56: Es gibt da noch einen dritten.

00:25:58: Ich bin Wirtschaftsingenieur.

00:26:00: Allein.

00:26:00: wenn man überlegt Wenn ich dezentrale Recykle, ich sammle also bestimmte Stoffströme, Recycle die im Ruhrgebiet oder in Raum München oder Berlin dann habe ich in der Regel das kann man ganz einfach ausrechnen kleinere Anlagen und kleinere anlagen heißt im Sinne von Economics of Scale.

00:26:19: Also Skaleneffekte dass sich teurer produzieren egal was ich anstelle weil die Töpfe in denen ich es mache sind kleiner und damit habe ich größere Energieverlust Ich hab mehr Leute drum herum tanzen für die gleichen Output.

00:26:33: Und so dass man, ich gebe ein Beispiel zum Polyester was ja eine der wichtigsten Phaserrohstoffe ist mit heute in Südostasien den Anlagen um tausend Tonnen am Tag hergestellt.

00:26:45: Wenn ich jetzt z.B.

00:26:47: ne Herren Schiene und Frauen Schiene sammel alle aus dem Rohrgebiet und das sehr gut mache komme ich auf Anlagen in der Kapazität von zehn bis zwanzig Tonnen.

00:26:55: Das heißt hier hundertmal kleinere Anlagen und als Daumenregel würde ich sagen Die Produktion auf diesen Anlagen ist ungefähr fünf bis sechs Mal teurer als die Produktion eines neuen Werkstoffs aus Erdöl.

00:27:13: Und das sind die drei Hauptsätze, mit denen ich nicht jetzt irgendwie als Verhinderungsstrategie in den Raum stellen möchte sondern einfach als Randbedingungen, die nicht um überkomba sind von denen man ausgehen muss wenn man neue Lösungen entwickelt.

00:27:28: Das muss das nochmal kurz das Beispiel was du gegeben hast noch mal vor Augen mehr verwirklichen.

00:27:32: also aktuell wissen wir alle das hat mir eingangs gesprochen.

00:27:36: Wir produzieren super viel direkt für die halbe neu und ganz viel was im schrank landet wird nicht genutzt, aber all das wird nämlich gerade überwiegend zum beispiel in China produziert mit den tausend tonnen pro tag hattest du gesagt.

00:27:48: Und dann wenn ich jetzt sage, okay.

00:27:50: Ich sammle in Deutschland und will das Material hier vor Ort auch für die nächste Reihe an Autorjacken oder was auch immer verwenden.

00:27:57: Ich denke an VD oder sowas.

00:27:59: Dann wären es nur noch diese zehn Tonnen und dann ist natürlich logisch dass das irgendwie überhaupt nicht aufgehen kann von den skalen Effekten her.

00:28:06: Und sechs Mal teurer wird's halt echt knifflig!

00:28:09: dieses Geschäftsmodell wirklich praktikabel zu machen.

00:28:12: Selbst wenn die EU das Level-Playing-Field baut oder sorgt, wir machen jetzt die Grenzen dicht oder erheben Zölle oder was auch immer also dass es echt sechsmal teurer ist.

00:28:21: schon eine Ansage

00:28:22: beim Rohstoff.

00:28:23: Also man muss bei diesen ganzen Größen immer aufpassen.

00:28:26: erstmal sind Zahlen wichtig.

00:28:28: zweitens ist die Bezugsgröße wichtig.

00:28:31: Das wird noch schlimmer wenn ich über Prozente rede dann wird beliebig viel Unsinn geredet.

00:28:37: Ich fange mal vorne an, wenn man sagt die dreißig Prozente jetzt mehrfach schon im Raum geisterten.

00:28:41: Dann sagt jemand ja ich habe aber doch neulich eine Fahrradkleidung gekauft, die auch hundert Prozent recycelt dann stimmt das?

00:28:48: Die Faser in der Fahrradbekleidungen ist dies zu hundert prozent recyclet.

00:28:51: Aber um auf die Hundert Prozent zu kommen muss ich dann dreihundert Prozent sammeln weil ich Verluste hab.

00:28:56: Magst du kurz erstmal ausklären.

00:28:58: also wo sind die Verluster dann im Auseinanderreißen wieder zusammenfügen oder... Wie viele Schritte sind da denn, ihr seid ja auch ganz tief in der Maschinenproduktion an der RWTH oder auch eine Forschung von der Maschineproduktion.

00:29:10: Also welche Schritte die man als Konsument nicht im Blick hat?

00:29:14: Ach ich, du sagtest jetzt mehrmals, man muss da tief drin sein, muss man nicht!

00:29:18: Diese Grundüberlegungen ist Bauernweisheit und kann sich aber mit den Grundrechenarten erschließen.

00:29:24: also jeder weiß das ja auch wenn er irgendwas macht.

00:29:27: Ich kaufe mir einen Stöpfchen und nehme ein Hemdchen.

00:29:31: Ist nicht hundert Prozent der Stoffbahn nachher im Hemd?

00:29:34: Ich habe Verschnitt.

00:29:35: Ein Beispiel, wenn ich jetzt von der Rücken... Wenn ich gar nicht bin, dann muss ich erst mal die Maschinen anfahren.

00:29:40: Da mache ich das.

00:29:40: bei der Produktion gibt es bestimmte Abfälle,... ...die je nach Größe und Konfiguration können das drei bis zehn Prozent hat man fast immer in jeder Prozessstufe an Verlusten.

00:29:53: Wenn ich einen Kuchen backe landet auch nicht alles im Kuchen usw.

00:29:56: Und wenn ich die Frage war richtig, wenn mich jetzt gucke, ich muss es erstmal sammeln!

00:30:02: mal abgesehen, Riesenverluste.

00:30:04: Dann muss ich es auftrennen.

00:30:05: die Frage ist was ist recyclable?

00:30:06: Nicht recyclabel dann zerreiß ich's.

00:30:09: da habe ich natürlich Abfälle Fasern die klein sind und verlustig sind usw.

00:30:14: Und so kommt quasi auf jeder Stufe und mögen es nur zehn Prozent sein Verlust dazu.

00:30:19: jetzt möge jemand jedermann den Taschenrechner nehmen.

00:30:21: Zehn prozent Verluster heißt nachher kommt nun Null Komma neun raus null Komma Neun Mal Null Komma Neun mal Null.

00:30:30: Gleichtaste drücken, denn ich habe ihn sammeln.

00:30:33: Ich hab ihm aufreißen und sortieren.

00:30:35: Ich habe ihn verspinnen.

00:30:36: Ich muss ein Gewebe herstellen, ich muss es färben, konfektionieren oder distributieren usw.

00:30:42: In erster Nähung sind es in zehn Prozessstufen, etwa bei der Nährung von rund zero Komma neun und zehn Mal auf die Taste drücken.

00:30:49: Dann kommt man letztendlich auf ungefähr dreißig Prozent allein weil eben jede Wertschöpfungskette nicht verlustfrei ist.

00:30:56: Und dann darauf nochmal das aktuelle System, wie wir Kleidung nutzen.

00:31:00: als Konsumierender ist eben das fünfzig Prozent erst gar nicht bei uns im Schrank landen.

00:31:05: Genau!

00:31:05: Ja

00:31:06: und das heißt eigentlich müsste man wenn man also Konsument ein ehrliches Gefühl dafür geben will Wie viel wirklich Recycling ist?

00:31:13: Müsste man sagen aus hundert prozent recyceling Material aber gleichzeitig sind noch zwei weitere vollwertige Jacken oder dass equivalent von zwei weiteren vollwertigen Jacken in Müll gelandet Irgendwie

00:31:23: seitlich weggekommen, dann gibt es ja so Bilder mit so Stoffströmen.

00:31:26: Was nicht heißt dass ich das was Abfall ist in der oder Dass man das nicht auch als wertstofflich nutzen kann

00:31:34: aber wahrscheinlich nicht im gleichwertigen Oder nicht im abseichling sondern da wird dann halt keine Jacke draus Sondern ein baufließ oder sowas.

00:31:40: zum Beispiel.

00:31:41: oder eben aus ganz kurzen Fasern Kann Ich Auch Architekturpappe Machen.

00:31:45: oder Papier.

00:31:46: Geldscheine sind übrigens auch aus kurzen Fasern.

00:31:49: und dann gibt es eben ein Dirty Rest, den ich zum Beispiel noch energetisch verwenden kann.

00:31:54: Und Achtung!

00:31:55: Auch die Natur recycelt energetische und ich brauche hier Energie und es spricht nicht dagegen aus den Rohstoffströmen, die ich nicht stofflich nutzen kann das als Energie-Rohstoff zu nutzen.

00:32:05: Den brauche ich ja als Mensch auch

00:32:07: um das auch nochmal wichtig.

00:32:08: Ich glaube dass ist unterstreichen.

00:32:09: also ich glaub ihr du und dein komplettes Team die ganzen Institute forschen natürlich mit aller Leidenschaften voller Übung Erzeugung daran, weil sie an die Notwendigkeit von Nachhaltigkeit glauben.

00:32:20: Das heißt das ist einfach nur wo wir dann an die Grenzen stoßen sozusagen.

00:32:24: und um jetzt dieses Maximum rauszuholen was du sagst was theoretisch möglich wäre?

00:32:28: Was sind dafür notwendig?

00:32:32: Du hast ja gesagt, ich habe das gesagt, ihr arbeitet auch supernah mit Unternehmen zusammen mit mittelständischen Unternehmen.

00:32:39: also wie kommen wir denn da hin überhaupt?

00:32:42: diese

00:32:45: Eine gute Frage.

00:32:46: Ich habe das bewusste Pause gemacht, weil ich noch einen Aspekt beantworten würde aus dem vorherigen Block und dann gehe ich auf die Frage ein.

00:32:53: Ja dieser fünffach höhere Preis ist natürlich erschreckend.

00:32:56: aber auch da muss man sehen bei allen Produkten übrigens auch bei Handys oder bei Autos ist der Anteil der Rohstoffkosten unter zehn Prozent in der Regel so bei fünf Prozent.

00:33:06: Das heißt, da drauf kommt natürlich die Verarbeitungskosten.

00:33:10: Da drauf kommen natürlich dass ich das Produkt verteilen muss verkaufen muss.

00:33:15: es kommt die Mehrwertsteuer daraus.

00:33:16: die macht am Gesamtpreis sechzehn Prozent aus und das heißt insgesamt die Produktionskosten von einem einfachen Produkt sind vielleicht drei oder vier Prozent des Verkaufs preises bei einem komplexen Produkt wie im Auto um Handy vielleicht zehn fünfzehn prozent oder eine Outdoor Jacke.

00:33:36: Das heißt, wenn der Rohstoff jetzt entsprechend viel teurer würde dann ist es am Gesamtpreis durchaus kompensierbar.

00:33:45: Denn der Kunde wird nicht viel mehr bezahlen.

00:33:48: Da gibt's ja auch Studien Talk Green Egg Gray also die sagen ein Kunde gibt für einen besonders ökologisch gelebeltes Produkt maximal zehn Prozent mehr aus in dem jeweiligen Preissegment.

00:34:01: zum Beispiel in Herrenhemd wie ich es hier trage fünfzig Euro Nischino hunderthunderteen Euro.

00:34:07: Die Preisegmente sind manifestiert im Beton und die wird man auch nicht kurzfristig ändern können, aber von den Den Herstellungskosten, so ein Hemd wie ich es trage, kostet zwei Euro fünfzig in der Herstellung.

00:34:18: Es kostet fünfzig Euro im Geschäft.

00:34:21: Wenn der Rohstoff etwas teurer wird, koste das Hemd vielleicht fünf Euro.

00:34:24: Aber Ich kann es durchaus eben indem ich zum Beispiel steuerliche Anreize gebe Indem ich die Überproduktion vermeide, indem ich an anderen Stellen Der Preistorte sozusagen mir einen Stück Rausschneide durch ausführ tolerierbare Preise anbieten.

00:34:40: Das heißt der Rohstoffpreis wird höher.

00:34:42: aber ich muss neue Geschäftsmodelle finden.

00:34:44: Welche Möglichkeiten gibt es dann, also wie gehen wir das an?

00:34:48: und du hast ja gesagt ganz viel von dem was du gesagt hast lässt sich beliebig auf andere Branchen übertragen.

00:34:52: Also gerade die ganze Kalkulation durch die Prozessschritte hindurch.

00:34:55: dass ist jetzt egal ob ich auf Textilien gucke auf Verpackung oder auf andere Materialien die sich recyceln lassen auch angesprochen zum Beispiel in Autoschutzy.

00:35:05: Wo wenn du rausguckst die Mittelständler in Deutschland anguckst?

00:35:09: Was müssten sie angehen?

00:35:11: als nächstes Wie realistisch ist das?

00:35:13: Natürlich, auf der einen Seite möchte ich hier ein Bewusstsein schaffen wie komplex die Sache ist.

00:35:19: Auf der anderen Seite als Wirtschaftsingenieur und Ingenieur und auch Mitbürger möchte ich natürlich das Ganze in eine Lösung zuführen.

00:35:27: also Wie kann man jetzt diese Komplexität beherrschen?

00:35:31: Und da ist ein ganz einfaches Credo letztendlich durch Kooperation.

00:35:36: Rein technisch allein... Ich habe es eben schon gesagt, ich brauche ungefähr zehn unterschiedliche Einzeltechnologien Wie als Institut beherrschen.

00:35:44: aus diesem Ring beim Textil vielleicht vier oder fünf, aber eben nicht alle.

00:35:48: Das heißt allein schon technisch muss man kollaborieren mit Leuten die Roboter-Technik machen um Sachen zu sortieren und aufzutrennen zu reißen.

00:35:55: das heißt die Kollaboration bei der technischen Entwicklung ist wichtig Und später wenn ich Geschäftsmodelle aufzeige oder auch installiere wird man auch in der Regel zwei bis drei Partner brauchen.

00:36:08: mehr ist schwierig.

00:36:09: Man muss ja auch irgendwie wirtschaftlich zusammenfinden, Verträge machen.

00:36:13: Aber so ist zum Beispiel die Logistik Sachen zu sammeln aufzutrennen was anderes als ein Produkt zu machen und hochpreisig im Markt zu positionieren.

00:36:23: Und es gibt auch bereits Beispiele wo wir erfolgreich Dinge umgesetzt haben das heißt in der Entwicklung z.B.

00:36:31: im Recycling-Atelier in Augsburg zehn unterschiedliche Technologieexperten zusammenzubringen auch sektorübergreifend eine Lösung zu entwickeln.

00:36:40: Ich kann auch gleich ein paar Beispiele geben und nachher in der Umsetzung zwei Industriepartner zusammenzubringen oder Handeln und Industrie Partner, der eine sammelt die andere.

00:36:51: Recycling macht wieder einen Produkt raus Und häufig sind wir dann als dritter Partner dabei weil immer wieder mal Innovation Ausbildung und ähnliches notwendig sind.

00:37:01: so kann man dann eben diese Komplexität reduzieren und wirklich auch Lösungen schaffen.

00:37:07: Ist das realistisch mit den Maschinenparks, die wir aktuell haben?

00:37:10: Ein ganz großes Problem ist ja dass wenn du mal so ein Maschinpark dastehen hast, dann musst du erstmal amortisieren über zehn, zwanzig Jahre.

00:37:16: Also wie realistische ist das Unternehmen jetzt wirklich in der nächsten Jahren die Lust zu haben oder auch es finanziell sich leisten können da umzurüsten?

00:37:25: Eine gute Frage!

00:37:27: In der Regel muss man auch nicht zwingenderweise neue Kapazitäten, sondern muss sie anpassen und das ist natürlich immer eine Fragestellung.

00:37:34: also wenn ich... Ich gebe mir einen Beispiel, ich darf leider keine Keine Namen nennen.

00:37:38: Wenn ich zum Beispiel Corporate Wear, also Berufsbekleidung und Recycler, dann habe ich die häufig aus Polyester- und Baumwolle.

00:37:45: Da haben wir Technologien entwickelt

00:37:47: bzw.,

00:37:48: ich würde eher sagen Technologin konfiguriert das heißt in den Baukasten gegriffen.

00:37:52: Haben wir guckt wie kann man das sammeln?

00:37:53: Wie kann man es trennen?

00:37:54: Gewinn ich die Polyesterfasern um macht daraus ein neues Textil oder gewinn ich Baumbolfasern und mache daraus einen Textil?

00:38:01: beides geht in der Regel nicht.

00:38:02: Und wer kann das nachher machen?

00:38:04: dass Gute ist Das bei dem Recyclingatelier, die Firmen A Mitglied sind und B natürlich auch neben der Installation vor Ort meistens noch ein etwas größeres Technikum haben.

00:38:16: Denn das Abschgeling und die Implementierung geht meistens in drei Schritten

00:38:20: d.h.,

00:38:22: im Recylingatelier in Augsburg machen wir den sogenannten Proof-of-Konzept sprich was geht?

00:38:27: Was kann nicht mit welchem Wertstoff Strom wieder Gutes tun, wie kann ich den zurückführen?

00:38:33: Dann geht es häufig in einen Technikumsmaßstab.

00:38:37: Wo man dann den Faktor zehn oder hundert größer schaut welche Maschinen sind geeignet und was muss man an die Maschine ändern?

00:38:45: Und dann ist der nächste Schritt der Schritte in Duansprache wo man schaut wer kann das letztendlich machen?

00:38:51: Brauche ich dazu eine komplett neue Installation oder kann Ich auf eine alte Anlage gehen und die zum Beispiel ertüchtigen?

00:39:00: Und das ist unter Umständen auch eine Chance für eine Renaissance.

00:39:03: Es wurde EMEA gesagt, dass Polyesterfasern in Südaus Asien in Skalen von tausend Tonnen am Tag hergestellt werden.

00:39:13: Die Polyester-Fasern sind in Deutschland oder in Europa erfunden worden und es gibt noch alte Anlagen die in der Größenordnung zwanzig oder vierzig Tonnen im Tag sind, die heute nicht mehr wirtschaftlich Virgin also jungfreuliches Material einsetzbar sind, aber dann zum Beispiel mit leichten Modifikationen für Recyclingprodukte.

00:39:32: Also bei der Umsetzung gibt es immer auch noch mal die große Möglichkeit oder auch Chance bestehende Anlagen, die klein skaliger sind als das was man eben in den großen Textiproduktionsländern findet zu ertüchtigen und wiederzunutzen.

00:39:46: Jetzt ist natürlich das Beispiel dass du herausgezogen hast mit Workwear ist glaube ich relativ überschaubar ... im BtoB-Bereich.

00:39:53: Also weil dann okay, dann beliefe ich vielleicht... Ich denke jetzt so keine Ahnung.

00:39:56: Ich habe Workwear und dann hab' ich große Abnehmer,... ...weil ich ein Chemie Park Beliefer oder Krankenhäuser oder dergleichen ist alles schön überschaubar.

00:40:03: Und da kriege ich das wahrscheinlich auch einigermaßen hin wie das quasi zu sammeln.

00:40:08: Kleidungsstücke auch quasi in ihren Kategorien zusammen in Sorten rein usw.

00:40:12: Das ist wahrscheinlich eine ganz andere Schnack wenn es um... Ganz normale Bürgerinbekleidung geht, oder?

00:40:18: Absolut!

00:40:19: Danke für die Vorlage.

00:40:20: also.... Die drei Hauptsätze haben wir jetzt, glaube

00:40:22: ich durch.

00:40:23: Fragen sind gerne E-Mail.

00:40:27: Wir sind bei den Obsticles oder Threads wie der Englender sagt.

00:40:31: also was hindert uns zu diesem perfekten Prozess?

00:40:35: und ein wesentlicher Punkt ist an der Stelle das Rückführverhalten.

00:40:40: Das ist natürlich bei einer Berufsbekleidung.

00:40:43: Ich sag jetzt mal ein Abtreter im VJ, der ja auch gewaschen wird.

00:40:47: Ganz anders als bei Konsumentenbekleidung und da gibt's einen witzigen Effekt oder witzig ist es genauso ambivalent wie du einfach sagtest.

00:40:57: Schönes deutsches Wort Mülltonnengängigkeit.

00:41:00: Ich hatte immer Schwierigkeiten das zu übersetzen.

00:41:03: ins englische.

00:41:04: Fit-Forbidden habe ich es dann genannt.

00:41:05: Das gilt übrigens für Batterien und Verpackungen wenn der Konsument.

00:41:11: Heute Morgen hatte ich noch ein bisschen verschlafen und habe eine kaputte Socke in der Hand.

00:41:16: Dann überlege ich, bringe ich diese Socke zum Altkleider-Container oder schmeiße die nicht einfach in den Mülltonnen?

00:41:22: Das heißt auch die meisten Batterien sind klein.

00:41:26: Autobatterien kann ich natürlich recyceln.

00:41:28: Da ist ähnlich wie bei Berufsbekleidung.

00:41:30: aber diese ganz vielen kleinen Batterien, die ich im Smoker hab, die Ich in jeder Grußkarte habe überall sind Batterien drin.

00:41:37: Die werde ich wahrscheinlich... nur der äußerst passionierte Konsument wird die alle sammeln und dann einmal im Monat zum Container fahren.

00:41:45: Mache ich, aber machen nicht alle.

00:41:47: Das heißt ein Großteil der Verlust ist allein schon in der

00:41:51: Mülltonngängigkeit.

00:41:52: Also das heißt wie einfach wird es dem Konsumenten gemacht dass ihn die tatsächlich dafür vorgesehene Tonne zu werfen?

00:41:58: Und dann ist natürlich eine grüne Tonne.

00:42:00: Man denkt an das Grün, so ein vermeintlicher Anreiz aber eigentlich trotzdem Teil des Problems.

00:42:06: und dann ist es natürlich umgekehrt.

00:42:09: die Frage wie kann ich den Konsumenten bewegen mehr zurück zu bringen?

00:42:15: Wir hatten mal im Kreis hier geschärzt brauchst du nicht einen Dosenfand sondern Hosenfond.

00:42:21: also wenn ich eine Hose zurück gebe zum Beispiel bei C&A oder beim Hugo Boss krieg ich dann zehn Prozent Rabatt oder sowas.

00:42:29: Also kann ich irgendwie und es hat ja gezeigt bei dem Verpackung, dass solche kleinen Anreize einen enormen Effekt haben in letztendlicher Sammelgüte?

00:42:37: Denn je reiner ich sammle, desto besser kann ich recyceln ganz schlicht!

00:42:42: Das wäre jetzt wieder so ein bisschen der Bogen zur EPR also zu Extended Product Responsibility.

00:42:48: da geht jetzt die Verantwortung zurück zu den Produzenten.

00:42:52: Ist das realistisch?

00:42:54: Und was ist der realistische Weg, dass jetzt C&A anfängt einen Hosenpfand auszugeben?

00:42:58: Die Leute bringen das zu den C&As zurück.

00:43:00: Das Gleiche macht dazu Co-Posts und Adidas.

00:43:04: Wird das eher dann als Industrie unter den ganzen Unternehmen zusammen gelöst?

00:43:09: Wie schätzt du das ein?

00:43:10: Es

00:43:10: ist eine sehr spannende Frage!

00:43:12: Da war ich kaum ne Prognose.

00:43:14: also ich hoffe da natürlich auch eine gewisse Experimentierfreude zugelassen wird denn man muss solche Dinge ausprobieren.

00:43:20: so zu ökonomischen Effekte sind ja manchmal... mit vielen Überraschungen begleitet und das Experiment ist letztendlich die Mutter der Erkenntnis.

00:43:29: Ich hoffe, dass die Regulatorien nicht die Experimentierfreude abschneiden weil man Witzsachen ausprobieren müssen und die bestmöglichen dann umsetzen Was ich positiv wahrnehme, es gibt viele Überlegungen sowohl von in Europa ansässigen Unternehmen aber auch die großen Produzenten in der Welt überlegen natürlich auch was passiert in China ist im Ende einer der größten Textilmärkte.

00:43:51: Was passiert in Amerika?

00:43:52: Was passiert an Europa?

00:43:54: Was passiert in Südamerika?

00:43:56: denn für einen Produzent zum Beispiel in Indien heißt europäische Markt ein Drittel des Umsatzes und er überlegt natürlich auch, was muss sich tun damit ich auch in Zukunft in Europa verkaufen kann?

00:44:08: Also da ist viel in Bewegung und ich glaube aber keine hat noch den bisher den Stein der Weisen.

00:44:15: Eine große Rolle spielt natürlich auch über regionale global agierende Entsorgungsunternehmen, weil wie gesagt das Rückholen und Aufbereiten ist eine zentrale Stufe und also gut wäre wenn die Politik dort über die Regulatorik Anreize gibt im Sinne sozialen Marktwirtschaft, in der dann die Akteure möglichst optimale Lösungen entwickeln.

00:44:40: Ein kleines Ding, das ich auch schon recherchiert habe ist, geregelt in der EU wird es über PROs, also die Umsetzung der EPR nämlich über Producer Responsibility Organizations und sie werden auf nationaler Ebene umgesetzt.

00:44:53: Und dann ist die entscheidende Frage, wird das dann auch durch die jeweiligen Länder geführt?

00:44:58: oder kommt das, was du sagst.

00:45:00: Dass die verschiedenen Producer Responsibility Organizations da viel Kreativität im positiven Sinne zugestanden bekommen und selber schauen können, dass für sie am besten funktioniert.

00:45:11: Und da gibt es wohl gerade auch einen entscheidenden offenen Brief dazu, weil sich eben gezeigt hat grade DPROs, durch die nationale Regierung geführt werden, sondern wo die Unternehmen sich selber organisieren in der Regel wirklich deutlich deutlich erfolgreicher sind in der Umsetzung.

00:45:25: Und wir haben ja schon gehört oder ich habe schon gesagt es gibt viele Länder die das seit Jahren schon umsetzen Frankreich Niederlande Kalifornien Australien.

00:45:32: also es gibt sehr viel Erfahrung in dem Bereich.

00:45:35: Das werden wir allerdings in einer anderen Folge vertiefen Wo wir dann tatsächlich ein circular economy act und epr deep dive machen.

00:45:40: aus regulaturischer Sicht Hier nochmal in die Praxis rein.

00:45:44: Ein ganz spannendes Thema zum Abschluss KI, inwiefern ist das so?

00:45:48: ein Enabler der vielleicht sogar bei den zehn Schritten, die du vorhin gesagt hast noch mal bisschen mehr rausholt aus dem Zehn Prozentverlust?

00:45:55: Ja also ich bin der festen Überzeugung dass Digitalisierung ob es jetzt KI ist oder jede andere Form von Mathematik In jeden Fall ein wesentlicher Bestandteil ist um die Kreislaufwirtschaft auch

00:46:06: zu

00:46:07: führen und zu begleiten und auch zu steuern.

00:46:10: Auf den ersten Blick sind diese beiden großen Entwicklungen, also Digitalisierung schricks k i und Nachhaltigkeit getrennt.

00:46:17: Aber sie sind im hohen Maße verbunden.

00:46:20: ein Beispiel ist natürlich der schon viel zitierte digitale Passport.

00:46:25: wenn wir heute einen Abfallstrom haben und den sortieren wissen wir häufig gar nicht was in dem Abfall drin ist.

00:46:34: die Etiketten sind häufig rausgetrennt Sie sind auch letztendlich nur grobe Richtschnuren und keine detaillierten Rezepte, wie man sie bräuchte damit man ein effizientes Recycling macht.

00:46:45: Also je mehr ich über das Produkt weiß desto besser kann ich es recyceln'.

00:46:49: Das ist eine der ersten ganz schlichten Dinge die sich hinter dem Schlagwort digitaler Produktpass verbindet.

00:46:56: Den wird es nicht flächendeckend geben weil die Rücknahme und Recylingwege zum Beispiel für ein Auto Und damit auch Autotextil, Batterien usw.

00:47:07: Anders sein wird als für ein Gebäude.

00:47:09: Der Gebäudesektor ist immer noch der größte Rohstoffsenke der Menschheit und da gibt es eben auch gemischte Abfälle die unterschiedlich wieder zurückgeführt werden können.

00:47:19: dann die Bekleidung und was wir gar nicht hier so stark thematisiert haben auch die ganzen Einmalprodukte sprich Hygiene und ähnliches.

00:47:28: Das heißt, je besser ich weiß was da drin ist, desto besser kein Recycling.

00:47:31: Zweiter Punkt ist das Trennen.

00:47:34: Das Trennengeschied heute manuell und dann eben beliebig gut und schlecht und auch natürlich der Kostenintensität.

00:47:43: Wir haben ja in anderen Bereichen nicht genügend Arbeitskräfte in der Zukunft, Pflege

00:47:47: usw.,

00:47:48: so gilt es auch beim Sortieren.

00:47:50: Das heißt wir brauchen jetzt endlich Bildverarbeitung.

00:47:54: Bild Verarbeitung ist immer auch KI.

00:47:55: Also eine schnelle Mustererkennung, ist das ein T-Shirt?

00:47:57: Ist es ein Hemd?

00:47:58: Ist die Hose?

00:48:00: Wo ist die Knopfleiste?

00:48:01: Wie kann ich hier raus trennen.

00:48:04: Und in der Geschwindigkeit muss das gehen auf einem wahren Sortiertisch.

00:48:07: Muss im Sekunden entschieden werden.

00:48:09: was ist das?

00:48:09: Was muss weg?

00:48:10: wie trenn ich's weg und dann recyceln.

00:48:13: Und dieses Produkt erkennen, Produkt desintegrieren also auseinander trennen und dann die textilen Teile zum Beispiel aufzureißen, die anderen aufzuschmelzen das ist in hohem Maße die Notwendigkeit dort.

00:48:27: Bildverarbeitung damit KI und Robotik einzusetzen.

00:48:30: Das sind die Sachen, die ihr macht.

00:48:31: Das heißt ihr baut sozusagen einen Fließband da wird einfach der Kleiderkontainer drauf gekippt.

00:48:36: dann haben wir ein Bilderkennungs Algorithmus oder eine KI die schaut.

00:48:41: was liegt darauf?

00:48:42: das klassiziert im besten Falle besonders effektiv und dann kommt ein Roboterarm und macht die mechanische Verarbeitung davon.

00:48:49: dass habe ich gesagt ihr seid eben die Modellfabrik.

00:48:50: ganz am Anfang habe ich das gesagt für mechanisches Textil Recycling Warum?

00:48:55: Habt ihr euch dafür den mechanischen Weg entschieden?

00:48:57: Weil, gerade beim Recycling-Vents und Polymere geht oder Polyester gibt es ja dann auch die chemische Variante.

00:49:02: Weil letztendlich von der Ausstattung des Recylingateliers das schon groß genug war... Wir beschäftigen uns natürlich auch mit dem chemischen Recycling.

00:49:12: Und da gibt es unterschiedliche Dinge, häufig wird das auch subzimiert als chemisches Recyling.

00:49:16: Wenn man genauer hinguckt, gibt's einmal das sogenannte thermomechanische Recycling Das heißt ich schmelze den Kunststoff wieder auf und mache neue Fasern draus.

00:49:25: Es gibt das chemische Recyclings im Engeren.

00:49:28: Also ich versuche die Rohstoffe zu Bausteinen aufzulösen.

00:49:32: mach wieder neue Kunststoffe daraus kochende neuen Kunststoff Und es gibt natürlich auch die, das runterbrechen auf sogenanntes entweder Sinngas oder Recyclingöl.

00:49:43: Das heißt man macht daraus einen universalen Rohstoff- oder Energieträger.

00:49:48: Alle diese Dinge beschreiten wir natürlich auch in Projekten.

00:49:52: Wir haben dafür noch nicht kein Recylinglabor weil wenn man das macht ist aus meiner Sicht unbedingt sinnvoll dort dann Chemiker einzubinden.

00:50:01: Katalyse ist ein ganz großes Stichwort und natürlich der Recyclingweg noch stärker verwoben zwischen dem Textilen, der Verpackung den technischen Kunststoffen.

00:50:13: Da sind wir gerade dabei das zu konfigurieren und ich denke auch in Kürze werden wir da auch das umsetzen weil es auch eine Komponente ist letztendlich einen Stoffkreislauf zu schließen.

00:50:23: Das ist ja durchaus ein Thema an dem sich die Geister scheiden, die einen befürworten mechanisches Recyling, weil das einfach deutlich Energie schonender ist Und die anderen befürworten chemisches Recycling, weil sich dadurch die ganz großen Chemieanlagen in Deutschland weiter betreiben und nutzen lassen.

00:50:40: Die dann vielleicht schon amortisiert sind und wo natürlich das Business-Modell viel einfacher weiterlaufen kann?

00:50:45: Gibt es da aus deiner wissenschaftlichen Sicht ein Pro und Contra oder lässt sich das einfach dann wirklich fallabhängig?

00:50:52: Ich würde sagen ich bin sehr universeller Ingenieur und Wissenschaftler.

00:50:56: Ich mag alle Techniken und ich glaube auch dass es eher eine Mischung aus wird den verschiedenen Technologien und es ist nicht die eine Recyclingtechnologie, das ist glaube ich auch ein Trugschluss.

00:51:08: Wenn ich... Es gibt ja auch noch das Abcycling also dass ich Stoffe wiederverwende, je mehr Ich wieder verwende, Je näher ich an dem Endwerkstoff bleibe desto energetisch günstiger.

00:51:19: es ist ganz einfach Das wird vielleicht gelingen.

00:51:23: wie ich eingangs sagte für zwanzig dreißig Prozent Für so'n mittleres Segment muss sich wieder mehr Energie einsetzen Werkstoff mehr wieder zum Rohstoff wandeln, um dann wieder grundständig neuen Werkstoff aufzubauen.

00:51:36: Das ist dann chemisch Recycling im Großen und da muss ich aber mehr Energie einsetzen.

00:51:40: Hab den Vorteil dass sich dann aber einen besseren Rohstoff wieder kochen kann in Anleitungstrichen.

00:51:45: Und dann gibt es weitere dreißig Prozent wo ich es nicht werkstofflich sondern energie- rohstofflichen nutze.

00:51:52: und so eine Mischung wird's geben welche Technologie der dominieren wird.

00:51:56: Lass uns das doch mal angehen und nacherschauen, was sich aus rausmendelt.

00:52:01: Wenn man vor hundertzwanzig Jahren gesagt hat wie ein Auto oder ein Flugzeug aussieht hätte man wahrscheinlich auch etwas ganz Cortesches entwickelt.

00:52:07: Ich glaube dass die Lösung wird... In the doing und dann in der Realität entstehen.

00:52:14: Es wird eine Kombination aus verschiedenen Technologien sein, wie ich auch sagte auch in Sektorkopplung das heißt manche Phasern werden vielleicht zum Papier oder zu was anderen.

00:52:22: da muss man glaube ich offen sein.

00:52:23: es wird eine kombination aus unterschiedlichen technologien und unterschiedlichen sektoren sein

00:52:28: ist doch schon ein perfektes Schluss.

00:52:29: wer lass uns in das handeln kommen lasst uns möglichst viele Dinge umsetzen damit wir denn auch wirklich Wahlmöglichkeiten haben und vorwärts kommen.

00:52:37: Wer fehlt euch noch in eurem Netzwerk?

00:52:39: Grundsätzlich ist das einfach ein Open Call sich an mich zu wenden.

00:52:43: Wir sind in Aachen sehr gut vernetzt, wir haben einen sogenannten Center for Circular Economy.

00:52:48: da sind mehr als fünfzig Kollegen aus allen... technischen Bereichen.

00:52:52: Da gibt es auch einen Ansprechpartner, den Moa mit CHD.

00:52:55: Den kann man ansprechen und man kann auch die Hauptakteure ansprechen zum Beispiel mich.

00:52:59: wir wissen ungefähr wer was macht und dann muss ich nicht alles machen und ich kann dann gerne auch verweisen an Kollegen aus der Bauwirtschaft, aus dem Kunststoffbereich oder aus der Mythologie die für bestimmte Fragenstellungen viel besser geeignet sind.

00:53:11: also der Dialog einfach eine Frage stellen die kann auch ungelenk sein dann können wir helfen.

00:53:18: Keine Frage stellen, kann ich nicht helfen.

00:53:20: Das Zweite ist für das insbesondere... Für den Bereich jetzt des chemischen Recycling suchen wir noch Partner aus der Katalyse und aus der Chemie Und dann natürlich es jeder will kommen, der eben aus seinem Wertstoffstrom sieht dass man irgendwas in Richtung Faser machen kann und umgekehrt.

00:53:41: Wir brauchen natürlich Partner Um die Nichtfasertechnisch zu nutzen Reststoffe dann in andere Sektoren zu bringen.

00:53:49: Also an der Stelle, weil das noch ein sehr weißes, weites und weißes Feld ist einfach ansprechen und dann wird einem schon geholfen.

00:53:56: Und die Kontakte packe ich natürlich in die Show notes rein mit der passenden E-Mail Adresse.

00:54:01: Vielen vielen Dank Thomas, dass du vorbeigeschauten hast und uns den Einblick gegeben hast!

00:54:05: Ich sage mal wirklich die gesammelten Erkenntnisse, die sich aus all den unterschiedlichen Forschungsprojekten ergeben und Kooperationsprojekte, die ihr am Laufen habt und das ist ja richtig viel.

00:54:13: gerade hast du nochmal das Center for Circular Economy reingeworfen.

00:54:18: also das heißt da passiert richtig viele Anknüpfungspunkte.

00:54:21: meldet euch unbedingt und vielen vielen dank für das Vorbeischauen.

00:54:23: Das

00:54:24: war mir eine große Freude.

00:54:25: Herzlichen

00:54:42: Dank!

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