Nur 1 % sind bereit: Das Scope-3-Update mit 5 Unternehmensbeispielen! #109

Shownotes

1 Prozent. So viele Unternehmen sagen von sich, dass ihre Scope-3-Daten wirklich entscheidungsreif sind. Der Rest? Sammelt fleißig und lässt die Zahlen in der Excel-Tabelle liegen, statt damit im Einkauf zu steuern. Nur 7 Prozent arbeiten überhaupt mit echten Lieferantendaten.

Lara Obst weis, was den Unterschied macht und wie du deinem CFO den ROI eines Scope 3 Programms erklärst. Sie kennt als Mitgründerin von The Climate Choice nicht nur die Strategien vieler Unternehmen aus der ersten Hand. Mit der Scope 3 Action Group und dem Climate Transformation Summit in Berlin hat sie eines der lebendigsten Scope 3 Ökosysteme im deutschsprachigen Raum mit aufgebaut. Sie verrät Podcast-Host Zackes Brustik:

✅ Was „Climate Maturity" ist und warum es die bessere Steuerungsgröße ist als eine reine CO2-Zahl. ✅ Wie Rossmann, Atruvia, o2 Telefónica, Lenovo und ein globaler Hightech-Hersteller ihre größten Scope 3 Hürden lösen. ✅ 5 konkrete Schritte, mit denen Du in den nächsten Monaten beim Thema Scope 3 aufholst.

Eine unverzichtbare Folge für alle Sustainability Manager*innen und Einkaufsverantwortliche, die Scope 3 endlich von der Reporting- in die Umsetzungsspur bringen wollen.

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SHOWNOTES:

Über Lara Obst: Co-Founder & Chief Climate Officer bei The Climate Choice – einer KI-gestützten Klimadaten-Plattform für den Einkauf, die Lara Obst im April 2020 gemeinsam mit Yasha Tarani und Dr. Rey Farhan in Berlin gegründet hat. Mit der Scope 3 Action Group und dem Climate Transformation Summit in Berlin (2026 bereits in der 7. Ausgabe) betreibt sie eines der aktivsten Scope-3-Ökosysteme im deutschsprachigen Raum. 🔗 LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/laraobst/ 🔗 Die Scope-3-Action Group: https://theclimatechoice.com/solutions/scope-3-action-group

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Lara Obst: Ich glaube, im Bereich nachhaltiger Einkaufsgruppe 3 heißt das für mich zumindest. Es gibt immer wieder andere Modelle auch, dass sich Nachhaltigkeit jetzt nicht als die isolierte 4. Säule aufbaut, sondern dass man sie in dieses typische Dreieck vom Einkaufen mit integriert, also Preis, Qualität, Verfügbarkeit. Das war eigentlich das Spannendste, dass es wirklich die Antwort war, es braucht eine KPI, also eine Steuerungsgröße Zahl im Einkauf, die ganz pragmatisch ist, die nicht unbedingt CO2 Zahl heißt, weil die ist kaum vergleichbar, sondern die eine Aussage macht, die 'n Signal gibt über den einzelnen Lieferanten oder das Produkt, was ich einkaufe. Und da ist unser Stichwort so Climate maturity, da können wir später reingehen. Da haben sich 25 Prozent der Befragten dann drauf geeinigt, dass das eigentlich die beste Größe ist, wenn man Emissionsreduktion steuern möchte im Einkauf.

Zackes Brustik: Wir starten frisch und erholt in die neueste Staffel von Gewinne Zukunft. Es ist schon die 9.. Ich freu mich mega. Vor viereinhalb Jahren ging es los und ich bin super dankbar für jeden von euch, der hier mit an Bord ist. Und wir legen auch direkt los mit einem absoluten Kernthema für Sustainability Manager*in. Es gibt das komplette Scope Tridenty Datenupdate für euch. Man muss ehrlich sein, wenn man rausschaut, anscheinend ist da noch 'n bisschen Luft nach oben bei den meisten Unternehmen und daher gucken wir wirklich rein an 5 ganz konkreten Beispielen von realen Unternehmen, welche jeweilige Herausforderung die bereits gut lösen und warum es bei denen schon richtig gut läuft und fassen das dann auch noch mal zusammen mit 5 konkreten Schritten, die euch helfen, da in den nächsten Monaten fällt gut zu machen. Und wen hab ich dafür alle an Bord? Einen Menschen, den ich eigentlich auch schon direkt vor viereinhalb Jahren hätte, einladen können und sollen, denn sie macht richtig, richtig coole Sachen. Einerseits ist sie Co Founder und Chief Climate Officer bei The Climate Choice, 'n Lösungsanbieter genau für das Thema. Aber warum ich sie eingeladen hab, ist, weil die noch viel viel mehr machen. Die haben zum Beispiel auch den Climate Transformation Summit in Berlin, jetzt schon mit der Sitten Ausgabe. Ich glaub vor 2, 3 Wochen war das erst, während wir die Folge aufnehmen und sie haben eine unglaublich lebendige Community. Das heißt, in meinen Augen ist sie ein absoluter Ecosystem Hero Lara Obst. Also ich kann euch versprechen, nach den nächsten 60 Minuten habt ihr richtig handfeste Infos, Insights aus Ökosystem und ganz praktische Schritte für eure Arbeit an der Hand. Und damit herzlich willkommen bei Gewinne Zukunft, dem Nachhaltigkeitspodcast der Pioniere und Professionals. Mein Name ist Zackes, ich freue mich enorm, wie gesagt, dass ihr hier mit an Bord seid. Abonniert den Podcast in eurer App und abonniert natürlich auch gerne meinen Newsletter, www.zackes.com/newsletter, denn auf all den Events, auf denen ich sonst als Moderator unterwegs bin, sammel ich natürlich unglaublich viele wertvolle Behind the Scenes Infos ein, direkt von den Leuten, die gerade ganz vorne mitmischen. Dort findet ihr das immer kompakt und komprimiert so grob alle 5 Wochen. Ja, los geht's, würd ich sagen. Moin Lara, richtig cool, dich mit an Bord zu haben.

Lara Obst: Moin Zackes. Ja, freut mich sehr, dass wir's schaffen, den Podcast zusammen aufzunehmen.

Zackes Brustik: Wir haben ihn

Lara Obst: ja 'n paarmal verschoben, aber wie Du sagst, entspannt nach der Sommerpause, bester Zeitpunkt. Freu mich sehr, mit dir über Scoup 3 heute zu sprechen.

Zackes Brustik: Und ich hab noch mal überlegt, ich glaub, wir waren tatsächlich das schon ganz lange her und die wenigsten wissen wahrscheinlich noch, gab mir ja mal Clubhouse, das war so während der Coronazeiten. Ich glaub, wir hatten mal eine Clubhouse Session zusammen. Und da kann ich mich noch richtig gut dran erinnern, die war superwertvoll. Megastrate, dass so Clubhouse nix geworden ist. Ich fänd die hat 'n guten Communityaspekt. Aber jetzt knüpfen wir an. Ich hatte in meinem Newsletter vor der Sommerpause geschrieben, dass so die, weißte, diese dunkle Glocke von Omnibus die letzten Monate, das letzte Jahr, anderthalb Jahre schon, irgendwie hatte ich das Gefühl, das ist weg. Also es gibt jetzt draußen gibt's keinen wirklich guten Grund für. Das läuft ja noch son bisschen weiter. Ich würd mal sagen, das Pendel schwingt weiterhin 'n bisschen zurück. Aber für mich irgendwie hab ich so das Tal der Tränen durchschritten. Ich bin wieder motiviert, weil ich das Gefühl hab, es geht nach vorne. Da ist son bisschen 'n zweischneidiges Schwert, liegt vielleicht auch daran, weil wir einfach sonen Katastrophensommer haben und einfach jeder weiß, am Thema Klimawandel, Auswirkung kommen wir nicht mehr mit vorbei. Dazu so hätte es natürlich nicht kommen sollen, aber ich bin der Meinung, dass wir halt nach diesem Sommer einfach wirklich mit allen unseren Ansprechpartnern ganz konkrete persönliche Erlebnisse entweder aus Deutschland, ausm Urlaub oder sonst wo haben, wo wir alle wissen, warum wir über dieses Thema sprechen. Das und wie gesagt, einfach hab ich das Gefühl, es war jetzt irgendwie so lange rückwärts unterwegs, ich hab einfach wieder Bock. Wie geht's dir denn da?

Lara Obst: Ja, Du hast das supergut zusammengefasst, finde ich, mit dem Panel, das immer hin- und herschwingt. Ich hatte es so wahrgenommen im Markt, dass das Schlimmste für das ganze Thema Unsicherheit ist, solang es nur Spekulationen gibt und ich glaub, das war so die Zusammenfassung des ganzen letzten Jahres, dass wir rund die CSRD vor allem immer wieder, wo geht's hin, wird's stärker, wird's abgeschwächt und so weiter. Ich glaub, der Ausgang ist nicht da, wo wir hätte sein wollen in vielen Bereichen, aber wir haben jetzt auf jeden Fall etwas, womit man wieder halbwegs planen kann. Und gerade so diese Aussage, die dann im letzten Jahr doch ab und zu mal auftauchte von wegen Sustainability is that, ist vor allem so, okay, der Fokus liegt vielleicht einfach nicht mehr auf Reporting, es liegt genau in der Umsetzung. Und das ist das, was wir bei unseren Kundinnen vor allem auch sehen, dass es einfach nicht mehr darum geht, jetzt die perfekte Zahl von a nach b zu schieben und in einen zurückgeschauten Sustainability Report zu bekommen, sondern wirklich handfest zu gucken, wo wollen wir als Unternehmen hin? Wie werden wir selber durch Klimawandel beeinflusst? Das ganze Thema Risiko kosten und was können wir machen, da wirklich entgegenzusteuern, uns anzupassen und vor allem bis in die Lieferkette, ja, in die Wertschöpfung zu kommen, aber auch in die Emissions- und Kostenreduktion.

Zackes Brustik: Du hast jetzt, glaub ich, meine nächste Frage schon son bisschen vorweggenommen. Also die Motivation ist da, trotzdem muss man so realistisch sein. Es wird wahrscheinlich noch viel verschoben werden und große Instrumente wie der ETS wackeln und lauter so Dinge. Also warum sollten wir jetzt grade Mitte 20 26 über das Thema Scoope 3 sprechen? Warum ist es relevant und in Bezug auf welche Stakeholder?

Lara Obst: Ja, also Sope 3 muss man ja erst mal für alle aufbrechen, die vielleicht nicht jeden Tag das durchleuchten. Also man spricht halt von den Emissionen, die von einem Unternehmen entstehen und dann gibt es die direkten, die gehören zum eigenen Unternehmen, die sind vor allem mit der Energie bezogen, dann gibt es noch indirekte Energie Emissionen und dann kommt wirklich alles indirekte, was aus der Lieferkette kommt und das fassen wir erst mal mit Scope 3 zusammen. Und da gibt's vorgelagerte und nachgelagerte Emissionen, also da wird's sehr komplex, 15 verschiedene Kategorien. Und sich damit zu beschäftigen heißt einfach, wenn man's ganz grob sagt, außerhalb der Unternehmenstür rauszuschauen und zu schauen, in was für 'ner Welt agiere ich eigentlich? Was beeinflusst mich eben von außen? Was ist vor mir? Was passiert vor meiner Wertschöpfung alles? Von dem kaufe ich ein, Produkte und Services haben eben auch die meisten Emissionen typischerweise und dann aber auch, was passiert nach meinem Unternehmen? Wo liefere ich hin? Was Belieferwege habe ich? Wer kauft eigentlich von mir? Was passiert mit Produkten, nachdem ich sie verkauft habe und so weiter? Das heißt, wenn ich mit mit Google 3 beschäftige, dann ist das am Ende eigentlich 'n ganz pragmatischer Blick in meine Wertschöpfung und gerade im Kontext vom Klima heißt das einfach auch mal Risikomanagement. Du hast es angesprochen, also wo jetzt eben nicht mehr nur die transistorischen Risiken im Raum stehen von Regulation. Was beeinflusst mich da vielleicht durch steigende Marktdynamiken, Kosten von CO2 Preisen und so weiter? Habe ich ja inzwischen auch physische Risiken. Also wir haben auch schon vor 2, 3 Jahren mal mit einem bekannten Schnapshersteller gesprochen, die gesagt haben irgendwie von ihren 50 Kräutern sind schon 30 20 beeinflusst, weil die in Regionen dann gebaut werden, wo es langsam zu warm wird, anschauen muss, ob man das nicht verlegen muss und so weiter. Also wenn ich mich mit SCOP 3 beschäftige, dann heißt es heute, dass ich mich nicht mehr primär mit Regulationen vielleicht beschäftige, sondern vor allem auch mit den Konsequenzen von Klimawandel und von den Risiken, die dadurch für mein Unternehmen entstehen. Und wenn ich das ganz praktisch runterbreche, dann ja, ist, wenn wir von der Lieferkette sprechen, dann eben auch der Einkauf eingebunden und dann heißt es Risikomanagement im Einkauf zu betreiben.

Zackes Brustik: Das war 'n megacooles Beispiel, weil es gibt so Beispiele, wo's irgendwie auf der Hand liegt. Mein Lieblingsbeispiel ist so Kaffee und Kakao. Bis 20 50 gibt's nur noch die Hälfte der Anbaugebiete bekommen. Logisch, dass sich jemand wie Tchibo jetzt schon Gedanken machen muss, wie sichert er sich die verbleibenden 50 Prozent, so ungefähr. Aber das mit den Kräutern megaspannend. Ich kann mir vorstellen, welche Marke das ist, wahrscheinlich mit 'nem Tierlogo, aber da wird's ja nie drauf kommen. Hast Du noch so 2, 3 Beispiele, die so kontraintuitiv sind, wo man aber merkt so, oh krass, das kann dir in echt schnell auf die Füße fallen?

Lara Obst: Vielleicht nicht unbedingt kontraintujektivs, aber auch da, also mir fallen dann natürlich noch son paar Gespräche rund den Bereich ein, also auch da wieder 'n Brauereiunternehmen, das uns jetzt im letzten Jahr, glaub ich, dann schon irgendwann gesagt hat, ah, zum Glück haben wir angefangen, eben das ganze Thema Klimarisiko in die Lieferkette zu bringen, weil es häufig eben auch heißt, einfach mal Energiemanagement zu kontrollieren. Also wie gesagt, die Emissionen aus aus dem Bereich Energie 1 eigenen Unternehmens sind jemand anderes, Group III Emissionen. Die haben angefangen, eben den Klimagrad ihrer Lieferanten zu erfassen, damit rausgefunden, wer besonders energieintensiv ist und haben da dann gesehen, okay, da sind fluktuierende Ölpreise, die beschäftigen uns, ne. Da wird das ganze Produkt viel zu teuer oder nicht planbar und hatten da gesagt, wir hatten irgendwie schon seit 10 Jahren einen Plan für Abwärme oder die Gewinnung von Strom aus Wärme, das zu nutzen und haben da dann erst den Business Case rausgerechnet, weil sie gesagt haben, okay, wir sehen, dass da eine Volatilität im Preis ist, das ist 'n hohes Risiko, können wir nicht planen, dann ist es günstiger, wenn wir da investieren und sind dann glücklich zurückgekommen und haben gesagt, ja okay, im letzten Jahr haben wir davon profitiert. Wir hatten da einfach 'n stabilen, ja, Energieprei und dann das hätte man vielleicht jetzt vor 2, 3 Jahren auch noch nicht gedacht, dass die Kosten sich so schnell amortisieren, wenn der Ölpreis immer wieder so schwankt.

Zackes Brustik: Auch da quasi hätten wir schon meine nächste Frage schon so angekratzt. Wo kann ich das jetzt schon so in harte Zahlen spüren? Also ne, wenn Du sagst, so zum Beispiel Kräuter für einen Schnapshersteller, das ist noch son bisschen in die Zukunftrisiken ausgeglichen, aber jetzt so unmittelbar aktuell, klar, das Energiethema liegt auf der Hand, ne, Ölpreiskrise. Das heißt, da kann ich's jetzt schon spüren. Gibt's noch so andere Argumente, wo ich sag so, wenn ich 'nem CFO in meinem Unternehmen so den ROI von Scope 3 und den Investitionen in das Programm, die Transformation, Prozesse, Strukturen, Software begründen muss, obwohl der regulatorische Druck nachlässt, was würdest Du eben vorrechnen?

Lara Obst: Ja, also bei 'nem CFO würde ich das Gespräch wahrscheinlich dann schon von von Geld wieder auf Geld lenken und und bei den Zahlen bleiben. Also ich hab ja mal 2008 angefangen, Nachhaltigkeit zu studieren und damals nicht unbedingt gedacht hätte, dass der Finanzmarkt doch treibende Kraft wird im ganzen Bereich Klima, aber heute ist es inzwischen so. Also dass man im CFO vor allem auch sagen kann, Banken, Versicherungen, Investoren, ID haben inzwischen den Fokus auf Klimarisiken. Ich selber auch hab früher bei Climate Kick gearbeitet, ein europäisches Netzwerk für Klimaschutz in der Wirtschaft. Und da hatten wir, das war 2017, haben wir mit Munich RE zusammengearbeitet, die jetzt ja auch immer wieder alle paar Jahre ihre Risiken beziffern weltweit und da Reports rausgeben. Und die haben damals schon gesagt, es ist zu teuer, in jegliches Unternehmen oder Investitionen zu investieren, wenn da Klima nicht mehr berücksichtigt wird. Jetzt sind wir fast 10 Jahre weiter und es ist einfach de facto so, dass Unternehmen, die Geld aufnehmen, ihren Banken zeigen müssen, wie adaptieren wir das Ganze an Klima, Wie sind wir davon betroffen? Was haben wir für Maßnahmen, wie wir da weitermachen können? Und es geht natürlich bis hin zu Finanzratings, wo man dann nachweisen muss, dass man wirklich berücksichtigt, wie man selbst das Klima beeinflusst, aber auch davon beeinflusst wird.

Zackes Brustik: Ich hab ja versprochen, wir machen gleich noch 'n Deep live in wirklich 5 ganz konkrete Beispiele von realen Unternehmen und spezifischen Herausforderungen, die die gut lösen. Vorab aber noch, weil Du ja echt 'n guten Einblick in alles hast, was da draußen grade passiert, in das ganze Ökosystem. Was läuft falsch, wenn Du sagst so, ne, gibt's noch irgendwie so den falschen Blickwinkel auf das Thema Scope 3 oder falsche Herangehensweisen? Was siehst Du ganz oft, wo Du denkst so, hey, da müssten wir schon weiter sein. Hey, da müssten wir schon weiter sein. Hab ich mir letztens ziemlich oft gedacht. Deswegen gibt's kurz vorher eine persönliche Einladung von mir an dich für einen Call. Auf den letzten Sustainability Konferenzen, auf denen ich unterwegs war, gab es immer genau ein Thema, das mir als größter Frustpunkt grade entgegenkam. Egal welchen Sustainability Manager, welchen Managerin ich gesprochen habe, die waren alle unzufrieden mit ihrem ESG Software Anbieter. Und das war ein bisschen kurios, weil die einen haben gesagt, ich bin bei Anbieter A, aber irgendwie überzeugt mich das nicht und ich will zu Anbieter B wechseln. Der nächste Manager, mit dem ich gesprochen habe, hat gesagt, ich bin bei Anbieter B und ich überlege mir gerade entweder tatsächlich zu Anbieter A oder zu Anbieter C zu wechseln. Also egal, in welche Richtung man schaut, es ist echt schwierig und anscheinend ist der am Markt auch noch so fragmentiert, dass es super uns übersichtlich ist, welchen Anbieter es überhaupt gibt und wer darunter schon vernünftige Arbeit leistet. Daher habe ich ein ganz persönliches Projekt für Ende September, spätestens Anfang Oktober. Ich würde gerne einen Call aufsetzen, super vertraulich ohne Aufzeichnung. Es dürfen nur Sustainability Manager teilnehmen, keine Lösungsanbieter, keine beratenden und wir werden super ehrlich besprechen, welches Tool ihr habt, welche Erfahrung damit ihr sammelt und das gemeinsam austauschen, damit ihr alle einen bisschen besseren Überblick darüber habt, denn das Gras ist nicht grüner auf der anderen Seite. Ich glaube, eine der Wahrheiten ist, aktuell ist der Stand, dass die Branche der ESG Software Anbieter und Sustainability Manager gemeinsam die Lösung der Zukunft entwickeln müssen. Aber auf diesem Weg gibt es definitiv Anbieter, die schon besser erreichbar sind, die mehr Hand in Hand mit euch arbeiten. Welche das sind, lasst es uns gemeinsam herausfinden. Wenn ihr dabei sein wollt und auch wirklich ehrlich über euren eigenen Anbieter sprechen könnt, vielleicht sind's ja auch schon 2, 3, meldet euch unter zackes@gewinnezukunft.de. Meine E-Mail-Adresse zackes@gewinnezukunft.de. Und sagt mir, welches Tool ihr nutzt und dass ihr Bock habt, dabei zu sein, dann lade ich euch, sobald es soweit ist, in diesen Call mit ein. Ich freu mich schon mega drauf. Weiter geht's. Was läuft falsch, wenn Du sagst so, ne, gibt's noch irgendwie so den falschen Blickwinkel auf das Thema Scope 3 oder falsche Herangehensweisen? Was siehst Du ganz oft, wo Du denkst so, hey, da müssten wir schon weiter sein?

Lara Obst: Ja, danke für den letzten Satz, da müssten wir schon weiter sein. Da würd ich, glaub ich, eher anknüpfen als was läuft falsch? Weil ja, falsch auf jeden Fall, weil wir zu langsam sind, aber gleichzeitig muss man ja auch ehrlicherweise sagen, das Thema in seiner Breite ist halt auch noch recht neu. Also nicht jeder hat jetzt die letzten 10, 20 Jahre Nachhaltigkeit studiert, sich da viel mit beschäftigt. Wie gesagt, eigene Erfahrung, früher haben wir noch häufig darüber geredet, ist Klimawandel überhaupt menschgemacht oder nicht. Jetzt gehen wir eher darüber, okay, welche Maßnahmen helfen oder nicht und sind wir nicht einfach zu spät? Also ich glaub, inzwischen muss man nicht mehr argumentieren, dass wir daran, ja, selber Auswirkungen haben und dann aber auch, dass jedes Unternehmen was tun muss. Und ja, von hier muss man einfach schauen, wie wollen wir damit umgehen? Und jetzt hab ich den Faden verloren. Darf das die Frage noch mal sagen?

Zackes Brustik: Die Frage war, müssten wir nicht schon weiter sein?

Lara Obst: Ja, mir ist Steinmeier eingefallen, der uns damals im Studium sagte, wir machen da einfach nix. Gut, also müssten wir nicht weiter sein, genau das ist die Frage, weil falsch würde ich sagen, ja, wir machen wahrscheinlich nicht alles richtig, aber das Thema ist trotzdem einfach noch sehr neu und in den meisten Unternehmen wurde jetzt vielleicht in den nächsten Jahren oder in den letzten Jahren nachgesteuert, immer dafür besonders eingestellt, das Thema voranzubringen. Und was da vielleicht nicht ganz richtig gelaufen ist und was sich jetzt positiv verändert, ist häufig, dass es eine einzelne Person war oder 'n kleines Team, die wirklich erst mal rückwärts gerichtet das Thema aufgearbeitet haben und für einen Report dargestellt haben. Und da war aber keine Entscheidungsfähigkeit dabei oder häufig hat es gefehlt, das ganze Thema in die Breite ins Unternehmen zu tragen und wirklich mit der Unternehmensstrategie zu verzahnen. Und das ist etwas, was wir immer mehr sehen, das sich verändert, dass es eben vor allem im Einkauf Sustainability Personen begibt, aber auch im ganzen Bereich

Speaker C: Finance, dass es eben mit der doppelten Reportfähigkeit inzwischen wir so weit sind, dass in

Lara Obst: jedem Bereich im Unternehmen geschaut wird, inzwischen, wir so weit sind, dass in jedem Bereich im Unternehmen geschaut wird, was machen wir schon im Bereich Nachhaltigkeit und wie wollen wir in der Zukunft das noch weiter vorantreiben und verbessern?

Zackes Brustik: Dann jetzt mal noch 'n paar ganz konkrete Zahlen. Ich weiß, ihr arbeitet grad auch im Paper, was demnächst rauskommt. Ich glaub, September siebzehnten rum oder so mit eurem Scope 3 Update. Wie sieht's aus da draußen? Also wie sind die Unternehmen aufgestellt in Prozentzahlen oder so oder in in Pi Chartanteilen quasi? Wer ist da schon ziemlich vorne mit dabei? Wer ist noch irgendwo vage am rumurksen? Wie stellt man sich dem Feld aktuell, wenn man hier zuhört? In was für 'ner Peergruppe bewegt man sich?

Lara Obst: Ja, das ist natürlich genau das, was uns auch interessiert hat, weshalb wir beim dem diesjährigen Summit, wo wir 100 zu 3 Action Leader in Berlin zusammengebracht haben aus unterschiedlichsten Industrien und da die Chance genutzt haben, unseren Scope 3 Reality Survey zu versenden. Wir hatten über 80 Prozent Teilnehmer und da wirklich mal zu fragen, wo steht ihr eigentlich heute? Weil natürlich arbeiten wir so aus der Bubble raus. Wir arbeiten immer mit den Kundinnen zusammen, die da schon in dem Bereich unterwegs sind. Beim Summit waren jetzt eben nicht nur Kunden und Partner dabei Und da ist die Zahl leider sehr eindeutig. Also wir haben so als i-Tüpfelchen gefragt, wer nutzt schon Skope 3 Daten vollständig, Entscheidungen vor allem im Bereich Einkauf zu steuern, Emissionen zu reduzieren? Und die Antwort war ein Prozent der Leute. Alle anderen haben sich da drunter gestaffelt, also teilweise oder mal gemischt mit Durchschnittsdaten und so weiter. Aber das heißt, die allermeisten Unternehmen sammeln zwar schon im Bereich Scooke 3, also Daten von den Lieferanten über ihre Klimareife, Emissionen, Klimaziele und so weiter, aber die allermeisten legen es doch noch irgendwie in der Excel Tabelle ab und steuern eben nicht damit neue Entscheidungen. 7 Prozent der Leute haben gesagt, dass sie eben mit Primärdaten speziell schon für Entscheidungen arbeiten, aber eben dann nicht vollständig. Und dann war noch eine Frage da drunter, die eben spannend war, okay, wenn ihr jetzt nicht mit den ganz exakten Zahlen aus der Lieferkette arbeitet und damit auch noch nicht vollständig Entscheidungen treffen könnt, was glaubt ihr denn? Was müsste passieren, damit ihr da hinkommt? Und das war eigentlich das Spannendste, dass es wirklich da die Antwort war, es braucht eine KPI, also eine Steuerungsgröße Zahl im Einkauf, die ganz pragmatisch ist, die nicht unbedingt c-o-zwei-Zahl heißt, weil die ist kaum vergleichbar, sondern die eine Aussage macht, die 'n Signal gibt über den einzelnen Lieferanten oder das Produkt, was ich einkaufe. Und da ist unser Stichwort so Climate Mitchurity, da können wir später reingehen. Da haben sich 25 Prozent der Befragten dann drauf geeinigt, dass das eigentlich die beste Größe ist, wenn man Emissionsreduktion steuern möchte im Einkauf.

Zackes Brustik: Oh, megaspannend. Da werden wir auf jeden Fall nachher reinhören. Also merkt euch da schon mal Climate mit Charity das Wort und erinner mich dran, falls ich's vergesse. Aber das heißt superspannend. Erst mal find ich ja für alle, die zuhören, Du hast ja vorhin auch gesagt, oft ist man so Einzelkämpfer in dem Unternehmen für das Thema. Oft hat man das Gefühl, das sollte doch viel schneller vorangehen, alles so zäh die Transformation. Und ich glaube, das ist 'n bisschen entlastend in dem Sinne zu hören, dass die anderen wahrscheinlich grade auch noch nicht viel weiter sind. Trotzdem wollen wir natürlich Gas geben, das ist gar keine Frage, aber ich finde so für Sustainability Manager*innen, die schon, ich sag mal, 10 verschiedene Aufgaben eigentlich mit 3 Stellen bearbeiten sollten, ein bisschen eine Entlastung. Jetzt hören wir mal rein. Ganz konkrete Kundenbeispiele. Also was sind so typische Herausforderungen? 5 Stück hab ich versprochen. Und wie lösen das die Unternehmen, die Du kennst? Ich weiß, ihr habt in meinen Worten sone Scope 3 Arbeitsgruppe. Bei euch heißt das bestimmt was mit Denglisch, aber geben uns doch mal 'n Einblick in in coole Player da draußen und was ihr von denen lernen können.

Lara Obst: Ja, die Scopese Action Group ist ein Verbund sozusagen von unseren Kunden, die wir jetzt schon vor zweieinhalb Jahren, 3 Jahren gegründet haben, weil wir tatsächlich immer wieder gesehen haben, wir arbeiten mit allen Unternehmen an den gleichen Themen. Genau das, was Du gesagt hast. Mit den allermeisten sprechen wir erst mal am Anfang und dann entschuldigt sich die Gegenseite, dass sie so langsam sind und dass sie schon weiter sein müssten. Also dieser Druck und das schlechte Gewissen ist bei allen und wo wir ja vor allem in dem Bereich Datenmanagement eben aus der Lieferkette sind, die Daten

Speaker C: von den Lieferanten zu erheben, online entweder durch

Lara Obst: Webscrollen oder von den Lieferanten da hinkommt, braucht man vor allem eine Strategie. Dann braucht man Budgets, dann braucht man Verantwortlichkeiten, die geklärt sind. Und da haben wir am Anfang in den ersten paar Jahren immer wieder praktisch begleitet, diese Schritte aufzubauen, damit man praktisch erfolgreich damit uns auch zusammenarbeiten kann. Und haben gemerkt, okay, das ist kein einzelnes Thema, sondern es geht allen so und daraus die Gruppe gegründet.

Zackes Brustik: Und auch noch mal quasi da der Blick von mir, also ganz viele Lösungenanbieter, mit denen ich spreche. Ich glaub, das ist sone typische Reise, die haben alle vor 4, 5 Jahren gemerkt, so Mensch, wir haben eine richtig coole Lösung. Unser Kunde ist noch gar nicht so weit, auch wenn wir's gar nicht wollten. Wenn unser Businessmodell eigentlich sone leicht skalierbare Softwarelösung hätte sein soll und so Saas, wir müssen unsere Boutiqueberatung dazubauen, weil sonst eine Kunde gar nicht andocken. Also ich glaube, das ist echt auch sone Sache, wo ganz viele Leute die gleiche Entwicklung durchlaufen haben. Was ich bei euch spannend fand, ist, ich glaub, ein Case war Rossmann zum Beispiel, da kommt jetzt nämlich das Wort. Ich weiß noch nicht, ob wir in dem Kontext sind von, den Du meintest, also von Reife, aber ich glaube, da ging's drum, auch erst mal zu gucken, wie reif sind eigentlich sozusagen meine Lieferanten, die ich hab und dass ich die nicht alle gleich bearbeiten kann, oder?

Lara Obst: Genau, also es ist 'n sehr simples Tool, was man eigentlich generell im Einkauf auch nutzt, auch sonst in vielen Bereichen vom Risikomanagement. Wir haben das einfach ganz praktisch mit unseren Kundinnen übersetzt in eine Climate Matrix, wo man auf der einen Dimension hat, was ist mein Stand bei den Lieferanten und oder andere unternehmensrelevante Größen, wo man einmal einsortiert auf der Y-Achse, wie viel kaufe ich da ein oder sind die besonders relevant, weil sie einfach 'n strategischer Partner sind? Und dann hab ich auf der Y-Achse, okay, wie viel Emissionen haben die, wenn ich das schon weiß? Manchmal gibt es so Durchschnittswerte oder so was, wo womit ich annehmen Namen machen kann. Oder gibt es auch schon Indikationen, die ich von den Lieferanten bekommen hab, so was wie, sie haben Klimaziele gesetzt, sind die wissenschaftlich basierten Klimaziele, die man auch öffentlich weitergeben muss? Oder habe ich vielleicht sogar schon oder carbonkarben Footprints, also Nachweise von den Emissionen der der Produkte? Und dann kann ich sehr grob, wenn ich möchte oder sehr granular, liegt so an der Motivation von den Menschen, die dann mit dem Tool arbeiten, kann ich das Ganze segmentieren. Und dann wird's einfach superspannend, weil die allermeisten Unternehmen arbeiten ja wirklich mit Hunderten oder Tausenden Lieferanten zusammen und sind am Anfang total überwältigt, wie ich jetzt daraus eine Klimastrategie mache. Und das ist genau der Wechsel vom Reporting zu NASCOP 3 Strategie in der Praxis, da muss ich nämlich segmentieren und schaue, mit wem fange ich als Erstes an. Und das haben wir in dem Fall zusammen mit Maltesee, dem Nachhaltigkeitsmanager von Rossmann, in der Gruppe erarbeitet.

Zackes Brustik: Ah ja, das heißt nicht alle über einen Kamm scheren und wenn ich richtig verstanden hab quasi, hast Du sone Matrix einerseits Materialitäten und andererseits Reife oder auf Englisch Materiality und Metroity, man könnte es die Millimeter Matrix nennen. Das heißt also auch dann für die wahrscheinlich unterschiedliche Pfade entwickeln. Also nicht nur sie sortieren, sondern wahrscheinlich unterschiedliche Pfade, wie man mit denen zusammenarbeitet, oder?

Lara Obst: Genau. Das ist der Punkt, wo's dann ganz praktisch wird, dass man wirklich einmal schauen kann, auf wen muss ich mich denn wirklich konzentrieren? Manchmal gibt es ja auch Vorreiter, wo man dann sagen kann, super, die die können mir schon alles liefern, die haben Klimaziele, die haben Produktdaten und so weiter. Vielleicht kann ich mit denen den Spend einfach mal erhöhen oder ich kann von denen auch Best Practices ableiten und an die anderen Lieferanten weitergeben. Viele machen auch schon so Lieferantentage, wo sie dann wirklich auch über die Motivation kommen, Awards vergeben und sagen, okay, das sind die Vorreiter. Und bei den anderen dann aber auch zu gucken, wen muss ich nur monitoren und sagen, okay, das ist viel zu viel Aufwand, long Tail von The Supply Chain, da kann eine KI dran arbeiten und mit den anderen muss ich wirklich in die Transformation gehen. Da muss ich reingehen und sagen, okay, wie kann ich das Ganze steuern? Sind das persönliche Telefonate? Haben wir auch Kundinnen, die das machen? Oder muss ich Ausschreibungen anpassen, muss ich wirklich segmentieren und schauen, wer wie in meine Lieferkette überhaupt reinkommt oder wie entwickle ich Lieferantinnen weiter? Mache ich Trainingsprogramme, verändere ich den Code of Conduct? Gebe ich 'n Transformationspfad auf. Auch das sind schon einige Unternehmen dabei zu sagen, ihr müsst erneuerbare nutzen und so weiter und überleg mir, was macht für mich Sinn?

Zackes Brustik: Jetzt muss ich ja ehrlich sagen, das will ja eigentlich niemand haben. Eigentlich will ja 'n ja standardisieren, Prozesse aufbauen, automatisieren, alles möglichst einheitlich und wenn ich dann höre boah, Du musst hier unter also erst mal die Matrix und alle durchleuchten und einsortieren und dann musst Du, je nachdem was da rausguckt, auch noch die unterschiedlichsten Pfade entwickeln, da kriegt man doch Kopfweh, grade wenn man schon understuffed and under budgetd ist.

Lara Obst: Ja, tatsächlich mag man das meinen, aber diese Matrix, also ich ich find's auch superspannend und auch sehr schön zu erleben. Natürlich wieder unsere Bubble, wir arbeiten mit Menschen, die Nachhaltigkeit im Jobtitel haben und oder zumindest das Thema Scope 3 verantworten. Aber die haben häufig schon so oft an diesem Problem rumgedacht und halt wirklich diese erschlagende Lieferantenliste von Hunderten Lieferanten und sagen, ich müsste doch was tun. Daher kommt eben genau diese Entschuldigung am Anfang und da macht man einfach gar nix. Und dieses Tool, da gehen meistens wirklich die Augen auf und wird so, ach, jetzt sehe ich das mal, jetzt hab ich hier eine Übersicht, das ist jetzt verständlich und sie ergibt ja eben meistens auch, dass viele auch in dem Quadranten Monitor sind, dass man einfach mal ja teilweise 'n paar 100 da reinpacken kann und sagen, da ist so wenig Stand, das macht jetzt einfach nicht viel aus oder da sind so wenig Emissionen, da verändere ich vielleicht eher den Grund of Conduct und sag, in 5 Jahren müsst ihr Klimaziele gesetzt haben und eine Strategie entwickelt und so weiter, sonst mache ich meine Ausschreibung anders. Und dann aber auch zu schauen, okay, es gibt Überraschungen, wer ist schon vorne dabei? Und dann auch zu sagen, okay, die, die ich weiterentwickle, was sind eben die 3 Maßnahmen? Und dann wirklich ins Handeln und Denken zu kommen, motiviert die meisten so viel mehr, als wenn sie eben diese ungelöste Problematik haben. Und sie haben ja häufig auch das Ziel, ob's eben vom CFO oder sonst wo kommt, die Klimarisiken in der Lieferkette aufzuzeigen, die Daten zu sammeln, aber dann auch selber zu zeigen, wie sie sich dekarbonisieren. Und wenn die meisten Emissionen aus der Lieferkette kommen, müssen sie halt ansetzen.

Zackes Brustik: Was ich mega erfrischend finde, also weil das ist son Frustpunkt, den ich grad von allen hören, allen wird versprochen, hey, wir haben das beste ESG Tool und dann spezialisiert für verschiedene Themen und sowieso keine Angst, die KI kümmert sich drum. Und ganz viele Sustainability Manager*innen feedback mir, das Versprechen geht nie auf. Und dann ist einfach der große Unterschied, hab ich 'n Gegenüber, was erreichbar ist und mit mir customized, was die Lösung ist, weil wir das gemeinsam alle neu entwickeln oder nicht. Und was sie super erfrischend ist, was Du sagst, ist, dass Du jetzt gar nicht kommst und sagst so, werf KI drauf, sag bei manchen ja, aber zuallererst fangen wir einfach mit 'ner Matrix an und Strategieentwicklung. Also ist ja ein 1 analoges Tool sozusagen. Keine bestimmt KI für nutzen, aber das heißt wirkliche Basic, überhaupt erst mal 'n Überblick zu bekommen. Und dann, das fand ich sehr smart, was Du gesagt hast, wo muss man Hände schreiben, muss man den Hörer in die Hand nehmen und wo kann ich tatsächlich Technologie drauf ansetzen? Interessant. Jetzt auch noch bei Rossmann und wir haben ja noch 4 weitere Beispiele vor uns. Kurz, ich glaube, da hatt ich auch das rausgelesen, wirklich die Frage, wie übersetz ich das für das mit welcher Sprache? Kommt da jetzt in anderer Bedeutung auch noch mal mit rein? Das Wort, was Du vorhin meintest?

Lara Obst: Genau das ist das, was man aus den 4 Segmenten dann praktisch ablesen kann. Also je nachdem, wo sie sich eben verteilen auf diesen x- und y-Achsen, kann man dann und das ist dann am Ende wieder datenbasiert, also wir zeigen das Ganze auch in der Plattform, dass wir eben diese Analyse, je nachdem welche Daten schon vorliegen im eigenen Unternehmen, ergänzen wir die eben mit öffentlichen Daten aus, ja, dem Internet am Ende, aus verschiedenen Reports, Webseiten und so weiter von den Lieferanten, wo KI das Ganze unterstützt. Die Lieferanten können aber dann auch in dem Tool, in diesen vorgefertigten Profilen ihre Daten noch angeben und das Ganze verbessern, wo die Motivation natürlich höher ist, wenn schon was drin liegt. Und daraus hat man dann eben datenbasiert diese Matrix. Man kann sie natürlich auch rein analog machen, aber dann hat man meistens noch nicht mehr Daten gewonnen oder die kommen aus verschiedenen Bereichen. Und da dann zu sagen, am Ende haben wir da 'n Ampelsystem, sind die grün, gelb oder rot oder eben ist die Climate Majority, high, low oder medium? Und damit dann zu arbeiten und zu sagen, okay, was ist unser Paket für die, die schon weit sind und relevant? Was ist unser Paket für die, die in der Mitte sind und relevant? Was ist unser Paket für die, die die ganz weit unten sind und relevant? Und dann hab ich eben diese einfache KPI Messgröße für den Einkauf. Die müssen sich jetzt nicht Gedanken machen, was ich vorher in dieser Matrix schon alles mir den Kopf zerbrochen hab und das kann eben getüfte sein und man, ich hatte es gesagt, man kann's granularer oder nicht machen. Manche ziehen bis zu 5 verschiedene Dimensionen da rein, eben ausm Nachhaltigkeitsbereich, wo wir viel Methodik und Wissen im Bereich Klima und Nachhaltigkeit da ist und dann der Einkauf kriegt aber nur noch das Ergebnis. Heute spielen wir das dann auch ins Dashboard mit rein im Einkauf, dass die dann wirklich einfach reingehen können und ihre Maßnahmen da drin haben und auch im Gespräch mit dem Lieferanten dann einfach nicht über das c-o-zwei argumentieren oder das Ziel, das genau gesetzt wurde bis 20 30 oder 40 oder 45, sondern zu sagen, hey, ihr seid einfach in der Kategorie low. 15 Prozent der anderen sind in der Kategorie Medium oder high. Was machen wir denn jetzt, dass ihr hier weiterkommt? Hattet ihr schon 'n Investitionspfad? Gibt's schon Möglichkeiten? Und das sind übrigens die 3 Best Practices, die wir von anderen schon wissen und die wir gern mit euch umsetzen würden.

Zackes Brustik: Da muss ich mal noch kurz 'n bisschen Trivia einfließen lassen. Hatte ich gestern auf LinkedIn gesehen, geht so ein Account, der immer so Marketing Hacks kommuniziert und das war 'n Hotelbeispiel zu Handtüchern. Und da gab's quasi Version a und Version b. Version a war sozusagen, benutze doch bitte dein Handtuch zweimal der Umwelt zuliebe. Das hat son bisschen Engagement gefördert, aber was wirklich zieht, so Socialproof, ist nach dem Motto, 75 Prozent unserer Hotelbesucher benutzen ihr Handtuch mindestens zweimal. Und das jetzt lustigerweise bei dir im ganz anderen Kontext wieder zu hören, ist 'n richtig geiles Nudging Tool, das sich alle rauf schreiben sollten, sozusagen zu sagen, 2 Drittel unserer Lieferanten sind schon mit Charity 2 oder höher, glaub ich, das ist son diese Art von Formulierung. Richtig gut, ja.

Lara Obst: Sehen wir immer und immer wieder, ja. Tatsächlich, ich würd dir auch gerne sagen, die Motivation von Lieferanten, sich bei unserem Tool einzuloggen, ist vor allem die, dass sie ihre eigene Klimareife rausfinden wollen, aber wir sehen's natürlich in den anonymisierten Aufzeichnungen der was, nicht wie sich Nutzer*innen auf unserer Plattform bewegen. Das Allererste ist das eigene Profil angucken. Das 2. Ist, in suchen aus der eigenen Lieferkette. Man sieht dann die öffentlichen Daten, nicht die privaten und sich erst mal zu benchmarken und zu schauen, wo stehen die denn?

Zackes Brustik: Geil, also das sind, das sind, das sind so kleine Feinheiten. Das hatt ich in 1 der vorherigen Folgen schon mal mit Juank war das, wo so kleine Feinheiten in der Formulierung 'n großen Unterschied machen können. So, jetzt sind wir weiter. Wir haben ja noch hier Unternehmen vor uns. Atruvia. Muss ich ganz ehrlich sagen, machen die Software oder so? Ist 'n Name, der ist mir nicht geläufig.

Speaker C: Nee,

Lara Obst: die sind tatsächlich im im Bankenbereich und haben dann Kunden, die häufig Software machen für die Banken selber.

Speaker C: Mhm.

Zackes Brustik: Okay. Aber da kommen wir son bisschen zu dem ganz simplen Google Motto sozusagen, 80 Prozent ist perfekt genug. Also machen Trumpf Perfektionismus. Und ich glaub, da war so die Erfahrung, es macht nicht Sinn, auf die perfekten Daten zu warten. Also oder was war deren Lernkurve und wie haben die das wirklich dann ganz konkret umgesetzt?

Lara Obst: Ja, da haben wir das Glück, mit 1 ganz spannenden Persönlichkeit, aber auch Rolle zusammenzuarbeiten, Tabea Münch, die selber tatsächlich aus dem Einkauf kam und nachhaltigen Einkauf. Inzwischen hat sie dem den Namen principle Expert Sustainability and human Rights.

Zackes Brustik: Entschuldigung, ich muss kurz unterbrochen. Jetzt es gibt 'n kurzen Zwischenapplaus dafür, dass Du aus dem Kopf heraus so einen Titel einfach runter zitiert hast. Ich bin beeindruckt als Moderator, der tagtäglich Ich hab mir

Lara Obst: vorher alles noch mal angeguckt.

Zackes Brustik: Richtig gut, wow. Ich wünschte, ich könnte das auch so locker. Okay, Entschuldigung, ich hoffe, Du hast deinen Gedanken noch im Kopf, weiter geht's.

Lara Obst: Genau, also wir haben mit Tabea zusammengearbeitet, principal Expert Sustainability und Human Rights, die selber in ihrer Rolle praktisch diese Veränderungen, die wir im Markt sehen, durchlaufen ist. Sie wurde wirklich vom Einkauf in den Bereich Nachhaltigkeit oder eben Nachhaltigkeit in den Einkauf zu bringen und dafür 'n System aufzubauen, eine Struktur, eine Governance, das Ganze wirklich langfristig zu steuern, Klimaziele zu erreichen, Risiken zu reduzieren und so weiter. Und so hatte sie eigentlich die ganze Zeit diesen Split, was muss ich denn machen aus 'ner Nachhaltigkeitsperspektive, was muss ich für den Einkauf machen Von Anfang an und Du hast es selber gesagt, nur schon allein die Rolle Nachhaltigkeit hat meistens eigentlich 3 Funktionen. Wenn man jetzt noch einkaufen mit dazu nimmt und das Ganze zusammenführen muss, dann muss man einfach auf diese 80 20 Regel kommen und sagen, okay, wo kann ich jetzt anfangen, ohne perfekt sein zu wollen, eine Struktur aufzubauen? Und sie hat von Anfang an gesagt, sie braucht keine perfekten Daten, jetzt nur fürs Reporting beziehungsweise weiß selber aus dem Wissen Nachhaltigkeit, dass das meistens 'n Zyklus ist. Dass man anfangen muss, die Daten nach und nach von Lieferanten zu erheben, auf Qualität sichern, Standards reinbringen, wonach erkenne ich überhaupt, welche Daten ich nutzen kann, die dann vergleichen, in Kontext bringen und so weiter. Ist meistens etwas, wo ich 'n paar Jahre dran arbeite, bis ich diese Primärdaten wirklich fürs Exakte berechnen und eine veränderte Sco-drei- Berechnung im Reporting nutzen kann. Und was sie aber haben wollte, ist genau, wie kann ich das Ganze schon schnell möglichst in den Einkauf bringen, also auch eben diese Climate Mitchurity Matrix nutzen, eine Indikation zu bekommen. Und dann aber auch zu schauen, nicht mal nur, okay, wer ist jetzt high, low, medium in in Climate Mitchurity, sondern wie muss ich von hier weitermachen? Also wie ist es eine Governance Struktur, wo man das dann nicht, Manche Unternehmen machen's ja dann doch irgendwie einmal segmentieren, sag ich jetzt mal, einmal, haben einen Cluster und dann gibt es irgendwie eine 1 Aktion für ein, 2 Jahre, sondern sie hat gesagt, okay, ihre Größe ist, wie vollständig sind die Daten? Jede einzelne Kategorie, jeder Segmentmanager Manager*innen sozusagen hat die Aufgabe zu verfolgen, dass möglichst 100 Prozent dieser Daten von Lieferanten da sind, also wenigstens Indikationen haben die Klimaziele, Emissionsdaten und so weiter. Und dann sich auch selber diese Schritte zu kontrollieren, zu checken, wie weit sind wir in der Umsetzung? Also je nachdem, was ich mir für Maßnahmen aus den verschiedenen Bereichen dann überlegt habe, nicht nur das weiterzugeben, sondern zu gucken, muss ich jetzt was verändern und wie weit bin ich im Fortschritt, dass nicht nur die Daten gemanagt wurden, sondern ich vielleicht auch Ausschreibungen und so weiter angepasst habe. Und das macht sie jetzt eben schon seit 'n paar Jahren und dann verändert sich das dann eher auch bis hin in die IT. Haben wir alle Daten, die wirklich zusammenfließen, hat jeder ständig darauf Zugriff und sie denkt das Ganze eben viel mehr von der Governance Strukturebene und hat aber auch die entsprechende Rolle dafür, das wirklich ganzheitlich im Unternehmen, ja, als IT und als Strukturprojekt aufzusetzen.

Zackes Brustik: Megaglücksgriff. Aber ich mein, da gibt's natürlich echt viele Argumente, Leute aus den unterschiedlichsten Feldern in die Sustainability Management Rolle zu hieven. Also es würde genauso Sinn machen aus der CFO Ebene, es würde genauso Sinn machen aus der Produkt Development Ebene. Ist wahrscheinlich halt einfach so, jeder bringt so eine Vorqualifikation mit und die zahlt auf 'n bestimmtes Thema ein, in dem Fall natürlich richtig cool für das Thema Scooke 3 Daten. Ganz kurzer Exkurs, schnelle Einschätzung von dir. Ich glaub, SPTI hat die Standards verschärft. Hat das irgend eine reale Auswirkung in der Praxis auf CoOP 3 Daten?

Lara Obst: Ja, ob's jetzt wirklich nur verschärft ist, wird auch so hin- und herdiskutiert. Also da will ich mich auch nicht zu weit ausm Fenster lehnen. Ich glaub, was es immer und immer wieder bringt, ist die Relevanz. Also vor ein paar Jahren wurde noch darüber gesprochen, ob man überhaupt Scoup 3 Ziele praktisch braucht. Das ist auf jeden Fall auch klar mit Science Based Targets, dass eben die die Unternehmensverantwortung bis in die Lieferkette reinkommt, was vor allem 'n bisschen kritisch auch teilweise diskutiert wird, wie scharf dann eben auch die Maßnahmen zur Dekarbonisierung da drinstehen. Oder man eben nachweisen muss, jetzt gibt es wieder Eintypen mit im, ja, in dem Bereich Off Setting oder freiwilligen Klimaschutz. Da gibt's vielleicht noch mal Veränderungen. Also wir hatten auch von Science Based Target jemand beim Summit dabei. Das ist, glaube ich, noch in in in Bewegung, aber was auf jeden Fall das bringt, ist zu sehen, okay, Science Based Target sind vor allem reporting relevant, beeinflussen wieder finanzielle Ratings. Die muss man haben, da muss man nachweisen, dass man daran arbeitet und da gehört einfach auch die Lieferkette dazu.

Zackes Brustik: Kommen wir zum dritten Case und zwar schauen wir rein bei o2 Telefonica. Da geht's den PCF und die Frage, macht das Sinn, den zu nutzen, nur weil er da ist? Vielleicht auch son bisschen die Frage, also a, ist das, was da ist, tatsächlich valide, aber auch, brauche ich jetzt für alles die gleiche Granularität am PCF, oder?

Lara Obst: Genau, Produar Carbon Footprint ist son bisschen der und für alle, die das Wort noch mal aufdröseln wollen, das ist der Produktcarbon Footprint, also das ist die Emissionen pro Produkt. Und wenn man das eben sich so runterbricht und sagt, okay, die meisten Emissionen typischerweise von Unternehmen in der Lieferkette sind eingekaufte Produkte und Services, also genauso wie im normalen Leben, was für Kleidung ich trage, Einkaufsentscheidungen ich mache und so weiter bestimmt meinem Fußabdruck, so ist es bei Unternehmen meistens auch und es ist verbunden mit den Produkten. Also möchte man als allererstes typischerweise, wenn man anfängt zu dekarbonisieren und zu verstehen, wo die Emissionen herkommen, was ich tun kann, die Emissionen pro Produkt haben von meinen Lieferanten. Und das passiert aktuell auch im Markt, dass immer mehr danach gefragt wird und auch Lieferanten daran arbeiten, diesen zu erstellen. Aber die Realität, also was wir so wahrnehmen, ist es wirklich, bislang gibt es das vielleicht von 10 Prozent der Produkte. In manchen Industrien geht das rasant hoch, Automotive, die haben die Regulationen schon schneller gehabt. In anderen Bereichen wie im Food Segment ist das superschwierig noch teilweise, weil man dann am Ende Bauern-, Pharmalieferketten hat, die einfach noch nicht so transparent sind. Und gleichzeitig, wenn man dann diese Angaben hat zum Produkt, dann sieht man das Gleiche wie beim Unternehmensfußabdruck. Es kommt so auf die Methodik an, es kommt so auf das verfügbare Wissen im Vorfeld, auf die Datengrundlage und so weiter, dass man am Ende heute aktuell noch dasteht, dass meistens ein Predator am Footprint nicht mit dem anderen vergleichbar ist. Und dass man selbst, wenn man ausm gleichen Segment und das war hier bei Telefonica, vor allem kann man sich vorstellen, eben Handys, Laptops und so weiter sind, dass man dann sehr genau hingucken muss, aus welchen Regionen, also Ländern das Ganze gemacht wurde, was für Regulationen es da gibt, was für Methodiken ganz konkret angewendet wurden oder auch weggelassen. Das ist eben das Wichtige dann auch, weil es ist 'n Summenspiel, nur das, was ich hinzufüge, wird dann als Emission dargestellt. Das heißt, die Corporate Coven Floquents sind häufig schon sehr standardisiert und vergleichbar. Für die Produkte ist es noch nicht die Realität.

Zackes Brustik: Aber jetzt heißt ja, die Erkenntnis hilft mir jetzt erst mal noch nicht weiter, also weil das klingt ja schon wieder nach mehr Arbeit.

Lara Obst: Das ist wahnsinnig viel Arbeit. Also die Erkenntnis ist tatsächlich, dass wir auch mit den allermeisten Unternehmen eben da son bisschen Kommt drauf an, wo man ist und o2 Telefonica ist ein gutes Beispiel, die sind schon seit Jahren an dem Thema dran. Die haben eben auch schon die ganzen Lieferanten befragt, die die wissen, wer welche Daten liefern kann, sprechen dann auch nur die an, die schon so weit sind und machen da dann eben Vergleichsstudien. Das haben wir gemacht. Aber eben bei den allermeisten Unternehmen sagen wir, bevor ihr anfangt, die Förderkamp Footprints zu sortieren, schaut eben genau das, fangt bei eurer Strategie AG an. Wo wollt ihr hin? Welche Entscheidungen wollt ihr eigentlich treffen? Wollt ihr die Lieferanten segmentieren oder wirklich wollt ihr irgendwo gegensteuern? Wollt ihr das Segment verändern und so weiter? Wofür braucht ihr Daten? Und dann geht da granular rein und arbeitet eben mit den Lieferanten, die euch da schon geben können. Und das haben wir in dem Fall hier gemacht zu sagen, okay, O2 Telefonica hat die eigenen Klimaziele, die haben eine Strategie ins Group 3, die die machen jährliche Befragungen und Erhebungen, die schätzen die Daten schon oder die Emissionen von den Produkten und haben dann gesagt, welche Daten haben wir eigentlich schon gesammelt? Kann man die vergleichen? Und dann ging es eher dadrum, dass wir geschaut haben, eben auch anhand von AI gestützter Analyse, was für Segmente kann man aufbauen, welche Qualitätsstandards sind rangekommen? Und danach dann auch die Daten zu filtern, dann wirklich zu schauen, ist das eine Größe, die in den Einkauf mit reingeht oder nicht.

Zackes Brustik: Megaspann, weil das führt uns direkt schon zum vierten Beispiel mit Lenovo, passt ja super, die machen ja, glaub ich, unter anderem auch Laptops. Das heißt son bisschen 'n Thema, was ganz oft aufkam, auch schon von anderen Gästen hier im Podcast, die Probleme der anderen lösen. Sei es intern, also dass ich nicht nur sagen kann so, hey, ich hab hier eine Anfrage für Klimadaten, sondern ich muss auch wissen, welche Probleme hat mein Stakeholder und wie helfe ich ihm, seine zu lösen? Weil erst dann in der Regel geht die Türe auf und nimmt sich mein Gegenüber Zeit. Und das Gleiche ist er wahrscheinlich bei Lieferanten genauso. Das heißt, wie find ich da einen gemeinsamen Businesstreiber, wirklich Ressourcen und Zeit auf dieses Thema zu verwenden? Und das hattest Du ja grad angedeutet schon mit, dass jetzt o two gesagt hat, lass uns gucken, wo wollt ihr hin und wie kommen wir da gemeinsam hin, versus einfach nur eine Klimadatenanfrage oder eine PCR Anfrage zu schicken. Wie ist da Lenovo vorgegangen konkret?

Lara Obst: Ja, Lenovo ist 'n superspannendes Beispiel und genau das Framing, das Du gemacht hast, die Einleitung, Ihnen geht's wirklich darum, ein ganzes Ecosystem zu verändern, weil auch sie sind natürlich schon länger an dem Thema dran. Die haben sich die Produkte und Services gekümmert, also das, was sie einkaufen, vorgeliefert ist. Und dann gibt es auch, was ich anfangen sagte, die nachgelagerte Lieferkette. Und das sind in ihrem Fall Reseller, also Unternehmen, die ihre Produkte verkaufen, die wieder eigene Stores haben, die mit den Großkunden teilweise zusammenarbeiten und dann Tausende von Laptops oder Computern oder sonst was liefern. Die haben gesagt, nach den eingekauften Produkten hat das wieder den größten Hebel mit Emissionen, aber auch mit realem Business. Da steht und fällt es, ob bei unseren dreifachen Endkunden sozusagen ankommt, dass wir nachhaltige Produkte haben, dass wir unsere Klimaziele erreichen, dass wir wirklich nachhalten, dass vielleicht 'n refurbishen System oder so dran ist. Das können wir als Lenovo sozusagen bearbeiten, wie wir wollen. Aber nur, wenn unsere Reseller das glaubwürdig umsetzen und beim Endkunden vorstellen können, nachweisen können, dann kommen die in in die Verträge rein, dann haben die wieder langfristige Beziehungen und so weiter. Das heißt, die haben gesagt, das ist gar nicht unser Problem alleine, sondern es ist eine Ecosystem Herausforderung. Und wenn wir das gut machen, dann profitieren unsere Reseller und andersrum. Und die haben mit uns zusammen ein Programm wirklich gestartet, wir sind jetzt auch im dritten Jahr, wo sie jährlich die Klimaerfolge aus diesem ganzen Reseller Ecosystem erfassen. Benchmark, Awards vergeben wer ist, vorneweg und gemeinsam daran arbeiten, dass sie die verschiedenen Ziele, die sie gesetzt haben, auch wirklich in die Praxis umsetzen und dann auch gemeinsam nach außen wieder kommunizieren können.

Zackes Brustik: Megaspannend. Jetzt sagen wir mal, Du hast diese 4 Themen gut aufgereiht und da gibt's noch nicht noch ganz viele andere Themen, die man gut lösen kann oder muss. Aber ich sag mal, ich bin jetzt schon richtig vorneweg und hab vielleicht so die ersten low hanging Foods

Speaker C: oder die, die auch von der Materialität her besonders wichtig sind, für mich

Zackes Brustik: schon gut aufgereiht und schaue jetzt her besonders wichtig sind, für mich schon gut aufgereiht. Und schaue jetzt nicht nur in die ersten 100, sondern in den nächsten, wie viel hast Du vorhin gesagt, nicht nur 1000, sondern vielleicht auch 100000 Lieferanten. Ich weiß, ich hatte mal 'n Gast, da ging's Kliniken. Und die haben teilweise 3000000 Produkte im Einkauf. Also und dann auch eine entsprechend hohe Anzahl an Lieferanten. Also es kann echt komplex werden. Also ich gebe die ersten 100 hinaus und schaue in die folgenden Hunderte, Tausende rein. Was wird dann wichtig?

Lara Obst: Genau, da ist der ganze Bereich Skalierung und das ist das, wo es dann eben meistens schon Technologie geht. Also wir haben da einen Kunden, der im ja Hightechhersteller ist und die haben genau das gesagt. Sie haben gesagt, sie haben sich die die Top 100 schon länger angeschaut, mit denen wirklich noch den Telefonhörer in die Hand genommen, angerufen, Verbesserungen gemacht. Und wenn man sagt, okay, die stellen unsere meisten Emissionen her, mit denen arbeite ich länger zusammen, Dann haben sie genau das gemerkt, dass, wenn man jetzt so grob sagt, die Top 100 stellen jetzt unsere 80 Prozent der Emissionen her und die reduzieren immer stärker, dann sind's vielleicht nicht mehr 80, sondern dann sind's vielleicht im besten Fall 40 oder 30 der Emissionen. Und dann hat da tatsächlich der Einkaufsleitende gesagt, er verantwortet Dekarbonisierung, er verantwortet die Kosten, die daherkommen, das heißt dann auf die Energienutzung und hat für sich festgestellt, dass sich das verschoben hat, dass eben die höchsten Emissionen jetzt aus der, ja, Long Tail, die lange Kette der Lieferanten kommt und dann ist er eben bei fast 1000 Lieferanten. Und hat da gesagt, das kann ich jetzt nicht mehr per Telefon leisten, das hatte 'n sehr guten Effekt, aber jetzt muss ich in die Skalierung gehen. Und was wir hier tatsächlich machen, ist dann eben genau das ganze Thema Webscrolling, zu schauen, dass wir die Lieferanten eindeutig identifizieren, anlegen, weiß nicht, ob wir wirklich schon von digitalen Zwillingen, aber wirklich son 'n Bild davon erfassen, was können wir in verschiedenen Dimensionen? Da gehen wir in 5 verschiedene Dimensionen rein.

Zackes Brustik: Welche sind das?

Lara Obst: Das sind die Klimaziele, das sind die Emissionen selber, also die Erfassung von den Emissionen. Das sind die Dekarbonisierungsmaßnahmen, das sind die Emissionen über die Zeit und das sind Maßnahmen, die umgesetzt

Speaker C: wurden. Okay. Und dann so wirklich zu schauen, was ergibt

Lara Obst: sich da wurden.

Speaker C: Okay. Und

Lara Obst: dann so wirklich zu schauen, was ergibt sich da fürn Bild, weil dann habe ich wieder, das ist das nächste Level sozusagen von der Klimamaturity, wo son Schnellcheck ist, erst mal haben die Klimaziele und Emissionen Und da kann ich wirklich Granular dann erfassen, wo stehen die? Da vergeben wir Punkte von 0 bis 100. Und dann kann man sagen, okay, ihr seid eben bei 30, dann wieder das Gleiche, andere sind bei 50, 60, 70, was könnt ihr noch machen? Und da dann über das die Plattformen selber den Lieferanten das zurückspielen, dass die nicht nur, weil die eine Zahl bekommen, sondern wirklich das Feedback, wo stehen sie in welchem Bereich?

Zackes Brustik: Und auch da spannend ist es eben nicht nur 3 Kategorien bei der Ampel, rot, gelb, grün, sondern vor 0 bis 100 Punkte ist natürlich dann schon viel, viel spezifischer. Kurze auch da einfach noch eine ganz andere Randomfrage sozusagen. Du hast ja am Anfang auch gesagt, ne, Resilienzrisiko vermeiden, ganz große globale Themen aktuell. Das heißt, aktuell läuft auch so die Frage, wie können wir die Produktion wieder näher ranholen? Jetzt ganz konkret zum Beispiel, wie können wir Naresharren hier in Europa? Schaffen wir's irgendwie doch nicht in China, sondern zum Beispiel in Ungarn produzieren zu lassen oder so? Verändert das die Scope 3 Struktur? Weil oft ist ja China wahrscheinlich so die größte Blackbox bei Scope 3 Daten, oder?

Lara Obst: Ja, das mag man so annehmen. Also wir hatten auch tatsächlich viele, mit denen wir zusammengearbeitet haben, wo dann häufig so die Befürchtung kam, dass sie aus Asien generell oder China speziell gar keine Daten bekommen. Inzwischen sieht man auch mit Science Based Targets, das hab ich das zuvor ja auch genannt, dass da der stärkste An Anwachs von Unternehmen ist, die Klimaziele setzen. Also aus welcher Motivation auch immer, vielleicht auch, in Europa oder im Westen Business zu machen, ist da das ganze Thema Klimaziele setzen und und Transparenz reinbringen immer weiter gestiegen. Inzwischen arbeitet auch China an der Regulation zur zur Offenlegung dieser Daten. Genau, das heißt also, es ist nicht per se jetzt an Asien, dass man da die die größten Herausforderungen hat. Teilweise ist es auch eher die USA, wo der Druck ja eher rausgegangen ist auch in der letzten Zeit, Aber es ist auf jeden Fall 'n ganz guter Indikator auch wieder, wenn man nur die Mitchurity nimmt, zu sehen, wer setzt sich eigentlich mit dem Thema auseinander? Wo habe ich ganz große Lücken? Und dann heißt es eben häufig auch, wo ist schon ein Energiemanagement da oder nicht? Und da dann mit reinzugehen und das ist tatsächlich sehr unterschiedlich von Land zu Land, muss aber nicht immer gleich sein, sondern das ist dann häufig auch von der Lieferkette wieder abhängig.

Zackes Brustik: Ah, jetzt haben wir einen ganz schnellen Ritt gemacht durch superviele praktische Beispiele. Was noch aufsteht, ist natürlich die Frage, wie besetzen wir das in ganz konkrete Schritte für alle, die zuhören, die bei dem Thema von wo auch immer sie grade stehen, auf jeden Fall das nächste Level erreichen wollen. Wie würdest Du das zusammenfassen? Was sind deine ganz konkreten Empfehlungen? 5 Schritte für alle, die zuhören, die verschiedenen Themen sauber aufzubauen und vor allem halt auch das Pferd richtig rum aufzuzäumen?

Lara Obst: Ja, also tatsächlich haben wir das auch in dem Guide von uns zusammengefasst. Nicht nur die Survey gemacht, wo stehen die Unternehmen und welche Probleme haben sie, wie wie überholen sie die, sondern wirklich versucht daraus abzuleiten. Was kann man jetzt als Nächstes machen? Und das ist so die die Cases, wo wir durchgegangen sind, zeigt für uns auch immer wieder son gleiches Rhythmus. Also es fängt wirklich damit an, einmal zu überlegen in Schritt 1, was für Geschäftsentscheidungen will ich eigentlich beeinflussen? Welche Ziele habe ich? Was für Klimaziele habe ich selber? Wo fange ich an? Und so den Status quo zu definieren, bevor man nach außen rennt, alles wild, Daten einsammelt und nicht genau weiß wofür. Dann das Ganze wirklich intern auch in eine Geschäftssprache bringen, die, ja, nicht Kopfschütteln auslöst oder Verwirrung wie eben die reine c-o-zwei-Zahl, sondern häufig eben eine 1 Green Procurement KPI. Also wir empfehlen eben mit Climate Mitchurity anzufangen, ganz einfaches Anfeldsystem, sodass das im Einkauf auch genutzt werden kann. Dann diese Daten zu erheben und zu schauen, welche Datenqualität brauche ich wirklich, daraus Entscheidungen zu treffen. Also ist mein Ziel das verbesserte Reporting? Da muss ich sehr, sehr schnell auch wirklich in die Tiefe der Daten gehen, die ich von Lieferanten erhebe oder brauche ich das Ganze wirklich erst mal als Steuerungsgröße für den Einkauf, möglichst viele Lieferanten reinzuholen, zu segmentieren und Maßnahmen umzusetzen. Und dann im Schritt 4 zu schauen, wie kann ich, wenn ich diese Lieferanten segmentiert hab, zusammen mit ihnen arbeiten? Also das Ganze nicht am eigenen Reißbrett als Strategie entwerfen, sondern wirklich in den Austausch kommen, wie auch immer Man engaged, ob es eben per E-Mail ist, in Gesprächen, in jährlichen Awards, Veränderungen von Code of Condacts. Und dann eigentlich der wichtigste Punkt am Ende, was auch immer man in diesen Rhythmus schon umgesetzt hat, sich selber zu überprüfen, eine Governance Struktur drumrum aufzubauen, das Ganze nicht mal als ein jährliches Strohfeuer zu machen, sondern wirklich einen wiederkehrenden Zyklus Anreize zu setzen und auch wirklich selber zu schauen, hab ich selber meine Performance erreicht und was muss ich machen, nachzusteuern, zu verbessern und wo kann ich vielleicht auch positives Feedback geben?

Zackes Brustik: Oh, da muss ich grad beim letzten Schritt, weil das ist ja auch der Transformationsschritt, da muss ich kurz fest ergänzen, das hatte eine meiner Lieblingscreatorin auf LinkedIn, Anja Schröder, Superexpertin gepostet. Die hat so gesagt, ne, Beispiel aus der Kaffeeküche in ihrem Unternehmen, wo sie grade erarbeitet ist, bisher war alles in der Tüte, jetzt steht da quasi 'n Aluhehälter mit dem Bohnen. Weil die Tüte aber immer noch irgendwo rumsteht, greifen alle wieder auf die Tüte zurück, anstatt den Aluhehälter zu verwenden. Und das heißt für mich die Frage, wenn Du neue Pfade, neue Anreize, Routinen und Prozesse aufbaust, musst Du die alten unbedingt einstampfen und vermeiden, weil die Leute sonst per Default einfach den Weg gehen, die Gewohnheiten an den Tag legen, die sie schon immer an den Tag gelegt haben. Also hast Du dann noch son, wie man wirklich dafür sorgt, wenn man das aufgebaut hat, dass Transformation dann erfolgreich ist und nicht alle wieder in ihren Modus Operandi zurück verfallen?

Lara Obst: Ja, ich glaub im Bereich nachhaltiger Einkaufsgruppe 3 heißt das für mich zumindest. Es gibt immer wieder andere Modelle auch, dass sich Nachhaltigkeit jetzt nicht als die isolierte 4. Säule aufbaut, sondern dass man sie in dieses typische Dreieck vom Einkaufen mit integriert, also Preis, Qualität, Verfügbarkeit. Dass man sich wirklich anschaut, wie wird der Preis negativ beeinflusst, wenn da zu viele Emissionen in dem Produkt stecken? Was heißt das für unsere Qualität? Ist das Beispiel von Lenovo. Also wenn Kundinnen schon danach fragen, wir wollen nur noch nachhaltige Produkte einkaufen, dann muss ich das eben liefern. Und wenn ich schon Engpässe habe in der Lieferkette aufgrund von Klimaschäden, Risiken und so weiter, dann fließt das da auch ganz natürlich ein. Also ich glaube, hier ist eben den alten Prozess vielleicht nicht komplett einstampfen, aber so weiterentwickeln und modifizieren, dass es ganz natürlich nicht als zweites System läuft wie der 2. Becher, der da steht, sondern dass man 'n Upgrade reingebracht hat. Und datenmäßig heißt es häufig bei uns dann eben auch, dass diese Klimadaten jetzt nicht Wir sagen ja auch immer, hey, API first, die müssen nicht bei uns auf der Plattform liegen, die Daten. Am wichtigsten sind, dass sie bei euch ins Dashboard mit reinkommen. Und das am meisten haben wir wirklich den Schritt erreicht, wenn jeder Einzelne im Einkauf auf den Lieferanten klicken kann, da seine typische Scoring hat. Es gibt's von jedem Lieferanten eine Scorecard und da steht dann ganz fett rot, gelb oder grün, climate maturity. Und dann hab ich die eine Größe, die jeder versteht und sofort mit arbeiten kann.

Zackes Brustik: Wow, das war ein echt schneller Ritt durch 5 unglaublich wichtige Themen, die es gilt anzugehen, wenn man in 20 26 in den verbleibenden Monaten das Thema Scope 3 Daten auf das nächste Level heben will. Abschließend noch, das hatte ich ja auch schon am ganz am Anfang 'n paarmal einfließen lassen. Angenommen, hier hört ein Sustainability Manager zu und er ist in der typischen Lage mit jetzt neuerdings noch begrenzterem Budget und leider vielleicht aktuell wenig interherem Rückhalt. Was wär so der eine entscheidende Rat, den Du dieser Person geben würdest?

Lara Obst: Der eine Rat ist immer erst mal anfangen, weil das Wichtigste ist der 1. Schritt und wir haben uns, glaub ich, durch die vielen Reportingunsicherheiten recht aufhalten lassen an vielen Stellen und vor allem sich das eine Ziel rausholen und den einen Schritt machen, ob es eben ist. Ich will Transparenz in die Lieferkette bringen, die Lieferanten zu segmentieren oder ich will an den Top 100 Lieferanten arbeiten, ganz genaue Daten zu bekommen oder ich gehe und hol mir von 20, 30 die PCF Daten und mach eine genaue Analyse, aber sich ein Ziel vornehmen und das machen und dann ganz praktisch loslegen. Und ja, wir helfen aber mit der descope 3 Gruppe, ist 'n ganz niederschwelliges Angebot, wenn man reinsteigen will und ansonsten sich eben in der Firma auch Unterstützung holen und jemand, mit dem man das Thema voranbringen kann.

Zackes Brustik: Das wär auch mein Rat gewesen, den ich ergänzt hätte. Ich glaube, es ist 'n Evergreen, das heißt, den sag ich besonders häufig. Es ist das eine Ziel, was Du gesagt hast und dann das, was Du ergänzt hast, ist das Wichtigste, ist der Austausch mit den Peers. In 'ner Peergroup, in Kohorten, die grad am gleichen Thema arbeiten. Ich glaub, es gibt nichts Wertvolleres als mit anderen Menschen, die auch oft alleine vor den gleichen Herausforderungen sitzen, gemeinsam sich auszutauschen. Und sei es nur der Motivation wegen, dann aber oft auch, weil die wahrscheinlich halt auch superviele praktische Insights haben. Also ich glaub auch, das wär mein abschließender Rat. Vielen, vielen Dank, Lara, dass Du hier uns den Einblick gegeben hast in dem Ökosystem, das ihr mit aufgebaut habt, indem ihr munter mitmischt. Wenn ihr Fragen habt, mitmischen wollt, meldet euch bei Lara auf LinkedIn. Den Link gibt's wie immer in den Shownotes und dann, das kann ich leider erst nachträglich in den Shownotes ergänzen, wird's natürlich auch bald den Scope 3 Reality Report, das war der Name, ne, geben. Also folgt am besten Lara dafür, dann verpasst ihr's nicht und ich werd's wahrscheinlich auch in einem der kommenden Newsletter dann veröffentlichen, sobald es da ist. Vielen, vielen Dank dir Lara.

Lara Obst: Danke dir, Zackes. Wunderbare Arbeit, die Du machst und danke, dass Du die Motivation ins Ecosystem bringst und immer wieder Erfolgsergebnisse auf zeigst.

Zackes Brustik: Es war mir eine Riesenfreude, so schwungvoll und mit viel Energie in die Staffel zu starten. Es kommen noch richtig coole Folgen, zum Beispiel mit Karte und Hipp, das wird eine der nächsten, die Frage, warum das Nachhaltigkeitsmanagement so viel wichtiger ist wie die Frage, ob ich den Volontary Standard noch mit irgendwelchen ESRs Anteilen aufboche und dergleichen. Ich hab noch eine Folge rund die ETS. Was tut sich da? Was bräuchten wir wirklich, damit sich gerade die emissionsintensiven Industrien in Deutschland dekarbonisieren könnte? Das wird eine super spannende Folge. Nimm einen der größten Stahlhersteller aus Deutschland und noch vieles, vieles weiter. Also wir starten wirklich mit extrem vielen Kernthemen, die jeder Sustainability Managing auf der Platte haben sollte, bleibt dran, abonniert den Podcast, abonniert den Newsletter, zackes dot com Slash Newsletter und bis zur nächsten Folge.

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