EmpCo Richtlinie einfach erklärt: Alle Änderungen! Plus Beispiele von Einhorn, Ritter Sport und Wenko. #112
Shownotes
Bist du spät dran? Nein! Du bist eher in bester Gesellschaft: Die wenigsten werden zum Start der EmpCo Richtlinie ihre Kommunikation bereits richtig angepasst haben.
Nach dieser Folge kannst du Mythen und Fakten trennen. Denn das Risiko einer Greenwashing-Klage ab dem 27. September ist real. Die Chancen, die ambitionierte Unternehmen damit bekommen, sind es aber auch! Daher bekommst du hier alle wichtigen Änderungen erklärt. Und das anhand von vier konkreten Unternehmensbeispielen: Einhorn, Ritter Sport, Vaude und Wenko Wenselaar.
Expertin Susann Vogel war sowohl bei Tchibo als auch lavera für Kommunikation und Nachhaltigkeit verantwortlich. Sie hat genau den richtigen Blick auf die Umsetzung der EmpCo Richtlinie. Podcast-Host Zackes wirft zudem den EmpCo-Skill an, gebaut mit Claude, und checkt die Seiten der Unternehmen live!
✅ Was die EmpCo Richtlinie ab dem 27. September konkret verbietet, von „klimaneutral" bis zu selbstgemachten Siegeln.
✅ Wer wirklich klagen kann und ob Wettbewerber oder NGOs dein größtes Risiko sind.
✅ Wie Ritter Sport, Einhorn und Wenko Wenselaar im Live-Check mit dem EmpCo-Skill abschneiden.
✅ Welche Schritte für dein Unternehmen jetzt wichtig sind und wen du dafür an einen Tisch holen musst.
Eine wertvolle Folge für alle Marketing-, Kommunikations- und Sustainability-Verantwortlichen, die ihre Nachhaltigkeitskommunikation ab dem 27. September rechtssicher weiterführen wollen, ohne auf ehrliche Botschaften zu verzichten.
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Über Susann Vogel: Inhaberin von Sustainable Communications. War zuvor bei Tchibo für die Nachhaltigkeitspositionierung verantwortlich und hat bei lavera Naturkosmetik die Nachhaltigkeitsstrategie entwickelt. Sie kennt beides: die Perspektive von Kommunikation und Marketing als auch Nachhaltigkeitsmanagement. Sie hostet außerdem den eigenen Podcast The Early Bird. 🔗 https://www.linkedin.com/in/Susann-vogel-694319187/ 🔗 https://sustainable-communications.de 🔗 The Early Bird (Podcast): https://open.spotify.com/show/5jqygeWoOfCDaCZ9k52I7m
Der EmpCo-Skill im Live-Check: Der kostenfreie Claude-Skill kommt von Colin (WeShyft), mit dem Zackes gemeinsam den ESG Stammtisch in Hamburg macht. 🔗 https://www.weshyft.com/empco-richtlinie-check/
Mit Podcast-Host Zackes Brustik vernetzen: 🔗 https://www.linkedin.com/in/moderator-zackes-brustik/
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Susann Vogel: Alles, was in Kommunikationsform jetzt draußen im Markt zugänglich ist, aber, und das ist wichtig, auch alle mündlichen Aussagen sind davon betroffen. Also auch wenn ich mich in Interviews oder auf Pressekonferenzen äußere, muss ich hier darauf achten, wie ich diese Themen, vor allem die umweltbezogenen Themen jetzt in Zukunft formuliere. Sprich, viele Unternehmen schalten einfach alle Nachhaltigkeitsthemen auf ihren Webseiten erst mal offline oder nehmen sie runter, weil sie natürlich Sorge haben abgemahnt werden, weil sie's gar nicht so schnell überarbeiten können, konsolidieren können oder die Belege dafür vielleicht auch zusammensammeln. Das ist aus Kommunikations- und Marketingsicht für eine gewisse Übergangszeit absolut legitim und finde ich, darf man auch. Aber dann muss auch wieder was stattfinden, weil natürlich eine Verbraucherentscheidung oder eine Kaufentscheidung heutzutage auch maßgeblich mit von nachhaltigen Faktoren bestimmt wird und das ist 'n Wettbewerbsvorteil.
Zackes Brustik: Wenn diese Folge rauskommt, sind das noch genau 5 Tage, bis die EmpCo gilt. Ab dann können euch eure Wettbewerbe so richtig in dem Pfanne hauen, wenn ihr euch in eurer Nachhaltigkeitskommunikation eine Blöße gebt. Daher bekommt ihr in dieser Folge wirklich jede kritische Änderung an die Hand, die ihr ab dem siebenundzwanzigsten September auf dem Schirm haben müsst. Andererseits erklären wir euch aber auch, warum das wirklich eine Riesenchance ist, euch mit euren ehrlichen Bemühungen endlich vom Wettbewerb absitzen zu können. Dafür legen wir allerdings den Finger in die Wunde, nämlich genau der, die gerade ganz prominent die Runde machen, wie zum Beispiel Ritter Sport- oder Einhorntampons. Und wir hören auch, was Vaude zum Beispiel wirklich klug und vorausschauend umgesetzt hat. Die gilt übrigens bis in die eurer Online Inhalte rein. Daher werfe ich am Ende der tatsächlich meine KI an und geh auf die Landingpages genau dieser Unternehmen, zu gucken, was da aktuell noch steht. Und tatsächlich ist da hier und da was Kritisches dabei gewesen. Nun bin ich ja weder Regulationsexperte noch Praktiker, daher hab ich mir jemanden geholt, der genau eure Perspektive kennt. Mein Gast war Lange bei Tchibo, hat dort die Nachhaltigkeitspositionierung aufgebaut, ist dann zu Lavera Naturkosmetik gewechselt, dort die Nachhaltigkeitsstrategie aufzubauen. Und da die tatsächlich sehr ambitioniert war und mit dem richtigen Engagement des einherging, hat lavera damals auch den deutschen Nachhaltigkeitspreis gewonnen. Bei beiden Stationen hatte sie 2 Rollen, die für diese Folge entscheidend sind, nämlich einerseits Marketing und Kommunikation und andererseits Nachhaltigkeit. Ihr Name ist Susann Vogel, mittlerweile ist sie Inhaberin der Beratung. Grade hat sie auch ihren eigenen Podcast gestartet. Anders als hier bekommt ihr da schön in 10 Minuten die wichtigsten Themen auf die Ohren. Ich blende den Link grade in den Kapiteln ein. In dieser Folge jedoch wird sie sich mir wirklich gründlich durch die Details durcharbeiten, damit ihr nicht dann doch irgendwie Produkte aus dem Verkehr ziehen müsst oder eine Abmahnung gegen eure Landingpage riskiert. Und damit herzlich willkommen bei Gewinne Zukunft, dem Nachhaltigkeitspodcast der Profis und Pioniere. Mein Name ist Zackes. Ich freu mich mega, dass ihr mit an Bord seid. Wenn ihr neu dabei seid, abonniert den Podcast und auch gleich den Newsletter Zackes dot com Slash Newsletter ZACKES dot com Slash Newsletter. Ich hab auch immer wieder coole Community Events nur für Sustainability Manager. Wenn ihr da aufm Laufenden bleiben wollt, bekommt ihr das im Newsletter mit. Los geht's. Herzlich willkommen, Susann.
Susann Vogel: Danke, dass ich dabei sein darf. Freu mich über die Einladung.
Zackes Brustik: Wie Du hörst und wie ihr hört, bin ich etwas verschnupft heute, aber das passt ganz gut, denn wir besprechen ja und die EmpCo gerade genau dann, wenn sie in Kraft tritt. Und ich glaube, es sind einige verschnupft da draußen, was man so an den Medienreaktionen hört. Grade die, die's gut meinen, sind irgendwie so ziemlich sauer auf die EU oder auch auf die Umsetzung in Deutschland. Und meine 1. Frage ist so, sind wir eigentlich nicht viel zu spät dran mit dieser Folge? Weil das gilt ja jetzt schon in 5 Tagen oder je nachdem, wann man die Folge hört, vielleicht sogar schon, während man sie hört.
Susann Vogel: Trenn genommen ja, sind wir viel, viel zu spät, aber ich glaube, viele andere Unternehmen oder viele da draußen sind wirklich noch gar nicht auf dem aktuellen Stand, was sich jetzt eigentlich gerade ändert beziehungsweise haben es vielleicht über den Sommer jetzt am Rande mitbekommen. Die großen Unternehmen sind natürlich informiert und auch schon dabei umzustellen, aber vor allem der Mittelstand, die kleineren Unternehmen, die das auch betreffen wird, denn es wird keine Ausnahmen geben, müssen jetzt hier dringend nachziehen. Das ist Fakt.
Zackes Brustik: Lass uns als allererstes mal so mit der Stimmung und Verwirrung da draußen starten, bevor wir dann wirklich so in die Hard Facts nachher eintauchen. Und ich ich greif da einfach mal so 3 Themen raus, die ich mitbekommen hab und die auch ziemlich gut immer so für einen von 3 Mythen stehen, die vielleicht son bisschen rumgeistern. Es gab so ein Rant auf LinkedIn von einem Unternehmer, von Wenko Wenselaar, die machen, in meiner Wahrnehmung machen die so Bad- und Sanitärprodukte, ne, in 'nem großen Onlineshop. Und die scheinen wirklich intrinsisch motiviert zu sein, haben sich, glaub ich, viel Mühe gegeben. Und er hatte aber einen wirklich höchst dramatischen Post, irgendwie so ein Visual, auf dem quasi grafische Blutfecken zu sehen war und war richtig sauer über die PPWR und die EmpCo. Und da schien aber einiges durcheinanderzukommen. Aber ich sag mal so, das Fazit von diesem Rent war, damit macht ihr uns Mittelständler in Deutschland kaputt. Also das können wir uns gar nicht leisten, irgendwie bei ihm zum Beispiel wirklich 5000 Artikel durchzugehen, zu zertifizieren und so. Und er war er war richtig sauer, weil seine intrinsisch motivierten Bemühungen da einfach mega umständlich werden.
Susann Vogel: Ja, ich gebe ehrlicherweise genau solchen Postings in Teilen natürlich recht. Es ist überfordernd. Es ist einfach wahnsinnig viel, was da aus Brüssel, aus der EU jetzt grade auf die Unternehmen zurollt. Die EU hat selber Druck. Sie hat sich zu einem Green Deal committet bis zur Mitte des Jahrhunderts, bis 20 50 klimaneutral zu sein. Und natürlich ist das jetzt eine ganz schöne Welle, die auf alle Unternehmen in Form von Regularien zukommen. Und dadurch, dass es natürlich mitunter auch nicht ganz so einfach ist, vermischen sich die Dinge, die die Wut auf diese Themen oder der Zorn kocht natürlich hoch grade, weil man einfach gar nicht weiß in diesen Zeiten, wo man jetzt als Erstes anfangen soll. Es braucht einfach viele Menschen oder viel mehr Verständnis für diese Themen und vor allem braucht es eine Vereinfachung, was jetzt eigentlich die nächsten Schritte sind. Und speziell im Bereich der EmpCo haben wir natürlich die große Herausforderung, dass wir keine Übergangsfrist haben, kommen wir gleich noch dazu. Aber in dem Moment, in dem ich im Zweifel Produkte oder Verpackungen oder andere Dinge vernichten muss, ist das natürlich auch nicht mehr nachhaltig. Das ist ehrlicherweise 'n Kritikpunkt, den ich hier anbringen muss. In solchen Momenten, wenn es eben wirklich keine keine nachhaltig durchdachten Übergangsfristen gibt, die auch verhindern, dass bestimmte Dinge einfach in der Tonne landen im Zweifel, ist das ehrlicherweise das Gegenteil von dem, was man erreichen will. Ich glaube, es ist viel, es braucht jetzt Klarheit, es braucht ein gutes System und vor allem braucht's Aufklärung zu dem Thema, was für welche Unternehmen jetzt gilt.
Zackes Brustik: Ich glaub, das ist halt son bisschen die Frage, ne. Es kommt viel, man bringt's aber auch durcheinander. Also ist es die EmpCo, ist es die PPER? Was greift hier? Was greift da? Und es wird jetzt aber auch nicht die Leute in den Ruin greifen, weil es durchaus schon Möglichkeiten gibt, sich gut damit zu beschäftigen. Aber wir kommen ja noch zu dem zweiten Mythos. Die EmpCo, Du hast ja grad gesagt, sie kommt schnell, sie kommt hart, aber sie bestraft die Guten und da kommen wir zum Einhornbeispiel. Der Gründer hat sich auch, es ging durch die Medien, haben das aufgegriffen. Und die haben ja gesagt so, ey, wir haben 2000000 Tampons, die versuchen wir grad wirklich bis zum Siebenundzwanzigsten noch an die Frau zu bringen, weil ansonsten müssen wir die vernichten. Wir haben nämlich geschrieben, die sind nachhaltig und feministisch und da haben uns da echt mir gegeben in unseren Lieferketten und wie wir die produzieren und unter welchen Bedingungen die produziert werden. Aber laut der EmpCo dürfen wir ja das nicht mehr sagen. Die sind schon bedruckt. Entweder wir verschenken sie, wir vernichten sie oder wir sie kriegen sie jetzt noch richtig, richtig schnell los. Was steckt da dahinter?
Susann Vogel: Ja, also streng genommen ist das nicht ganz so neu das Thema, wie vielleicht an mancher Stelle behauptet wird, denn offiziell wurde die EmpCo am achtundzwanzigsten Februar 20 24 bereits von der EU beschlossen. Und zwischen 20 24 und jetzt September 20 26 liegen, na ja, also zweieinhalb Jahre. Das heißt, es gab Vorbereitungszeit zu diesem Thema, aber natürlich, das hatt ich eingangs erwähnt, der eine oder andere hat es vielleicht nicht rechtzeitig mitbekommen.
Zackes Brustik: Das war jetzt genau das Argument quasi von Einhorn, ne, weil als kleiner Player, die müssen irgendwie 9 Monate im Vorfeld bestellen, damit sie diesen Bestand haben. Aber de facto hatten sie halt deutlich mehr Zeit und ich glaub, angekündigt wurde die EmpCo auch schon 20 22 und zwischendurch war ja auch mal die Frage, ob's die Green Claims Directive geben wird. Also eigentlich, ich sag mal, die Zeichen waren schon lange, lange, lange am Horizont zu sehen, ne. Also ich würde mal sagen so, Einhorn macht richtig, richtig coole Arbeit, aber ich glaube, es wird vielen so gehen. Vielleicht hat man's verschlafen oder auch einfach nicht so ernst genommen, ne.
Susann Vogel: Ja, das ist auch oft ein Thema, weil es ja auch bestimmte Themen gibt, so wie die Green Claims Directive, die schlussendlich immer noch nicht da ist. Ob sie überhaupt kommt, ist die andere Frage. Es gibt Stimmen, die sagen, die ist abgewählt. Aber genau darum geht es. Wie ernst nimmt man die Themen, die angekündigt sind? Völlig richtig, März 20 22 war das der Fall, im Februar 20 24 beschlossen. Und natürlich ist es dann Aufgabe 1 Unternehmens, egal in welcher Größe, sich damit auch zu beschäftigen. Woran muss ich denken? Es gibt auch in anderen Bereichen ja gerade wahnsinnig viele Veränderungen und Regulierungen, die in unterschiedlichsten Bereichen auf uns zukommen, aber das ist eben eine wesentliche und da sind zweieinhalb Jahre gegenüber 9 Monaten Vorlauf für die Produktion
Zackes Brustik: natürlich doch 'n Unterschied. Also eine Sache, die jetzt so in meiner
Susann Vogel: Recherche mich doch
Zackes Brustik: eine Sache, die jetzt so in meiner Recherche mich doch verwundert hat, ist, dass da Deutschland 'n bisschen schneller war als sonst und anscheinend auch 'n bisschen schärfer als der Rest der EU. Was ist da der Hintergrund?
Susann Vogel: Ja, korrekt. Also vielleicht zum Hintergrund, was das Thema CSRD, also Nachhaltigkeitsberichterstattung anbelangt, war Deutschland das Schlusslicht, wurde auch abgemahnt, weil es das tatsächlich nicht in ein nationales Gesetz umgewandelt hat. Aber in dem Fall jetzt war Deutschland tatsächlich sehr schnell und sehr sehr streng im Vergleich, denn diese fehlende Übergangsfrist, die war so von der EU nicht vorgegeben und man, es gab auch tatsächlich lange Bestrebungen, ob die nicht doch irgendwie noch rein verhandelt werden kann, aber de facto im Moment gibt es keine Übergangsfrist. Und möglicherweise hat diese Abmachung von damals dazu geführt, dass man sich jetzt gesagt hat, gut, dann sind wir jetzt tatsächlich mal on point und on time und machen das.
Zackes Brustik: Also wir halten noch mal fest in der EU, die hat eigentlich gesagt, Leute, geht das mit Augenmaß an, wenn ihr das national umsetzt, ne. Gebt dir 'n bisschen Zeit für den Abverkauf. Deutschland tatsächlich ein bisschen Schärfe unterwegs. Die deutsche Umwelthilfe hat sich auch schon in Stellung gebracht für das Datum und hat gesagt, Leute, wenn das losgeht, wir prüfen. Wir geben das auch mit Augenmaß an, aber ne, kann euch treffen. Apropos Treffen, die 3. Story noch, die wir da angehen. Ritter Sport. Sie haben superviel Aufmerksamkeit bekommen dafür, dass sie gesagt haben, ne, anstatt dass wir uns unsere Ware vernichten oder richtig teuer umverpacken und die ganze Verpackungen neu drucken und die Alten vernichten, ist ja auch nicht nachhaltig, haben die jetzt einfach Kleber drüber geklebt. Und auch so nach dem Motto, hey, guck mal, jetzt müssen wir eigentlich unsere echt gute Nachhaltigkeitsbemühungen verstecken, aber machen wir mit, machen wir's dicker drauf, passt schon. Ist das eine gute Umsetzung? War das eigentlich richtig pragmatisch von Ritter Sport?
Susann Vogel: Also ich ich sehe da tatsächlich 2 Punkte. Ich schau mir natürlich aus der erfahrenen Praxissicht einmal die Formulierung an und sage, okay, 100 Prozent zertifiziert nachhaltiger Kakaobezug. Mhm, frage ich mich direkt. Ja okay, ist wahrscheinlich kein 100 Prozent nachhaltiger Kakao, sondern nur der Bezug ist 100 Prozent zertifiziert und sehr wahrscheinlich kann man das im Moment noch nicht transparent belegen, deswegen überklebt man's. Das ist insofern umweltschonend, weil's nur ein Aufkleber ist, aber es ist natürlich 'n logistischer Aufwand und es ist auch finanzieller Aufwand. Ich hab aber an der Stelle auch natürlich noch einen einen weiteren Gedanken, nämlich Sie nutzen diese Übergangsregelung, die auf jeden Fall der richtige Weg ist für den Moment, bis Sie die Verpackung umgestellt haben. Ich kann jetzt nicht sagen, wie das für Ritter Sport, welchen Vorlauf das hat, aber sagen wir mal, das sind 'n paar Monate, bis die neuen Verpackungen dann im Umlauf sind. Was steht dann da tatsächlich an nachhaltigen Formulierungen noch drauf? Das ist eine Frage, die ich mir nicht nur aus Expertensicht stelle und auch auf, sondern natürlich auch aus Verbrauchersicht. Und so wird es vielen gehen, dass möglicherweise Dinge auch verschwinden, die vorher da standen.
Zackes Brustik: Ja, mein mein Kopf ist heut 'n bisschen langsam, ich bin ja verschnupft, wie schon gesagt. Jetzt nur noch mal kurz, Du hast gesagt, da steht 100 Prozent zertifiziert nachhaltiger Kakaobbezug. Und Du meinst quasi, da hat Ritter Sport vielleicht 'n bisschen geschummelt, weil sie's gesagt haben, unsere Logistik ist nachhaltig oder ist es tatsächlich die Bohne?
Susann Vogel: Das ist die große Frage. Wenn man es sich ganz genau anschaut, bezieht sich diese Aussage nachhaltiger Kakaobbezug, das ist der Bezug des Kakaos, also die Lieferkette. Ob es tatsächlich dann auch den 100 Prozent zertifizierten Kakao betrifft, das muss man einmal genau prüfen. Ich kann das hier grad so ablesen, aber es steht nicht explizit da, 100 Prozent nachhaltig angebauter Kakao.
Zackes Brustik: Du sagst so, ist vielleicht was dran, weil so viel wirklich nachhaltig angebauter Kakao gibt's auch gar nicht, oder?
Susann Vogel: Wird es in Zukunft sehr wahrscheinlich nicht geben, weil sich unser Klima verändert und das ist ja kein Geheimnis. Bestimmte Dinge wie Kaffee und Kakao werden in Zukunft Luxusgüter werden. Also kann man in der Menge tatsächlich noch Kakao und dann auch nachhaltig angebaut beziehen, dass nicht nur große Unternehmen wird das betreffen, sondern auch mittelständische und auch kleinere. Es ist 'n Luxusgut, ja.
Zackes Brustik: Mhm. Da haben wir jetzt einfach unterstellt, vielleicht waren sie auch wirklich gute Arbeit. Meldet euch Ritter Sport, wenn wir euch da unfairerweise ins Licht gestellt haben. Das waren jetzt 3 Beispiele von Unternehmen und ich betont's noch mal, die geben sich alle Mühe und die sind halt sauer, dass sie auf ihrer begrenzten Packungsgröße nicht mehr die Sachen, auf die sie wahrscheinlich auch zurecht stolz sind, richtig kommunizieren können. Und da schon mal der Teaser, wir werden am Ende der Folge werde ich tatsächlich auch noch mal einen Blick auf die Webseiten Stand während wir diese Folge aufnehmen werfen und gucken, ob die schon was verändert haben. Ich hab nämlich einen coolen Claude Skill von Colin bekommen von WeShyft, mit dem ich zusammen den ESG Stammtisch hier in Hamburg mache und hab da einfach mal die Webseiten durchlaufen lassen und bin tatsächlich noch auf spannende Dinge gekommen, die man tatsächlich, wenn man ein fieser Wettbewerber oder die Deutsche Umwelthilfe ist, aufgreifen könnte. Aber das machen wir zum Schluss, denn die große Frage, die mit einhergeht ist, welches Risiko besteht eigentlich? Also wer könnte jetzt da konkret klagen?
Susann Vogel: Ja, na natürlich in erster Linie die Deutsche Umwelthilfe als 1 der der Hauptinstanzen, die natürlich auch in der Vergangenheit schon viele, viele Klagen auch gewonnen haben. Aber dann gibt's natürlich auch noch die klassischen Wettbewerbszentralen, es gibt Verbraucherzentralen. Ich kann aber tatsächlich auch als Wettbewerber klagen. Einzige Ausnahme, ich kann nicht als Einzelperson, also zivilrechtlich darf ich nicht klagen, aber an der Stelle kann ich tatsächlich als Unternehmen von einigen Seiten angegriffen werden, wenn der Verdacht besteht.
Zackes Brustik: Und ich sag mal jetzt, das ist meine Laieneinschätzung, ne. Also es sind entweder NGOs oder so was, die klagen können, Deutsche Umwelthilfe, Verbraucherschutz und so weiter. Die prominenteste ist die Deutsche Umwelthilfe. Es gibt noch viele andere, ne, aber die profilieren sich dadurch. Eigentlich ist das auch für die Wettbewerber ausgelegt, aber ich sag mal, dass in der aktuellen Situation sich jemand aus der Deckung wagt, 'n anderes Unternehmen verklagt, wahrscheinlich eher unwahrscheinlich, weil das Unternehmen ganz schnell den Spieß umdrehen kann und auch dann die Produkte des Klagenden oder die Webseite des Klagenden anschauen kann. Also ich kann mir vorstellen, es kommt wahrscheinlich erst mal durch die NGOs, als dass da wirklich ein 1 Wettbewerber das Risiko eingeht, mich selbst auch unter dem Brennglas zu landen sozusagen als Retourkutsche. Was ja an der Stelle übrigens bedeutet, Einhorn kann die Tampons weiterverkaufen. Die Frage ist nur, würde ein Wettbewerber klagen? Ich persönlich denke bei Einhorn extrem unwahrscheinlich, weil OB wird da kaum die Ecke kommen und Einhorn verklagen, weil bei OB bestimmt mehr falsche Claims zu finden sind als bei Einhorn plus es ein massiver Shitstorm wäre. Das heißt, Einhorn müsste sich dann überlegen, okay, würde eine NGO kommen wie die Deutsche Umwelthilfe? Ich persönlich finde auch eher unwahrscheinlich. Und dann muss man sich halt zum Schluss noch überlegen, wie hoch ist das Risiko und wenn es passiert und haben wir dann die notwendigen Mittel dafür, notfalls die Kosten zu tragen? Also es ist nicht 'n radikales Verbot. Es ist eine Abwägung, kann ich das Risiko eingehen und es notfalls bezahlen? Wir hatten ja jetzt schon gesagt, ne, Green Claims Directive gab's auch mal. Was ist denn der Unterschied von der Green Claims Directive? Wir hatten ja auch schon gesagt, ne, die wurde ausgesetzt. Also das hier kommt wahrscheinlich eher unwahrscheinlich. Jetzt kommt die EmpCo. Was ist denn da noch mal der Unterschied von der GCD zu EmpCo?
Susann Vogel: Grundsätzlich kann man sagen Green Claims Directive ist das, was kommen wird, dass ich das vorher prüfe. Ich hab also im Zweifel Aufwand und Kosten über 'n Juristen, wenn ich etwas in den Markt bringen möchte, dass ich's vorher prüfen muss, darf ich das mit diesen Formulierungen draußen bewerben. Und EmpCo ist jetzt theoretisch, wenn man es zu dem Zeitpunkt benennt, Ex post, sprich, es ist rückwirkend. Ich schaue, was muss ich eventuell jetzt verändern? Aber EmpCo ist auch gleichzeitig Exanter, sprich alles, was kommt, muss ja dann auch EmpCo konform sein, aber im Moment ist das eigentlich der größte Unterschied.
Zackes Brustik: Also bei der GCD hätte ich den Aufwand gehabt, bevor ich's rausbringe auf dem Markt, muss ich das alles durchlaufen. Jetzt ist es so, ich kann's mal rausbringen, wenn ich das Risiko eingehen will, dass mich halt jemand verklagt und dann muss ich nachweisen, dass es gestimmt hat. Also das heißt, die Kosten verschieben sich und ich kann selber entscheiden, gehe ich das Risiko ein oder nicht sozusagen.
Susann Vogel: Korrekt, ja. Aber es ist 'n Risiko, definitiv, ja. Wenn ich's alleine mache ohne Beratung.
Zackes Brustik: Wenn ich's alleine mache ohne Beratung. Auf dem Punkt kommen wir auch noch mal. Es wird echt knifflig zum Schluss. Also da macht euch auf ein kleines bisschen, sorry für das Wort, aber Korinthenkackerei gefasst zum Ende der Folge. Ich glaube, der Unterschied ist auch, dass die Green Claims Directive halt komplett neu gekommen wäre, aber die EmpCo baut eigentlich auf dem UWG auf, also auf schon 'nem bestehenden Rechtsrahmen oder? Und verschärft den oder wie ist das?
Susann Vogel: Die EU gibt eine Richtlinie vor, die sogenannte EmpCo, die dann in den Ländern in ein nationales Gesetz quasi umgewandelt wird. Und in im Fall in in Deutschland hat man gesagt, okay, wir machen das über das bestehende UWG, das Gesetz gegen unlauteren Wettbewerb und verschärfen hier einige Parameter beziehungsweise es sind auch neue hinzugekommen, die über die EmpCo Richtlinie abgedeckt werden müssen. Das heißt, in Deutschland wird die EmpCo über das UWG abgebildet.
Zackes Brustik: Bis zum siebenundzwanzigsten September habt ihr noch Zeiten. Daher tauchen wir jetzt gleich ein in die wirklich wichtigen harten Fakten. Bis zum dreizehnten Oktober jedoch habt ihr dann Zeit, euch für die Arbeit zu belohnen. Und daher gibt's schnell 'n Shoutout für die Sustainability Heroes Awards 20 26. Einmal im Jahr vergibt DQS die deutsche Gesellschaft zur Zertifizierung von Managementsystemen 3 Awards an die Unternehmen, die wirklich richtig Gas gegeben haben mit ihrer Nachhaltigkeitsstrategie und den Maßnahmen. Und eigentlich ist ja genau auch das der Sinn der EmpCo, dass ihr für eure echten, wirklich wertvollen Bemühungen im Markt anerkannt werdet und durchdringen könnt damit und nicht untergeht im Rauschen der Wettbewerber, die auf Greenwashing setzen. Daher belohnt euch für die Arbeit, die ihr gerade macht, nicht nur in eurer Strategie, sondern jetzt auch darin, wie ihr das nach außen kommuniziert. Reicht bis zum dreizehnten Oktober eure Projekte noch ein. 3 werden ausgezeichnet in 3 verschiedenen Kategorien und es werden nicht nur große Konzerne, sondern wirklich auch Mittelständler oder kleine Unternehmen ausgezeichnet. Alle Infos bekommt ihr natürlich über den Link in den Shownotes. Übrigens gibt es passend zu den Awards auch noch einen ganzen Tag an Konferenzprogramm, nämlich die Sustainability Heroes Conference. Euch erwarten Input, passend natürlich auch zur EmpCo, aber es wird auch Sessions zu Lieferkette geben, zum Produkten Corporate Carbon Footprint oder zur ISCC PLUS also ganz speziell zum Beispiel die Frage, wie ihr eure Kreislaufwirtschaftsstrategie nicht nur umsetzt, sondern auch belegen könnt. Ein wirklich wertvoller Tag, alles praktischerweise online und digital. Also ihr müsst auch nicht mal irgendwo hinreißen. Meldet euch an, super cooles Programm, superleicht, daran teilzunehmen. Alle Infos über die 2 Links in den Shownotes sowohl für die Konferenz am vierundzwanzigsten November als auch für die Awards, bei denen ihr euch noch bis zum dreizehnten Oktober bewerben könnt. Und jetzt tauchen wir wirklich ein in die harten Fakten. Jetzt kommt wirklich der Einstieg in die. Also so, sagen wir mal, im Schnelldurchlauf oder so. Was kommt tatsächlich jetzt mit der EmpCo? Also was muss ich da alles auf dem Schirm haben? Wer ist betroffen?
Susann Vogel: Wer ist betroffen? Grundsätzlich alle Unternehmen, die innerhalb der EU Dienstleistungen oder Produkte anbieten. Es gibt keine Ausnahme, also gab ja in der Vergangenheit immer mal so Kleinstunternehmen oder Onlinehändler sind ausgenommen. Nein, ist ist nicht der Fall, sondern jeder, der seine Produkte in der EU in den Märkten anbietet, muss diese neue Richtlinie erfüllen, die im Rahmen des UWGs ja in Deutschland umgesetzt wird.
Zackes Brustik: Und wir haben's vorhin gesagt, ne, also es richtet sich an B2C Produkte und Unternehmen, aber meine B2B Produkte können natürlich dann irgendwo im nächsten Schritt auch B2C landen. Also nur weil ich jetzt sage, ich bin da nicht am Kunden dran, heißt das nicht, dass er das einfach ignorieren oder auf die leichte Schulter nehmen kann. Wo wird das relevant? Also grad auf der Produktverpackung oder?
Susann Vogel: Also grundsätzlich kann man sagen, alles, was in Kommunikationsform zudem also jetzt draußen im Markt zugänglich ist, also auf Verpackungen, auf digitalen Websites, in Social Media Kanälen, auf entsprechenden Werbe- und Marketingmaterialien oder auch Pressematerialien, aber und das ist wichtig, auch alle mündlichen Aussagen auch wenn ich mich in Interviews oder auf Pressekonferenzen äußere, muss ich hier darauf achten, wie ich die diese Themen, vor allem die umweltbezogenen Themen jetzt in Zukunft formuliere.
Zackes Brustik: Ich bin echt gespannt, ob ob sich in Zukunft noch Sustainability Manager in meinen Podcast trauen, weil es ist ja dann aufgezeichnet und veröffentlicht. Also wer will da noch Wer wer will da noch locker drüber plaudern? Da muss man wirklich jedes Wort dreimal hin- und herdrehen oder so. Ich ich bin gespannt, aber schon krass, es betrifft wirklich jegliche Kommunikation. Das heißt, ganz viele Unternehmen haben auch so aus Sicherheitsgründen rückwirkend bereits Social Media Postings angepasst oder so was. Also kann durchaus echt 'n großer Aufwand sein.
Susann Vogel: Kann sein, genau. Ist aber ist die Ausnahme, das ist schon sehr überambitioniert. Aber ich glaube, auch hier wird man mit 'nem kritischen und dennoch wohlwollenden Auge vielleicht auf die aktuelle Kommunikation schauen und nicht auch noch in der Vergangenheit, was hat irgendjemand vor 2 Jahren gepustet, auch wenn es noch theoretisch sichtbar ist, wenn man ganz nach unten scrollt. Ich glaube, hier wird mit 'nem guten Augenmaß vorangegangen und dennoch kann ich mir nicht sicher sein und sollte solche Themen natürlich mit im Blick
Zackes Brustik: haben. Dann welche Themen muss ich denn im Blick haben? Also welche Begriffe geht's oder was hat sich da verändert?
Susann Vogel: Ja, also das Wichtigste ist es, ich fang damit mal an, sind die generischen Umweltaussagen. Also so was wie klimaneutral, ökologisch, biologisch abbaubar et cetera, das darf so nicht mehr stehen, sondern es muss auf dem Medium, an dem es kommuniziert wird, konkretisiert werden. Ein Beispiel ist, wenn ich vorher sage mal, dieses Produkt ist umweltfreundlich, dann wäre die EmpCo konforme Aussage, die Verpackung dieses Produktes besteht zu einhundert Prozent aus recyceltem Material. So. Oder das Produkt besteht zu einhundert Prozent aus recyceltem Material. Und dann entsprechende Belege, die haben natürlich in der Regel auf soner Verpackung keinen Platz. Die kann man dann zum Beispiel über eine weiterführende Information eine Website oder auch einen QR Code, wirklich mit zusätzlichen Informationen dann belegen, aber die eigentlichen Fakten, die wahren, transparenten, nachvollziehbaren Aussagen müssen an Ort und Stelle kommuniziert werden. Das ist aus Marketingsicht schwierig, weil kurz und knackig ist an manchen Stellen nicht mehr.
Zackes Brustik: Das ist ja echt so, ne, weil jetzt hätte man sagen können, ja, wir schreiben hier, wir sind klimaneutral, alles Weitere gibt's doch 'n QR Code, kann doch jeder checken. Nee, ich muss direkt quasi, wenn ich das draufschreibe, muss ich mir eine Formulierung einfallen lassen, die schon direkt auf der Verpackung klarmacht, warum das da steht und was dahintersteckt. Und dann klar kann ich da eine ganze Landingpage in den QR Code packen und auf die Projekte und so was und die Reduktion in in der Produktionskette verweisen. Aber ich kann jetzt ich kann nicht mehr den QR Code sozusagen so als kleinen Trick anwenden. Wo wir grad bei dem Thema sind, Klimaneutralität ist ja schon 'n Reizwort gewesen, gab's ja auch schon bekannte Klagen. Und auch schon unterm UWG glaub ich, ne, Katjes zum Beispiel hat da was abbekommen. Da haben wir Sie wieder die deutsche Umwelthilfe. Aber was hat sich da getan?
Susann Vogel: Ein Produkt per se oder eine Dienstleistung per se als klimaneutral zu bewerben, das ist verboten, wenn es ausschließlich über sogenanntes Off Setting passiert. Das heißt, ich kompensiere meinen c-o-zwei-Ausstuhl, oder Emissionszertifikaten, sprich, ich unterstütze entsprechend über den Kauf dieses Klimaneutralitätszertifikat ein Projekt in Paraguay oder einem anderen Land. Das ist so verboten, weil wenn ich dieses Wort wirklich nutze, dann muss ich belegen, dass die Klimaneutralität innerhalb der Herstellungs, der gesamten, also wirklich Liefer- und Herstellungskette stattfindet. Und da haben wir auch das schöne Beispiel, Apple wurde hier tatsächlich auch angeklagt und die Deutsche Umwelthilfe hat da gewonnen, weil Apple behauptet, dass für bestimmte Produkte die Herstellung klimaneutral ist. Und sie haben das tatsächlich auch belegen können, und zwar zu 75 Prozent in im Herstellung und Transport, dass dem so ist. Aber es fehlten eben 25 Prozent. Und die haben sie ja über Off Setting ausgeglichen und die Krux war hier, das Projekt, was sie damit unterstützt haben über dieses Zertifikat, was sie gekauft haben, war nur bis 20 29 gesichert. Die EU denkt aber vermutlich immer bis 20 50, also mindestens in diesem Zeitrahmen muss man dann wirklich den nachhaltige das nachhaltige Engagement sichern. Und hinzu kam noch das Waren Eukalyptus Farmen und das ist eine Monokultur, die wird, so sagt man, alle 14 Jahre abgeholzt. Das ist kein nachhaltiger c-o-zwei-Speicher. Dafür wurden sie abgemahnt und die Deutsche Umwelthilfe hat gewonnen. Ja, schönes Beispiel dafür.
Zackes Brustik: Krass schönes Beispiel. Und bitte merkt euch das mit dem Klimaneutral, weil als ich diese Landingpages durchgegangen bin von Ritter Sport, Einhorn und Wenko, bei einem von dem Unternehmen ist genau das bei rausgekommen. Da werden wir aber zum Schluss der Folge drauf kommen. Jetzt haben wir noch so andere Sachen, ne. Haltbarkeit, Reparierbarkeit, Recyclingfähigkeit. Es gibt da wohl die erweiterten Irreführungstatbestände. Ein superschönes Wort.
Susann Vogel: Ja, also ich darf eben nicht mehr mit ganz klassischen gesetzlich geregelten Dingen einfach werben. Das ist verboten. Also alles, was über einen anderen Weg gesetzlich eben zum Beispiel vierzehntägiges Rückgaberecht geregelt ist, das das gehört hier einfach nicht mal hin. Das ist raus, auch verboten.
Zackes Brustik: Und ich glaub auch so so Zukunftsaussagen, ne. Du hast ja grad schon gesagt, langer Horizont. Ich wir sind klimaneutral bis 20 45. Dann muss es nicht nur kann ich sagen, und wir haben auch 'n Plan, sondern es muss ein extern geprüfter öffentlich einsehbarer Umsetzungsplan mit messbaren Zielen dahinterstecken.
Susann Vogel: Und Teilzielen und Transparenz genau nachverfolgbar.
Zackes Brustik: Das ist ganz, ganz wichtig. Wenn ich das nicht habe als Unternehmen, dann
Susann Vogel: muss ich's wirklich lassen. Ja, das ist wirklich lassen. Also das funktioniert einfach nicht. Das ist zu heikel an der Stelle, vor allem, wenn ich 'n größeres Unternehmen bin, solche Dinge zu behaupten, wenn sie nicht wirklich vor allem extern unabhängig geprüft und begutachtet mit transparenten Teilzielen belegbar sind.
Zackes Brustik: Wir haben noch 'n paar, ich glaub so 2, 3 ganz wichtige Punkte aus den Hard Facts, die gehen wir noch kurz durch und dann kommen wir wieder zu lebendigen Beispielen. Noch ganz kurz, es gibt eine schwarze Liste, glaube ich. Es gibt so Aussagen, die sind verboten, egal ob ich's nachweisen kann. Also umweltfreundlich, grün, klimafreundlich, so schöne Worte sind raus.
Susann Vogel: Korrekt, genau. Es sei denn, ich kann es über eine entsprechende Zertifizierung belegen. Und da sind wir bei meinem zweiten großen Lieblingsthema, Siegel und Zertifikate. In Zukunft sind keine Eigenkreationen mehr zulässig, die sind verboten. Man sagt so, in der EU gibt es mehrere 100 Nachhaltigkeitssiegel unterschiedlichster Natur, wahrscheinlich darüber hinaus noch viel, viel mehr. In Zukunft gibt es nur noch 2 Arten von Siegeln, die zugelassen sind, entweder staatlich geprüft oder oder ein Siegel, das über ein Zertifizierungssystem stattfindet, das unabhängig überwacht wird. Sprich derjenige, der das Siegel nutzt, darf nicht selber der Entwickler dieses Siegels sein.
Zackes Brustik: Da geh ich noch mal kurz rein. Also es gibt, das zu konkretisieren, das Wichtige ist dieser Dreiklang. Es braucht quasi den Siegelnutzer. Der Siegelnutzer darf nicht der sein, der das Siegel erstellt und auf den Markt bringt. Und dann braucht es aber noch eine 3. Instanz und die ist, die das Siegel quasi unabhängig prüft. Also es braucht diesen Dreiklang. Und von diesem Dreiklang gibt's schon die paar 100 Siegel auf dem europäischen Markt. Das Problem ist, es gibt dann aber wahrscheinlich nicht nur 'n paar 100, sondern 'n paar 1000 frei erfundene oder selbst erstellte, geprüfte und umgesetzte Siegel. Also das ist dieser riesige Wildwuchs, den es da draußen gibt, ne. Ich glaub, mein Lieblingsbeispiel, es gibt so ein überall leicht erkennbares Vegan Siegel und dann gibt's halt 1000000 Siegel, die fast verdächtig ähnlich aussehen, wo man nicht weiß, wer sich das ausgedacht hat, ist das überhaupt 'n Siegel oder so, ne. Das heißt, das wird jetzt anspruchsvoll. Aber ich mein, wenn wir sagen, es gibt schon 'n paar 100 aufm europäischen Markt, dann ist doch gar nicht schlimm. Dann sag ich doch als Unternehmen einfach, ja, dann nehmen wir halt das, was es da schon gibt, was unabhängig erstellt und dann von der dritten Partei geprüft ist.
Susann Vogel: Ja, komm ich wieder aus der Praxisbrille, hab ich selber auch untersucht vor einigen Jahren. Welche Siegel kennen Verbraucher überhaupt oder meine Zielgruppe überhaupt und kann sie zuordnen? Das ist eine Handvoll. Man kennt natürlich oft das Biosiegel, man kennt das TÜV Siegel, man kennt den grünen Punkt, solche Dinge. Oder das EU Energielabel, das kennt man auch, aber darüber hinaus ist wirklich die Wiedererkennung wirklich gering bei Verbrauchern. Sprich, ich sollte mir also, wenn ich ein Unternehmen bin, das auf ein Siegel oder eine Zertifizierung setzt genau überlegen, ist das auch etwas, das meine Endkonsumenten zuordnen können, wo sie sagen, stimmt. Das ist zum Beispiel, ach, grüner Knopf, staatlich anerkanntes Siegel in Deutschland. Das kenn ich, das hab ich schon öfter gesehen. Das kauf ich, weil ich weiß, das entspricht bestimmten Qualitäts-, Herstellungs- und anderen Merkmalen. Dahinter steht eine unabhängige Zertifizierungsstelle. Da kann ich mir sicher sein, ich kaufe ein nachhaltig hergestelltes Produkt.
Zackes Brustik: Und das ist echt 'n tricky Punkt. Also weil ich finde auch, ne, wir hatten ja vorhin das Einhornbeispiel, wenn Du 'n kleines Start-up bist, son Siegel sich zu kaufen, ist echt teuer. Also zumindest fürn Start-up kann das 'n Budget sein, was vielleicht grade nicht drinne ist. Ja. Es ist nicht einfach. Aber ich darf dann halt nichts auf die Webseite stellen, was verdächtig ähnlich wie ein Siegel aussieht, aber eben nicht diesen Dreiklang erfüllt. Und das Spannende ist, da haben wir son Beispiel, Vaude, die haben das relativ klug umgesetzt, oder?
Susann Vogel: Ja, die haben tatsächlich, also a waren sie 1 der Ersten mit, die tatsächlich die Anforderungen des grünen Knopfes, den ich grad schon erwähnt hatte, erfüllt haben. Sie haben aber auch 'n eigenes Siegel tatsächlich in diese, sie haben das geöffnet, in diese unabhängige Zertifizierungssystematik überführt, nämlich das. Zusätzlich zum grünen Knopf haben sie eben dann wirklich quasi ein zweites, offiziell anerkanntes Siegel auch für alle anderen geöffnet, die das dann theoretisch mit nutzen können. Und das ist natürlich auch genau der richtige Weg, auch ein aufwendiger Weg, aber auch natürlich 'n smarter Move, sag ich mal so.
Zackes Brustik: Also das heißt, die hatten quasi alles in Personalunion vorher. Die haben sozusagen Green Shape auf den Markt gebracht und gesagt, das ist uns Anspruch, den haben wir auch klar definiert und aber sie waren sozusagen der Inverkehrbringer der Nutzer und der Zertifizierer in Personalunion. Das war nicht mehr legal und dann haben sie vorausschauend gesagt, weil sie halt gecheckt haben, wahrscheinlich 20 24 Leute, 20 26 kommt die EMGO, lass uns jetzt schon drauf vorbereiten, haben sie da quasi das geöffnet, was anderes nutzen können, haben es übergeben an eine unabhängige Instanz und zusätzlich haben sie dann noch quasi den grünen Knopf in Anspruch genommen. An der Stelle übrigens schaut dort an Anja Schröder, meine quasi informelle Podcastberaterin ganz oft. Die hat mir dieses Beispiel gesteckt, das fand ich sehr spannend.
Susann Vogel: Ja, also das ist natürlich, also Vaude ist ja auf jeden Fall auch Vorreiter in in ihrem Bereich und wirklich 'n Pionier und 'n Best Practice Beispiel. Das ist auch Aufwand auch finanzieller Natur, solche Dinge wirklich umzusetzen. Also Respekt, dass Sie das möglich gemacht haben, das kann nicht jedes Unternehmen, aber theoretisch kann jedes Unternehmen jetzt sagen, wir nutzen dieses Siegel mit, weil es öffentlich anerkannt ist und weil wir die entsprechenden Kriterien erfüllen. Das ist toll.
Zackes Brustik: Jetzt hat mir eine Sache einfach noch zwischendurch, Selbstverständlichkeiten sind verboten. Ich hatte es ja vorhin gesagt, vegan ist 'n ganz häufiges Thema, aber ich darf jetzt nicht mehr sagen, dieses Wasser ist vegan.
Susann Vogel: Richtig oder auch glutenfreies Wasser wird's auch in Zukunft nicht geben. Gab's noch nie und ist auch verboten in Zukunft.
Zackes Brustik: Haben wir von den Hard Facts schon alles durch? Oh nee, da gibt's noch 'n ganz spannenden Punkt, Übertragung 1 Teilvorteils. Also recycelte Verpackung auf das Gesamtprodukt ist verboten. Was heißt das denn in der Praxis jetzt? Hast Du da son plastisches Beispiel aus deiner ehemaligen B2C Produktvergangenheit?
Susann Vogel: Ja, auch aus Konsumentensicht. Ich gehe ja mit 'nem ganz anderen Blick durch die Regale. Nennt man das dieses klassische Cherry Picking, weil zum Beispiel ein Produkt vielleicht an 1 Stelle eine nachhaltige Komponente besitzt, zum Beispiel 20 Prozent des benutzten Kunststoffes oder des zur Herstellung des Produktes benötigten Kunststoffes sind aus recyceltem Kunststoff PCR Material. Und dann hat man einfach auf die Verpackung geschrieben dieses Produktes nachhaltig. Dabei waren's am Ende nur 20 Prozent der Kunststoffverpackung und da drum war ja noch eine Papierverpackung. Das ist in Zukunft untersagt. Wenn eine solche Aussage getätigt wird, muss sie sich auf das gesamte Produkt beziehen und kommen wir wieder zu dem allerersten Punkt, sie muss eindeutig sein, transparent und vor allem detailliert beschreiben, was an dieser Aussage nachhaltig ist, sprich also 100 Prozent der für dieses Produkt benötigten Energien sind aus erneuerbaren Quellen. Das wäre ein Beispiel, ja.
Zackes Brustik: Also ich fass noch mal im Schnelldurchlauf zusammen. Es gibt die erweiterte irre Führungstatbestände, Zirkularität, Haltbarkeit, Reparierbarkeit und so was. Es gibt die neue schwarze Liste. Googelt sie, damit ihr da nicht in die Falle tappt. Ich darf nicht mehr den Teilvorteil übertragen, das Cherry picken hatten wir grade. Klimaneutralität ganz schwieriges Thema, wenn ihr das über Zertifikate macht und nicht wirklich in der Produktion der Lieferkette. Selbstverständlichkeiten sind raus, vage Werbeversprechen gehen auch nicht mehr, also grün so als ganz vages Wort. Da muss ich wirklich ganz konkret belegen können und beweisen können, was es damit auf sich hat. Und QR Codes sind leider kein Ausweg dafür, also alles differenzierte erklären, was sich hinter eurem Versprechen verbirgt. Ich kann nicht mehr sagen, ja lest halt selber nach.
Susann Vogel: Ich würde gern noch einen Punkt ergänzen. Es geht nicht immer nur reine Aussagen, es kann auch die Optik abgemahnt werden. Sprich, wenn mein Produkt nachhaltig aussieht, setzt wenn ich nichts draufschreibe, zum Beispiel, weil ich die Verpackung grün gedruckt habe, kann auch das Nachhaltigkeit suggerieren und entsprechend abgemeldet werden. Auch 'n wichtiger Punkt.
Zackes Brustik: Oh oh Gott. Also was gilt es denn jetzt zu tun? Also was mach ich denn da als Erstes? Webseite abschalten oder weiß nicht, Produkte ausm Regal nehmen?
Susann Vogel: Einfach nicht mehr kommunizieren ist keine Lösung. Es gibt einen neuen Trend, Greenhashing. Früher war's Greenwashing, jetzt ist es Greenhashing. Sprich die viele Unternehmen schalten einfach alle Nachhaltigkeitsthemen auf ihren Webseiten erst mal offline oder nehmen sie runter, weil sie natürlich Sorge haben abgemahnt zu werden, weil sie es gar nicht so schnell überarbeiten können, konsolidieren können oder die Belege dafür vielleicht auch zusammensammeln. Das ist aus Kommunikations- und Marketingsicht für eine gewisse Übergangszeit absolut legitim und finde ich, darf man auch, aber dann muss auch wieder was stattfinden, weil natürlich eine 1 Verbraucherentscheidung oder eine Kaufentscheidung heutzutage auch maßgeblich mit von nachhaltigen Faktoren bestimmt wird und das ist 'n Wettbewerbsvorteil. Also nicht mehr kommunizieren ist keine Lösung, sondern ich sollte jetzt idealerweise in 'nem Schritt für Schritt Plan vorgehen, wenn ich nicht schon ohnehin dabei bin.
Zackes Brustik: Und da gibt's natürlich 2 Wege. Das eine sind die Unternehmen, die geben sich Mühe und bitte verliert nicht den Mut, das zu kommunizieren. Macht's einfach nur richtig, wie? Da kommen wir gleich noch mal drauf zu sprechen. Aber andererseits muss man natürlich fairerweise sagen, die Beispiele, die wir hatten, das sind, wie gesagt, die intrinsisch Motivierten, die viel richtig machen. Und deswegen diskutieren wir sie. Was wir nicht diskutieren, ist natürlich diese riesige schweigende Mehrheit, die grade bestimmte Sachen verschwinden lassen, ohne sich über die EmpCo aufzuregen, weil sie genau wussten, wir haben geschummelt.
Susann Vogel: Ja, und da trennt sich die Spreu vom Weizen und das ist auch das eigentliche Ziel gewesen, Stichwort Verbrauchertäuschung an der Stelle wirklich zu reduzieren, damit die Unternehmen, die sich wirklich Mühe geben, nachhaltiger zu wirtschaften, dass die auch jetzt den Vorteil haben, dass das, was sie tun, gesehen wird und auch offiziell anerkannt ist und alle anderen, die's nur behauptet haben und nicht tun, einfach jetzt von der Bildfläche verschwinden, absolut.
Zackes Brustik: Und das Wichtige ist eben, also man will ja auch drüber kommunizieren, wenn man auf dem Weg ist. Man will ja jetzt nicht sagen, wir haben schon, ich sag mal platt gesagt, den Vaude Status erreichen erst, dann darf ich drüber zu kommunizieren. Nein, wenn man in 'ner typisch platt gesagt dreckigen Industrie ist, wo die wirklichen dicken Bretter zu leisten sind in der Transformation, dann muss man ja auch drüber kommunizieren, wenn man schon 'n Teilschritt erreicht hat oder so was. Allein auch der Motivation nach Innenwegen und das ist superwertvoll. Aber das heißt, ich muss erst mal sone Claim Inventur über alle Kanäle machen, ne. Welche Produkte sind draußen? Was ist auf der Verpackung? Was ist auf der Webseite? Was ist auf Social Media? Was haben meine oder was sagen grade meine Angestellten dokumentiert auf Instagram oder so was? Also ist gar nicht so einfach und ich finde auch, es gab mal son kritischen Kommentar vorm Chefredakteur 1 Händlermagazins, der meinte so, ja, dann hast Du 'n 5 Mann Team mit 'nem Onlineshop oder bist sogar Solopreneur oder 5 Mann- und Frau Team. Ist nicht einfach, Mach das erst mal. Da hast Du irgendwie 'n Onlineshop mit hunderten Artikeln oder so was. Und dann musst Du jetzt jeden Artikel durchgehen, was da irgendwo hinterlegt ist, das Risiko zu vermeiden, dass dein konkurrierender Onlineshop irgendwas findet, das Haar in der Suppe, dich an die Wand zu fahren. Das ist schon echt teuer. Aber ich nehm mal an, glücklicherweise trifft sich hier die EmpCo genau mit dem Zeitpunkt der Menschheitsgeschichte, wo KI tatsächlich skalierbar und anwendbar wird, oder?
Susann Vogel: Absolut, also ohne Technik geht's ja einfach nicht mehr. Und wie gut, dass die KI an der Stelle schon so weit und so gut entwickelt ist, ein Vorscreening zu machen. Das heißt nicht, dass ich meine Themen, die ich habe, meine Website einfach in eine KI oder eine App kippe und da durchlaufen lasse und dann sagt mir die KI schon was zu tun ist. Nein, ich muss das schon auch noch mal mit dem menschlichen Auge prüfen und vor allem mit einem juristischen Auge, aber die KI KI kann hier super unterstützen und Vorarbeit abnehmen. Das ist sonst nicht machbar.
Zackes Brustik: Auf das juristische Auge komm ich gleich noch mal, aber ich hab ja versprochen. Stichwort KI, wie gesagt, Susann und ich haben uns übrigens beim ESG Stammtisch in Hamburg kennengelernt, den ich gemeinsam mit Colin von WeShyft mach. Colin macht wirklich richtig coole Sachen bezüglich KI für Sustainability Manager*innen. Er hat superviele Proms, die frei verfügbar sind, eine richtig coole Library. Und er hat auch eben son EmpCo-Prompt, den er mir mal geschickt hat. Was jetzt kommt, muss ich ganz wichtig jetzt sagen, ist auf meinem Mist gewachsen. Colin weiß jetzt nicht, wie ich ihn verwendet hab. Aber ich bin tatsächlich die Webseite von Wenko durchgegangen. Das war das Unternehmen, wo der Geschäftsführer auf LinkedIn gerantet hat. Ich bin die Webseite von Einhorn durchgegangen und die von von Ritter Sport, zu gucken, was denn dieser EmpCo-Skill da findet. Und wie Susann auch schon gesagt hat, das ist son Vorsortieren. Also ne, KI ist 'n ist kein juristischer Ratgeber. Aber ich fand's ganz spannend, jetzt zum Beispiel bei Wenko und ich sag's, bei allen 3 hat die KI erst mal gesagt, ist schon richtig gut solide, die machen viel richtig. Und das sind alles 3 auch Unternehmen, die sich intrinsisch bemühen. Also es geht jetzt hier nicht drum, die vorzuführen, aber ihr merkt gleich, worauf ich hinauswill. Bei Wenko zum Beispiel stand, nachhaltiges Handeln sind wesentliche Bestandteile unserer Firmenphilosophie und bereits fest in unseren Geschäftsprozessen integriert. Was bemängelt da? Die KI, die hat das rot gefleckt. Der Skill hat gesagt, hier wird 'n Zustand für das ganze Unternehmen behauptet, ohne zu sagen, was konkret gemeint ist. Und vor allem, und das ist echt knifflig, die Metabeschreibung erscheint auch schon in den Google Treffern. Und das heißt ist auch die Metabeschreibung bei den Google Treffern ist schon Verbraucherkommunikation. Aber schlägt dann halt vor, ne, man könnte stattdessen schreiben, seit x Jahren arbeitet bei uns ein interdisziplinäres Team daran, unser Sortiment und unsere Verpackung Schritt für Schritt zu verbessern. Wo wir heute stehen, zeigen die Zahlen unten. Das wär einfach nur eigentlich die gleiche Textlänge, aber anders und korrekter formuliert. Bei Einhorn und auch Einhorn, während ich drüber spreche, verlinke ich direkt, das kann man so bei die Kapitel dranhängen, seht ihr den Link zu dem Onlineshop von den TamTampons, so heißen die Tampons von Einhorn. Klickt da drauf, bestellt euch die Tampons. Sie haben, glaub ich, noch 1000000, die es loswerden müssen und sie sind wirklich großartige Produkte. Also macht das bitte. Aber auch hier hat die KI noch was gefunden. Erst mal so grundsätzlich, die Seite steht besser da als die meisten, also richtig gut. Aber es gibt auch kritische Themen, nämlich Badges, Natur pur, 100 Prozent Biobaumwolle oder vegan und tierversuchsfrei. Und das Ding ist, dass die auf der Webseite in so runde Stempel eingebettet sind. Und da könnte man in die Falle laufen, dass es wie son Siegel aussieht, aber halt keins ist, das nicht zertifiziert, nicht unabhängig und nicht geprüft ist. Das heißt, da ist es son bisschen die visuelle Gestaltung der Webseite, die eine Falle darstellen könnte. Stattdessen könnte man sagen, wir lösen das grafisch auf und sagen einfach als Text 100 Prozent Biobaumwolle GOTS zertifiziert. Also das heißt, das ist eine reine quasi grafische Gestaltung, mit der man das Risiko ausgehen kann, dass einem irgendjemand auf die Füße tritt. Kommentier gerne zwischendurch, Susann, falls dir dazu was einfällt.
Susann Vogel: Ja, also finde ich super natürlich genau diese Hinweise, vor allem, dass eben das eine Siegel Optik anmuten lässt. An der Stelle, wie einfach ist es zu lösen, das einfach anders zu gestalten, wenn man wenn man hier möglicherweise nur die Farben ändert oder einfach die diese runden Stempel wegnimmt. Ja, also ich ich glaube wirklich an der Stelle, das was Du hier herausgefunden hast, das sind auch sehr, sehr gute Vorschläge. Ich würde an der einen oder Stelle wahrscheinlich noch mal 'n bisschen konkreter werden oder hätte zum Beispiel auch bei Wenko gesagt, man kann ja den Einstiegssatz lassen, aber dann muss es konkret werden. Es muss direkt an der Stelle transparenter gestaltet werden und nicht so generisch.
Zackes Brustik: Genau das konkrete ist auch bei Einhorn noch mal aufgefallen, auch die Metabeschreibungen. Also diesen Text, den man mir, wenn man auf die Landingpage als Marketing geht, das fällt einem gar nicht auf, weil man ja erst in die Meta Beschreibung reingucken muss, irgendwas aufklappen muss sozusagen im Hintergrund, ne. Da steht fairer Anbau, nachhaltige Verpackung. Daraus wird das Google Snippet generiert. Aber da bemängelt jetzt quasi der Skill, das ist eine allgemeine Umweltaussage ohne Nachweis und sagt, das Suchergebnis zählt als eigenes Medium. Und wenn da nachhaltige Verpackung steht ohne Erklärung, ist es kritisch. Stattdessen könnte man schreiben, Biotampons in 3 Größen, 100 Prozent Biobaumwolle in Klammern GOTS, aus welchem Anbau Schachtel aus 100 Prozent Altpapier. Auch das ja der spannende Beispiel, was Du vorhin gesagt hast, dass quasi nicht das Cherry Picking, sondern genau verweist, auf was bezieht sich 100 Prozent Altpapier, in dem Fall auf die Schachtel, nicht auf das Gesamtprodukt. Logisch, da sitzt 'n Tampon nicht aus Papier, ist trotzdem, ne. Aber also ihr merkt schon, da sind echt Details, die ihn da mal reingucken muss. Zuletzt noch, ich hatte es euch ja versprochen, Thema Klimaneutralität bei Ritter Sport. Da ist nämlich aufgefallen, unser Weg zur Klimaneutralität, da verspricht quasi Ritter Sport in der Unterseite und das ist jetzt echt tricky, seit 2019 haben wir eine klimaneutrale Produktion und seit 20 20 können wir uns bilanziell als klimaneutrales Unternehmen bezeichnen und wir verweisen in der Fußnote auch auf den Goldstandard der Klimazertifikate. Also die haben schon viel richtig gemacht, aber damit beruht die Neutralitätsaussage auf Ausgleich außerhalb der Wertschöpfungskette. Und obwohl Ritter Sport eben sagt, ne, die Strategie ist sozusagen vermeiden, reduzieren, kompensieren, laufen die hier kommunikativ in die Falle, dass sie wegen des Off Settings einen Tritt ans Schienbein riskieren.
Susann Vogel: Absolut. Die Gefahr besteht, ja. Aber auch das vermutlich werden sie jetzt noch bis zum siebenundzwanzigsten September ändern. Hoffentlich.
Zackes Brustik: Das ist das, worüber ich mich wunder, weil das sind ja alles 3 Unternehmen, die sich mit dem Thema beschäftigt haben. Sie haben jetzt quasi nur noch ein paar wenige Tage Zeit. Ich hätte vermutet, dass die das schon angefasst haben. Also ich glaub nicht, dass die diese Details auf dem Schirm haben und das ist das, worauf ich hinauswollte. Ich beton's nur mal, das sind coole Unternehmen, gerade auch, ne, Einhorn, bitte kauft diese Tampons. Link in den Shownotes, helft ihnen noch beim Abverkauf. Ihr fördert wirklich wertvolle Projekte, die geben sich Mühe. Aber es ist ja volle Korinthenkackerei. Also wer soll denn da durchblicken und wie mach ich das als Kommunikationsteam oder Sustainability Manager?
Susann Vogel: Also ich vermute, man hofft vielleicht auf der einen Seite immer noch, dass es doch noch eine Übergangsfrist gibt durch die aktuellen Stimmen, die an vielen Stellen einfach auftauchen und den den Gegenwind, so war es ja bei CSRD damals auch. Es war quasi noch nicht beschlossene Sache, aber plötzlich wurde alles noch mal hochgeworfen und die Unternehmen hatten Zeit gewonnen. Möglicherweise ist das ein Grund. Die 2. Sache ist, ich glaube, sie gehen hier nach Prioritäten vor. Also die Produkte, das, was ganz offensichtlich ist, hat natürlich absolute Priorar und alle Kommunikation, vor allem auf Unterseiten, wird jetzt nicht nachrangig, aber wird jetzt Stück für Stück weiter bearbeitet. Und vielleicht hoffen sie auch einfach noch, dass sie dann bis möglicherweise eine Abmahnung passiert, dass sie's geregelt haben oder dass sie dann schnell reagieren können. Man weiß nicht, was im Hintergrund läuft, aber man kann nur hoffen, dass sie's aufm Zettel haben.
Zackes Brustik: Wer muss denn da alles an Bord sein im Unternehmen? Wie gesagt, ich hab das jetzt mit 'nem Claude Skill gescreent und Full disclosure, der ist kostenlos verfügbar, sonst hätte ich ihn jetzt hier nicht angewandt, ne, für die Folge. Aber das heißt, damit kann ja jetzt jeder losziehen. Grade die Wettbewerber und einfach mal gucken, will ich das verfolgen und wen brauche ich im Team, wer im Unternehmen muss miteinander reden?
Susann Vogel: Ja, also im Team auf jeden Fall Marketing und Kommunikation. Wenn ich in dem Unternehmen, wer auch immer das jetzt hört, vielleicht in dieser Abteilung nicht sitze, dann sollte ich dort zuallererst hinlaufen und sagen, habt ihr das aufm Schirm, seid ihr schon dabei? Idealerweise gibt's natürlich auch eine Nachhaltigkeitsabteilung und einen Nachhaltigkeitsverantwortlichen, also die im Schulterschluss. Und dann brauche ich aber natürlich einen Rechtsexperten, eine Rechtsexpertin entweder im Unternehmen oder aber eine externe Kanzlei oder Anwältin, die das Ganze juristisch prüft. Und auch da kann man nicht jeden nehmen, sondern es sollte jemand sein, der eine Spezialisierung hat, einerseits im Thema Markenrecht und dann natürlich auch UWG Gesetz gegen unlauteren Wettbewerb, der sich da auskennt, der oder die sich dort wirklich im Detail auskennt und beraten kann, damit das ganze wasserdicht ist.
Zackes Brustik: Was meinst Du, wie das in der Realität abläuft? Weil ich sag mal so, ne, ich sag mal, Sustainability Management oder Marketingmanagement möchte weiterhin kommunizieren, weil die zu recht stolz drauf sind, was sie machen, wie zum Beispiel Einhorn, die wertvolle Arbeit machen. Ich glaub, auch Wenko gibt sich Mühe, ne? Das heißt, die wollen vielleicht rausgehen, aber ich mein, als Rechtsabteilung will ich mich ja absichern. Das heißt, hat da im Endeffekt jetzt sozusagen eher die interne Rechtsabteilung oder die extern beratende Kanzlei, dass die sagt, könnt ihr nicht machen, damit sie selber, also damit die Rechnung dann nicht auf sie zurückfällt?
Susann Vogel: Meistens gibt es entweder oder meiner Erfahrung nach. Also entweder hast Du wirklich 'n Angestellten, 'n Juristen im Unternehmen und wenn der sich dann nicht auskennt, dann gibt es noch on top einen externen, den man dann zu Rate zieht. Aber in der Regel gibt's entweder oder, so ist meine Erfahrung. Und in den Unternehmen sitzen auch meistens wirklich Juristen, die auf das Thema Markenrecht entsprechend spezialisiert sind und auch das Thema Wettbewerbsrecht dann mitkennen und prüfen könnten.
Zackes Brustik: Ganz viel davon wird ja vielleicht dann tatsächlich auch erst durch Klagen geklärt, ne?
Susann Vogel: Sicherlich.
Zackes Brustik: Also Ja. Weil das das Problem ist, ganz viel davon ist ja wirklich Auslegungssache und das ist halt der Unterschied zur Green Claims Directive. Diese Auslegungssache wird nicht im Vorfeld, sondern dann eben ex post geklärt, also wenn sich 2 vor Gericht treffen. Und ich glaube, da gibt's ja verschiedene Wege. Man sagt, in die Richtung wollen wir erst gar nicht. Das heißt, wir kommunizieren nicht, wir schalten die Webseite ab oder wir kommunizieren wirklich superunangreifbar. Oder es gibt auch, wir riskieren das, weil wir haben auch das Budget, wenn uns jemand anklagen will. Das Risiko gehen wir ein, weil wir das an anderer Stelle dann schon längst wieder reingeholt haben. Gibt's ja auch ganz oft, dass Unternehmen sagen, ja kommt doch klagen, weil unser Marketing hat halt schon die Kriegskasse erfolgreich gefüllt, oder?
Susann Vogel: Ja, auch das hab ich schon erlebt, dass man natürlich für solche Fälle Budget zurück gestellt hat, nicht in den Unternehmen, in denen ich gearbeitet habe, aber ich hab's natürlich über mein Netzwerk mitbekommen. Ist auch eine Möglichkeit, ehrlicherweise nichts, was ich empfehle, aber es wird ganz sicher so sein, dass man jetzt 'n paar Präzedenzfälle schafft und die dann natürlich auch abschreckend für alle anderen gelten, damit die quasi in Bewegung kommen. Ich vermute, es gibt Unternehmen, die sagen, ich bin nicht im Fokus, ich warte ab, was kommt und dann schaue ich, wie ich's machen muss. Aber man weiß es natürlich auch nicht.
Zackes Brustik: Wie groß können denn da so Kosten sein? Also ich ich nehm an, im schlimmsten Fall, also wenn ich jetzt verlieren, muss ich wahrscheinlich Prozesskosten zahlen und so, aber also wenn der Wettbewerber klagt, wie wird denn da die Strafe festgelegt oder so?
Susann Vogel: Also es gibt eine Höchstgrenze, wenn man in 3 Märkten gleichzeitig angeklagt wird und diese Höchstgrenze sind bis zu 4 Prozent des Jahresumsatzes. Und das ist, wenn ich 'n großes Unternehmen bin, eine Stange Geld. Auch da geht's an vielen Stellen, wenn ich mich in Expertenkreisen zu dem Thema austausche, gibt's unterschiedliche Auslegungen, also und auch unterschiedliche Summen, die im Spiel sind und auch Höchstgrenzen, mögliche oder vielleicht wird sich daran auch noch mal was ändern, aber aktuell sind diese 4 Prozent kommuniziert und eben die Vorgabe, es muss in 3 Märkten gleichzeitig geklagt werden, ja.
Zackes Brustik: Mhm. Ich glaube, das wird dann schon eher größere Unternehmen betreffen und prominente Cases. Da muss man einen richtig fiesen Wettbewerber haben oder so NGOs wie die Deutsche Umwelthilfe muss es wirklich auf einen abgesehen haben, dass die jetzt da 'n kleines Öko Start-up an die Wand fahren. Ich glaub eher unwahrscheinlich.
Susann Vogel: Ich hoffe es nicht für uns alle. Ja genau, aber man weiß es nicht.
Zackes Brustik: Aber auch das, ne. Also wir haben's jetzt schon 'n paarmal erwähnt, aber wie gesagt, die DUH, Deutsche Umwelthilfe, die nimmt sich schon auch Leute vor, die eigentlich gar nicht so schlechte Arbeit machen. Also Katjes ist jetzt nicht der Übeltäter der Branche oder die haben sich auch schon mit dm in die Wolle gekriegt. Also die haben schon eher, ich sag mal, weiter oben ins Regal gegriffen von Unternehmen, die eigentlich schon wirklich viel Gutes machen.
Susann Vogel: Ja, auch das Apple Beispiel, was ich angedeutet hab. Ich mein, die hatten ja schon sehr viel. 75 Prozent in der Herstellungs- und Lieferkette ist das ist eine Menge, aber diese 25 Prozent, die eben durch Off Setting waren und fehlten und vor allem nicht mit 'nem entsprechenden Zeithorizont belegbar waren, Das definitiv, ich glaube trotzdem immer noch an das Gute im Menschen und auch an das Gute in dieser Sache, es werden vor allem die in die Pflicht genommen, die wirklich nicht belegbar nachhaltige Aussagen kommunizieren, wo nichts dahinter ist. Und das ist auch an der Stelle gerecht.
Zackes Brustik: Und ich glaube jetzt zum Abschluss, lasst uns da die Chancen hervorheben. Es ist doch einfach die richtig riesige Chance, dass ich jetzt endlich über meine wahren Nachhaltigkeitsbemühungen reden kann und nicht mehr die Angst haben muss, dass irgend 'n Wettbewerber, der sich 0 Mühe ergibt, mit einem Waschigen Claim die Ecke kommt und die Aufmerksamkeit des Verbrauchers bekommt. Oder das ist doch eigentlich eine riesige Chance für all die Menschen, die jetzt hier zuhören, weil das sind ja in der Regel die Menschen bei Unternehmen, die schon 'n Schritt weiter sind.
Susann Vogel: Absolut. Ich sehe das auch wirklich positiv bei allem Aufwand und allen Herausforderungen, die jetzt auf Unternehmen zukommen. Es ist eine riesige Chance, Tatsachen zu schaffen, diese Transparenz zu kommunizieren und sich abzuheben vom Wettbewerb und vor allem nicht mehr Gefahr zu laufen, dass mich jemand einfach innerhalb von Tagen kopiert, denn das muss er erst mal nachmaßen. Wenn wenn ich wirklich gute Dinge für unsere Natur und Umwelt umsetze und nachhaltiger wirtschafte produziere, das kannst Du nicht von heut auf morgen auf die Beine stellen. Du kannst vielleicht eine Verpackung relativ schnell umstellen, aber dieses Engagement ist nicht in 48 Stunden auf die Beine gestellt.
Zackes Brustik: Also nehmt das, als diese große Chance wahr, jetzt endlich quasi als die Leuchttürme wahrgenommen zu werden, die ihr, wenn ihr hier hier zuhört, wahrscheinlich alle tatsächlich schon seid. Es ist die Chance. Habt nicht Angst davor, 1 auf die Finger zu bekommen. Man kann das wirklich regeln, wenn man intern die richtigen Leute an den Tisch holt oder sich gegebenenfalls extern juristische Beratung holt. Man kann es wirklich auch in Kürze so gut und klar formulieren, dass man sich da relativ unangreifbar macht. Es ist für euch die Chance, rauszustechen, wo ganz viele andere, die bisher geschummelt haben, halt lieber einfach sagen, okay, schalten wir die Landingpage ab oder machen wir die Verpackung halt, überkleben wir die Verpackung. Also hast Du noch ein Abschlussstatement, Susann?
Susann Vogel: Ja, also ich finde und das auch noch mal positiv an der Stelle, es gibt schon so viele Unternehmen, die richtig, richtig gute Dinge nicht nur in Bewegung setzen, sondern auch als Pionier voranschreiten, was das Thema Umweltschutz anbelangt und die haben jetzt wirklich die Möglichkeit, wie Du auch sagst, eine noch höhere oder noch größere Leuchtturmfunktion einzunehmen und zu scheinen. Und es kann auch machen, Dinge umzuformulieren. Ich spreche aus eigener Erfahrung. Es macht Spaß, in die Tiefe zu gehen und zu überlegen, stimmt, was machen wir da eigentlich alles für coole Sachen, die wir jetzt auch mal hier mit benennen können, weil wir auch müssen, aber auch weil wir sie tatsächlich tun. An der Stelle, go for it. Ich kann nur weiter unterstützen, auch wenn es Aufwand ist, am Ende ist uns allen geholfen, vor allem ist den zukünftigen Generationen geholfen. So viel steht fest.
Zackes Brustik: Damit, vielen Dank, Susann, dass Du heute hier vorbeigeschaut hast. Und ich betone einmal noch mal eine Sache. Wir uns da schnell durchgearbeitet live. Also was zusammen gemacht hat, war jetzt keine juristische Beratung. Lasst uns also, wenn ihr dem anders seht, lasst uns das gerne dann online diskutieren. Paar Tage nach Erscheinen der Folge kommt in der Regel dann auch irgendwann mein LinkedIn Posting dazu. Also wenn ihr Dinge anders fehlt, dann packt sie da rein. Wenn ihr Fragen habt, packt sie auch da rein. Oder wenn ihr Fragen an Susann habt, das LinkedIn Profil in der Landingpage stehen in den Shownotes, wendet euch an sie. Ich glaub, das ist 'n Thema, was man gemeinsam noch 'n bisschen diskutieren, auslegen und anwenden muss. Danke dir, Susann.
Susann Vogel: Ich danke dir. Schön war.
Zackes Brustik: War schön. Abonniert den Podcast in eurer App, damit ihr die nächste Folge nicht verpasst. Abonniert auch gleich den Newsletter Zackes dot com Slash Newsletter ZACKES dot com Slash Newsletter. Ich geh grade eben hier und da ein paar Community Events an, dann seid ihr mit dabei oder schreibt mir direkt eine E-Mail an Zacke Z Gewinne Zukunft d e, wenn ihr zum Beispiel im ESG Softwareaustausch dabei sein wollt. Und wie eingangs gesagt, wenn ihr einfach snackable hin und wieder coolen Input Inspirationen wollt, die Early Bird, der Podcast von Susann, auch in den Shownotes. Bis zum nächsten Mal.
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